Samstag, 10. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Wetterglück (und Pech) rund um den Dollart

Gegenüber gestern sieht das Wetter etwas besser aus.
Auf der Etappe von Veendam nach Emden lies der Regen bis hinter Leer auf sich warten, dafür kam er dann drei mal umso intensiver und begleitet von heftigen Wind vorbei.
Aber hey, die Friesenbrücke mit Zug und Regenbogen und dann geöffnet mit Schiffen, was will man noch mehr?

Mehr Text zu den Bildern gibt's dann später 
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Leider musste ich feststellen dass die Museumsbahn von Norden nach Dornum aktuell wegen nicht einsatzfähiger Lok nicht verkehrt. Schade, die Hoffnung war dass es klappt. 
Egal, als Plan B fahre ich halt an der Küste entlang nach Norddeich Mole. Mal sehen wie das Wetter dazu wird.

Freitag, 9. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Regen und Wind in den Niederlanden

Heute war frühes Aufstehen angesagt, die Fähre zum Zug 8:10 war das Ziel.
Noch einmal der Leuchtturm in Aktion und sann gibg es mit einem Schlenker zur Promenade raus zum Fähranleger. 
Als ich nach 25min wurde um 7:50 Uhr der Fähranleger erreich wo gerade der Zug von der Fähre zuvor nach Emden sich auf den Rückweg macht.
Die Fähre nach Eemshaven kommt erst nach dem Zug aus Borkum Bahnhof gegen 8:30 Uhr an.
Das Autodeck wird gut gefüllt. Mit dem Rad fährt man als erster rauf und als letzter runter. 
Um 8:50 herum wird abgelegt und es geht rüber nach Eemshaven in den Niederlanden. 
Die See ist heute durch den Wind etwas kabbeliger aber trotzden ist die Überfahrt recht ruhig. Die Wettervorhersage im Bordprogramm verheißt nicht gutes für den Rest vom Tag. 
Noch ist es nur stärker windig mit zeitweise leichten Nieselregen.
Daher ziehe ich das Unterdruck der Frischluft vor. 
Nach einer guten 3/4h Fahrt wird dann Eemshaven erreicht. 
Vom Fähranleger zum "Bahnhof",  der nur aus einem Stumpfgleis besteht und direkt am Deich liegt, sind es gut 300m.
Halbstündlich fahren die Züge von hier nach Groningen und weiter nach Bad Nieuweschans an der Strecke nach Leer.
Die Brücke über die Bahn auf den Deich am westlichen Ende des Hafenareals ist, von Kränen, Lagerhäusern und Windrädern abgesehen, mit Abstand einer der höchsten Punkte in der ganzen Region.
Jetzt wird es aber ungemütlich denn der Nieselregen geht in richtigen Regen über und der Wind kommt direkt von vorne. 
Erstmal gehts rund ums Hafengebiet Richtung Osten zur Ems.
Und dann stets mit Wind von vorne oder halbschräg von vorne am Deich entlang. Den Schafen ist der Wind und Regen eher egal. 
Später biege ich vom Deich weg ab und es geht fast "senkrecht nach unten" also in südliche Richtung nach Appingedam wo der Zug nach und von Delfzijl abgefangen wird bevor es quer durch Appingedam weiter nach Süden geht.
Mit mehr mal weniger Wind und Regen gehts weiter über das platte Land. 
Tja, immernoch plattes Land und ewig lange Strassendörfer...
Und wenigstes ziert auch mal eine Windmühle den Weg, neben schiefen Kurchtürmen.
In Zuidbroek ist das heutige Ziel dann fast erreicht. 
Und fast wie aufs Stichwort kommt auch an der Kanalbrücke ein Zug nach Veendam vorbei. 
Unterwegs nach Veendam findet sich eine private Fahrzeugsammlung fernab jedweder Bahngleise.
Und weiter durch die Dörfern und Kanälen entlang wird Veendam erreicht. 
Mitten im Ort befind sich ein kleiner Park mit Rehen. Da der Checkin an 15 Uhr ist drehe ich noch einen Runde durch die Stadt.
Der Akku ist mitlerweile auf 5% runter da mit der gestrigen Runde über Borkum mitlerweile über 100km seit der letzten Ladung zusammengekommen sind.
Südlich von Veendam besteht die Bahnstrecke nurnoch als Museumsbahn STAR die bis Stadskanal fährt.
Die Züge zwischen Zuidbroek und Veendam verkeren auch erst seit 2011 wieder nachdem seit 1953 der Personenverkehr eingestellt war.
Die Drehbrücke welche die Museumsbahn über den Kanal führt ist ausserhalb der Verkehrstage der Museumsbahn weggedreht.
Auf dem ehemaligen Bshnhifsareal wurde eine große Halle als Busbahnhof errichtet. 
Die Museumsbahn hält noch am Hausbahnsteig des alten Empfangsgebäude neben der Halle des Busbahnhofs. Die Züge aus Groningen enden nördlich davon an einen Stumpfgleis. 
Jetzt nochmal durchs Ort und im Hotel eingecheckt. Die nassem Klamotten zum trocknen aufhängen und etwas ausruhen bevor es zum Abendessen geht.
Der "Zomerstoof", ein Rindfleischeintopf mit Bogdike-Bier und saisonalem Gemüse und Bratkartoffeln gefällt. Auch die Bierorobe der Hausbrauerei Bogdike gefällt.
Morgen soll es weniger Regen und Wind geben, ich hoffe mal das Beste für die Etappe nach Emden. 

Donnerstag, 8. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Windiger letzter Tag auf Borkum

Für heute war Regen vorausgesagt aber ausser dass es extrem windig ist, beim herausfahren aus dem Hof auf die Strasse hätte es mich fast runtergeweht, hält der Regen sich von ein paar kurzen und kleinräumigen Schauern doch sehr zurück. 
Erstmal an der Promenade die Nase in den Wind halten und dann gehts zum Bahnhof.
Vom Bahnhof wieder auf gewohnten Weg zum Reededamm um ein paar der Züge bei Sonne zu erwischen was trotz der Wolken doch irgedwie gelingt. 
Danach fahre ich quer rüber zum Flughafen. Wo dieser heute heute liegt war vor über 150 Jahren noch Wasser denn damals bestand Borkum noch aus zwei von einem Pril getrennten Inseln. Auch den Reededamm und den Fähranleger gab es noch nicht. 
Hinter dem Flughafen ging es durch die Dünen zum Nordstrand.
Der Wind pfiff gynz schön über die strandnahen Dünen und den Strand und trieb dabei den feinen Sand über die Oberfläche. 
Genug Sand beim Fliegen zugesehen, weiter geht's zum alten Wasserturm.
Dieser ging 1972 auser Betrieb und verfiel zusehens, aber nach der Jahrtausendwende übernahm ihn ein Förderverein und sanierte ijn für über eine halbe Million Euro sehr vorbildlich. 
Auf einer der Schautafeln zur Geschichte und Funktionsweise des Wasserturms findet sich auch ein aus der Heimat wohlbekannter Wasserturm der auch mal ein sehr exotisches Stellwerk beherbergte.
Die an der Turmwand aus Betonquadern bestehende Treppe die früher bis kurz unter dem Wasserbehälter führte muss heute, zum Glück, nicht mehr genutzt werden ist aber noch zur Ansicht vorhanden. Als Ersatz wurden nurmale Stahltreppen eingenaut die mehrere zusätzlich eingezogene Zwischenetagen verbinden. 
Jede dieser Etagen thematisiert einen eigenen Themenabschnitt. So zeigt die zweite Etage symbolhaft ein Hotelzimmer der 1930er Jahre. 
Ganz oben befand sich unter der sogenannten Laterne eine Verrieselungsanlage die das Wasser vor dem Einlauf in den Behälter reinigte.
Von hier hat es einen sehr schönen Rundumblick auf Borkum. 
Nach den schönen Ausblicken und Infos zur Wasserversorgung geht es weiter zum alten Leuchtturm von Borkum der auch gleichzeitig(als ehemalige Kirche einer der ältesten Gebäude auf der Insel ist.
In der Nachbarschaft findet such ein Haus dessen Zaun aus Knochen eines Walskeletts besteht. 
Vorbei an andren alten Häusern geht es wieder zum Bahnhof um die Fähre umzubuchen und im benachbarten Depot beim Umsetzen in ein anderes Hallengleis genießt das Schweineschnäuzchen etwas die Sonne.
Ich schiebe dann das Rad durch die Einkaufsstraße.
Und danach geht es wieder mal über den Reededamm zum Fähranleger.
Dort wartet gerade der Katamaran bach Emden auf den Zug um 14 Uhr ab Borkum Bahnhof. Auch am Fähranleger werden stets die Zeiten der Ankunft am Bahnhof angezeigt. Inkl. SBB Uhr Darstellung der aktuellen Uhrzeit und entsprechend irgendwie pünktlich legt der Katamaran dann an.
Ich fahre zurück auf den Reededamm für den im 14:45 Uhr den Bahnhof verlassenden Dampfzug. 
Irgendwie war es ja klar dass kurz vor dem Zug doch noch eine Wolke vor die Sonne zog, aber bei der Rückkehr des Dampfzug war die Sonne mal vor Ort verfügbar.
Dazwischen gab es, wie schon am Fähranleger und zum und hinter dem Nordstrand, ein paar kurze Schauer inkl. Regenbogen. 
Für die Rückfahrt zum Hotel wähle ich den Weg der näher am Strand verläuft. 
Dabei gehts auch am kleinen Leuchtturm, der nurnoch als Radarstation dient, und der Seefunkstelle vorbei. 
Auf dem Weg entlang des Südstrand zur Promenade bläst mur der Wind heftig entgegen, inkl. mitgetragenen Sand. Gefühlt trete ich rein als ginge es 5 bis 10% bergauf. 
Noch rin Schkenker zum Supermarkt und dann zum Hotel. 
So, der vollkommen verregneten erwartete letzte Tag auf Borkum neigt sich dem Ende entgegen. Vor lauter Herumfahren habe ich auch komplett verpeilt dass die Rezeption zum Bezahlen nur bis 15:30 Uhr geöffnet hat. Sls ich ankomme ist zwar noch offen, aber die Kasse zum komisches Konzept, aber es wäre kein Problem laut Aussage des Personals, ich bekomme einfach die Rechnung nach Hause geschickt. Auch gut. 
Nach etwas Vorpacken geht's zum letzten mal hier zum Abendbuffet mit einer "Fasanenbrause" (Mischung aus u. a  Sanddornsaft und Korn) zum Abschluss. 
Der Leuchtturm verrichtet auch heute treu seinen Dienst.
Und so kamen heute 37km per Rad zusammen. 
Für morgen sagt der Wetterbericht starken Regen voraus, ursprünglich primär am Nachmittag weshalb ich meine Überfahrt nach Emshaven von 11:30 auf 8:10 umbuchen lies. Seither soll es nun ganztags regnen. Dann lass ich mich mal überraschen.