Montag, 13. Juli 2026

Westwärts durch Kärnten - Drautal intensiv

Nach einer geruhsamem Nacht bei angenehmen Temperaturen ging es heute westwärts und teils der Drau entlang durch Kärnten Richtung Villach. Auch wenn ich nicht nach Villach fuhr.
Der Sonnenaufgang weckt die Lebensgeister, da es aber erst ab 8 Uhr Frühstück gibt ist noch Zeit den Tagesbericht von gestern fertig zu stellen. 
Um kurz vor 9 Uhr geht's dann erstmal am See entlang zum namensgebenden Pirkdorf und weiter in Richtung Globasnitz mit seinem etwas sehr eingewillien "Schloss".
Durch eine an das Allgäu erinnernde Landschaft geht es weiter westwärts und stets etwas auf und ab Richtung Drautal.
Ins Drautal geht's erstmal steil bergab. Die Sonne meint es bei über 26°C gut, keine Wolke am Himmel und eine super Landschaft. Was will man mehr.
Als nächstes wird das Sperrwerk Annabrücke erreicht das mit 25m Stauhöhe das höchste der österreichischen Drau ist.
Der Radweg wechsel auf der Staustufe die Flussseite. Wobei...wo fliesst die Drau eigentlich? Sie geht wie in Slowenien von einer Staustufe in die nächste über.
Der Weg über das Stauwerk ist nur von Anfang Mai bis Ende Oktober zur Überquerung geöffnet. 
Wie auch die folgenden Staustufen besitzt die Staustufe Annabrücke nicht eine das komplette Tal abschließende Sperrmauer sondern nur für ca. der Hälfte der Talbreite. Daher gibt es stets auf einer Seite einen Damm entlang des Sees.
Bei Rottenstein wird wieder auf die rechte Talseite zurückgewechselt, auch der Längsdamm wechselt hier die Seite. Unter der Ampel warnt das Schild davor die Seitlichen Flügel der Brücke zu befahren, da diese abbrechen könnten. Na dann lass ich mal die Autos und LKW vor und fahre brav in der Mitte ;-)
Das Ufer wird sicher erreicht und auf dem Damm rollt es entspannt stets Flussaufwärts. Aber damit es nicht langweilig wird nacht der Radweg auch mal einen Schlenker, wie hier z. B. durch Glainach. 
Und dann wird die nächste Staustufe Ferlach Maria-Rain erreicht die wieder erklettert wird, aber ohne Seitenwechsel.
Eigentlich wollte ich einen Zug auf der Bahnbrücke bei Weizelsdorf ablichten, aber nachdem ich zuvor auf der anderen Flussseite an einem Viadukt Bauarbeiten entdecke und dort ein Zwriwegebagger erschien vermutete ich schon eine grössere Baustelle und ja, es verkehrt Schienenersatzverkehr ab/bis Weizelsdorf. +[oo]+ *mist* wieder nix mit Zügen im Drautal. :-(
Mit dem Bau des Stauwerks versank die Bahnbrücke welche die Strecke aus Klagenfurt nach Weizelsdorf Bahnhof über die Drau führt fast im Wasser und steht nur knapp über dem Wasserpegel.
Auch hier wird gearbeitet indem wohl eine Betonsanierung der Pfeilerköpfe vorbereitet wird.
Die S-Bahn aus Klagenfurt endet im mehrere Kilometer außerhalb von Weizelsdorf liegenden Bahnhof, der ortsnahe Haltepunkt wird nicht angedient. Seit Ende 2025 ist die weiterführende Strecke nach Rosenbach wegen Brückenschäden auf der Rosentalbahn gesperrt was auch das Ende des Museumsverkehr bedeutete. 
Die Museumsbahn verkehrt daher nurnoch ab Gleis 2 nach Ferlach ins dortige Technikmuseum.
Während die S-Bahn im ÖBB Teil des Bahnhofs per Lichtsignal mit ETCS Balisen gesichert wird arbeitet im Teil der Museumsbahn noch ein mechanisches Stellwerk.
Jetzt aber erst wieder zurück zum Stauwehr und wieder auf dem Seitendamm entlang.
Bei St. Oswald läd die Buschenwirtschaft Radlerrast zum verweilen ein. Der Apfelkuchen und der gespritzte Most war den Stopp definitiv wert.
Danach wieder weiter, mal näher mal weiter weg von der Drau. Unter anderem mit Blick auf eine der für die Stilllegung verantwortliche Brücke der Bahnstrecke.
Aber schon bald geht's von der Drau ganz weg und hinauf Richtung Autobahn ind zum heutige 'Routenhöhepunkt" bei Pirk.
Von nunan gings bergab. ;-)
Relativ Eben geht es danach weiter Richtung Faaker See bei dem bei einem Wetter wie heute Hochbetrieb herrscht. Kaum einer der dortigen Campingplätze der nicht "Ausgebucht" an der Zufahrt anzeigt. 
Beim Haltepunkt Finkenstein der relativ ausserhalb des namensgebenden Ort liegt eilt dann ein EC Richtung Karawankentunnel.
Noch etwas talwärts und dann wieder hoch ind das Hotel Zöller in Gasselsdorf ist erreicht.
Nach dem CheckIn fahre ich noch nach Finkenstein um im Billa Getränke zu bunkern. 
Nach der Rückkehr ist erstmal Duschen angesagt, eine Wohltat bei mitlerweile etwas über 30°C.
Ich habe auch hier eine Halbpension, darf aber frei in der Karte wählen. Auch ganz schön und so findet neben den guten Bieren der Villacher Brauerei eine Fritatensuppe, das Alpe-Adri-Cordon-Bleu und ein Apfeltraum den Weg zum Magen   ;-)
Hmm, unter dem Zifferblatt liegt eine Solarzelle, aber die Sonne hält die Uhr doch gut vom Handgelenk ab.
Heute mal der Blick vom Zimmer aus, aber ohne Sonnenuntergang. 
Zum Schluss kam knapp nicht 100km zusammen mit 710 Höhenmeter aufwärts zusammen.

Morgen geht's durch die Pontebbatrasse nach Italien. Leider soll es auch regnen. Aber erstmal abwarten. 

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