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Schienentouren
Montag, 5. Oktober 2026
Sonntag, 4. Oktober 2026
Herbstradtour2026 - Übersetzen nach Borkum
Heute war etwas Schiffahrt angesagt den direkt per Rad ist Borkum eher nicht erreichbar.
- Text gibt's morgeb. Auch wenn ich nicht wirklich lange Rad fuhr. Die Seeluft macht müde -
Der Komootlink steht wie üblich ganz unten unter der letzten Collage.
Zuerst die Etappe vom Hotel mit einer Runde im Aussenhafen auf die Fähre und als zweiter Teil von Borkum Reede ins Ort Borkum damit die Fähre nicht mitgerechnet wird.
Samstag, 3. Oktober 2026
Herbstradtour2026 - Der Ems entlang nach Emden
Auch heute morgen sammeln sich rund um das Hotel die Stare und ersetzen den Wecker. Trotzdem starte ich nach gutem Frühstück erst um 10 vor 10.
Das Wetter ist auch brauchbar und so rollt es sich angenehm die Ems abwärts zur Schleuse Herbrum. Es ist die letzte Schleuse an der Ems, hinter der Schleuse ist die Ems tideabhängig.
Om benachbarten Aschendorf fällt ein ehemaliges Handelshaus auf. Ein Sensengrosshandel, vermutlich der Lieblingsladen des Sensenmanns :-D
Auch die Innenstadt von Aschendorf ist recht ansehlich.
Hinter Aschendorf taucht dann irgendwann die Montagehalle der Meyerwerft in der flachen Landschaft auf. Auf die Entfernung erscheint sie erstmal wie ein etwas grösserer Legehennenstall aber je näher man kommt desto imposanter wird der Bau. Aber trotz seiner Ausmaße ist er für das vor der Halle im Wasser liegenden Mittelteil eines zukünftigen Kreuzfahrtschiff immernoch zu klein, hierfür scheint die Halle zu niedrig zu sein.
Auchvam heutigen Feiertag wird akustisch gut erkennbar auf dem Werksgelände und am Schiffsteil gearbeitet.
Währendessen ist ein ggü. dem Schiffsteil wesentlich kleineres Frachtschiff auf den Weg durch die Ems Richtung Emden.
An der Fotoposition der zwieder aufgebauten (in "nur" 10 Jahren, in der Zeit wurden andernorts ganze Gebirge untertunnelt) Klappbrücke, jetzt als Drehbrücke ausgeführt, musste ich beim Blick in den Online Fahrplan das es heute mit Zügen nichts wird. Der Betrieb beginnt erst am Montag wieder. Die Fahrten diese Woche waren nur Sonderfahrten zur Wiedereröffnung.
Naja, dann etwas umplanen und es auf dem Weg nächste Woche von den Niederlanden nach Emden nochmal versuchen und stattdessen heute nach Ditzum fahren.
Daher geht's nun über die neue Brücke zum rechten Ufer und am Deich entlang Richtung Leer.
Das Streckenstellwerk (Bedienplatz) hat man in den Turm des Brückenwärterturm auf dem linken Ufer eingebaut. Das eigentliche Stellwerk steht auf der rechten Seite der Ems. Es scheint aks wären dessen Stromversorgungsmodule grösser wie das eigentliche Stellwerk.
Am Deich und durchs Flachland rollt es nun bus zur Mündung der Leda in die Ems.
Dann tauchen Sperrschilder auf aber da mehr als genügend Radler entgegenkommen scheint es kein Problem zu sein.
Hinter dem kleinen Weiler Esklum steigt die Strasse zur Bahnstrecke an und dann wird es spannend.
Mo-Fr wird die Bahnbrücke saniert und dann ist Strasse für die Baulogistik gesperrt und der Randweg der Brücke nicht nutzbar.
Auch so ist die Überfahrt recht spannend denn der Randweg ist nicht viel breiter wie Lenker.
Trotz "Radfahrer absteigen" fahre ich langsam rüber da schiebend noch mehr Breite benötigt werden würde.
Fototechnisch ist die Brücke schwer umzusetzen. Zudem stauen sich jetzt hier Radfahrer da tröpelweise Radler die Brücke von Süd nach Nord überqueren und die der Gegenrichtung können erst starten als die Brücke mal kurz frei ist. Denn Ausweichen ist nicht drin.
Weiter dann durchs Hafengebiet von Leer Richtung Altstadt.
Wieder aus Leer heraus geht's über die Jann-Berghaus-Brücke, welche ohne Aufklappen vin einem flussaufwärts fahrenden Kohleschiff passiert wird, aufs linke Ufer der Ems.
Stets am Deichfuss rolle ich nun Richtung Ditzum. Der Weg führt dabei auch an den Öko Rasenmähern der Deiche vorbei.
Schilder warnen übrigens davor dass gerade bei Regen man besser nucht hier fährt da der Weg von den Schafen recht "beschissen" wird und bei Regen wird die Oberfläche zur Jauchegrube.
Regelmäßig befinden sich Gatter die auf "Viehrosten" umfahren werden können und auch die Wege zur Deichkrone werden fallweise genutzt.
Einen Abstellort fürs Rad am Hafen zu finden gestaltet sich schwierig da am Hafen und quer durchs Ort eine Veranstaltung flankieren zum 100. Geburtstag der Fähre Ditzum-Petkum stattfindet und das ist sehr gut besucht.
Nach einer Runde vorbei an den Handwerkskunstbuden sowie Getränke- und Essständen vorbei, beim Sportverein gab es super Kuchen und Kaffeeflatrate, fahre ich noch etwas weiter um an der Mündung der Ems in den Dollart bei Pohum.
Hier bietet suvh ein guter Ausblick auf den Dollart an. In der Ferne sind die Industriegebiete bei Emshaven und auch Emden schemenhaft erkennbar.
Ziel war nach der Rückkehr nach Ditzum die Fähre um 16 Uhr zu nehmen, aber auf Grund des hohen Andrang fährt diese Nonstop und etwas ausser Takt und so erreicht die gesteckt volle Fähre um 15:35 herum Ditzum und schon 10min später geht's auch wieder mit gut gefüllter Fähre über die Ems rüber nach Petkum.
Der Kutter ist tatsächlich 100 Jahre alt und auf das Ding gehen laut Website angeblich 3 Autos. Wobei die entweder vorwärts drauf und rückwärts runter (oder umgekehrt) fahren müssen. Eine Herausforderung für manchen Fahrer und die neumodische Fahrerassistenz läuft dann Amok :-D
Aber mit einem Audi Q3 oder vergleichbar sinnlosen SUV dürfte dann maximal noch ein Polski-Fiat noch mit drauf passen :-P
Wegen des Jubiläums und dem Fest in Ditzum besteht kein Autoverlad heute und morgen. Nur um die 80 bis 90 Leute mit um die 10-20 Fahrrädern dürfen derzeit drauf. Dann ist der alte Kutter auch voll. Vorteil des Jubiläums ist auch die Gratismitfahrt, wobei 3€ mit Rad jetzt auch eher günstig sind.
Kurz vor 16 Uhr wurde dann Petkum erreicht wo mehr Leute am Anleger warteten wie nach Ditzum mitgenommen werden können.
Der Weg führt weiter wischen dem Ems-Seitenkanal und der Bahnstrecke wo ein ICE4 auf der Brücke über das Petkumer Sieltief abgebildet wird.
Vorbei am Windpark und neu errichteten Umspannwerk wird alsbald Emden erreicht.
Besser konnte das Wetter heute wirklich nicht sein und im alten Hafenbecken tummelt sich ein Fotomotiv neben dem anderen.
Auf die Frage wo man das Rad abstellen könnte wurde das Zimmer empfohlen. Dieses ist auch gross genug und so parkiert der Drahtesel zwischen Bett und Fenster.
Eine sehr gute Wahl wie sich herausstellt.
Eine feine Krabbensuppe bereitet den Appetit für den super zubereiteten Snirtjebraten mit klasse Bratkartoffeln. Als Nachspeise wähle ich statt Süsszeug einen Kruiden Kräuterbitter aus Leer.
Für einen Brand von Dirker aus dem Kahlgrund der auch auf der Karte steht bin ich nicht nach Emden gefahren. ;-)
Auf dem Weg zum Hotel wurden noch ein paar Fotos der Museumschiffe im alten Hafenbecken gemacht.
Kaum Gegenwind und so gut wie keine Steigungen liesen zum Schluss noch 55% Restakku übrig. Bedeutet beim 825er Akku einen Verbrauch von 371Ah. Der Eigenleistungsanteil an der Kette lag heute bei 63%.
Morgen gehts um 14 Uhr mit der Fähre nach Borkum. Mal sehen wie ich den Vormittag verbringe. Vielleicht mal richtig ausschlafen? Nee, eher nicht.
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Freitag, 2. Oktober 2026
Herbstradtour2026 - Züge, Schiffe und "Magnete" im platten Land
Petrus hat wieder gute Laune, auch wenn es am Vormittag stellenweise noch recht neblig ist.
Auf der alten Bahntrasse gehts nun erstmal Richtung Rheine. Die ehemalige Strecke von Ochtrup nach Rheine wurde sogar zur Fahrradstrasse ausgebaut was ein rasches Vorankommen garantiert da die meisten querenden Wege die Vorfahrt gewähren müssen.
Es geht aber nicht nach Rheine hinein sondern am Stadtrand wird nach Norden abgezweit um nach Salzbergen zu fahren.
Kurz hinter Rheine wird NRW verlassen und Niedersachsen erreicht. Ab jetzt sind die Radwegschilder wieder grün.
In Salzbergen scheint die Sonne, aber ausserhalb wird es wieder neblig so dass der von Amsterdam kommende ICE auf der Strecke von Hengelo ubd Bad Bentheim fast im Dunst verschwindet.
Ich fahre weiter an die Strecke durchs Emsland nach Norddeich und im Nebel kommt ein Kesselwagenzug sowie ein Flirt der Westfalenbahn als RE15 nach Emden vorbei.
Kurz hinter Leschede klart es dann immer mehr auf.
Bei strahlenden Sonnenschein wird dann südlich von Lingen zunächst der Ems-Vechte-Kanal erreicht und beim ehemaligen KKW Emsland der Dortmund-Ems-Kanal überquert von dem nebenan auch noch eine ehemalige Schleuse existiert.
Am Kanal geht's nun weiter und an Lingen vorbei.
Es herrscht ganzschön viel Schiffsverkehr auf dem Kanal, bei der Schleuse Varloh beobachte ich die Ausfahrt der "Niedersachsen 14" und Einfahrt des Schiffs "Bayerischer Wald" dem ein Sportboot in die Schleuse folgt.
Benachbart an der Bahnstrecke wied der RE15 nach Münster abgefangen.
Weiter geht's am Kanal entlang und vor Meppen fährt ein IC2 nach Köln vor die Linse sowie der nächste RE15 nach Münster, welcher halbstündlich verkehrt.
In Meppen präsentiert sich dann eine Windmühle, bei dem starken Bewuchs ringsherum dürfte diese wohl kaum nich nennenswert Wind abbekommen.
In Meppen hat es sogar noch eine Hubbrücke, welche aber zum Vorteil meines Vorankommens gerade keinem Schiff Platz machen muss.
Entlang der stark befahrenen B70 geht's weiter nach Norden. Der Wechsel der Strassenseit des Radwegs ohne Mittelinsrl oder gar Ampel war nicht gerade toll. Hier besteht noch etwas Verbesserungspotential.
Leider nicht gut erkennbar ist der Kühltrum des ehemaligen Gaskraftwerks mit einer Weltkarte verziert.
Der Bahnübergang in der Nähe über den die Strasse unter anderem zum "Europort" führt ist etwas kurios aufgebaut.
Er besteht aus zwei getrennten Anlagen von denen eine die zweigleisige Hauptstrecke zwischen Meppen und Leer sichert und dem unmittelbar bebachbarten Bü der das Anschlussgleis zum Hafen sichert. Letzterer besitzt aber nur Lichtzeichen und Schranken für den Stassenverkehr Richtig Osten, also über die Hauptstrecke. Bei Fahrten auf der Hauptbahn bleibt er offen. Für den Straßenverkehr Richtung Westen / Hafen muss dann bei Befahrenen des Anschluss such der Bü der Hauptstrecke geschlossen werden
Weiter gehts nun Richtung Lathen wobei ein ICE2 als IC 2205 (ohne Bordrestaurant und ohne Fahrradbeförderung) von Norddeich Mole nach Köln Hbf vorbei kommt.
Weiter nach Lathen und östlich hinter dem Ort wurd dann die ehemalige Versuchsstrecke des Transrapid erreicht.
Die "Kupfergräber", also die sks Spulen verkegten Kabel unter der Fahrbahn auf denen die Fahzeuge schwebten sind schon lange zurückgebaut.
Die Führungen der Kabel sehen nun aus als hätte der Transrapid einen Antrieb wie eine Zahnradbahn gehabt. ;-)
Ironie des Schicksals, während der Transrapid bis auf die Anwendung als Flughafenshuttle in Shanghai, also das was Stoiber Ede gerne in München ("... in 10 Minuten, sie steigen also in den Hauptbahnhof ein") gehabt hätte und die Versuchsanlage seit 2011 ausser Betrieb ist verkehren nach einer Sanierung um 2017 herum auf der "altmodischen Schienenstrecke" die unter der Versuchsstrecke hindurch von Lathen nach Werlte führt weiterhin die Eisenbahn mit Güterzügen. Der Museumsbahnbetrumieb auf der sogenannten Hümmlinger Kleinbahn ist leider der Modernisierung zum Opfer gefallen.
Die Weichen des Transrapid sind aufwändig wie auch imposant. Die südliche Weiche wird auf 10 (?) Stützen mittels Hydraulikzylinder "verbogen".Diese Weiche für die südliche Kehrschleife ist im Abzweig (linker Strang?) mit 200km/h befahrbar
lm einstigen Versuchszentrum, das über eine mit 50km/h befahrbare Weiche angebunden ist, stehen diverse Transrapid Fahrzeuge und auch Wartungswagen herum.
Hier befindet sich auch das Besucherzentrum um dessen Betreuung sich ein Verein kümmert, vermutluch daher sieht das Gelände auch relativ gepflegt aus.
Eigentlich sollte der Abriss der Anlage schon 2012 beginnen, aber bisher ist nichts zu erkennen. Laut Wikipedia plant mit Stand September 2025 die Bundesregierung mit einem Abschluss des Rückbaus bis 2034 was vsl 68 Mio € kosten wird, aber bisher nur zu 1/3 finanziert ist.
Auf dem Gelände liegen auch Fahrbahnelemente in Zaunnähe so dass man sich diese genauer ansehen kann, bei einem Transrapid Wagen ist die Verkleidung der Spurführung entfernt so dass man die Gegenseite welche fahrzeugseitig das Schweben ermöglichte erkennen kann.
Bei der Zufahrtweiche befindet sich auch das Kontrollgebäude, Stellwerk würde es eher nicht treffen, in dem 2006 zu der fatalen Fehlentscheidung kam und ein Wartungswagen ein paar Kilometer nördlich noch auf der Strecke war wähend der Transrapid für eine Demonstrationsfahrt für Besucher unterwegs war was zu einem schweren Unglück mit 23 Toten führte.
Weiter gehts an der geraden für bis zu 450km/h ausgelegten Geraden nordwärts. Hier sind auch unterschiedliche und teils wohl erst um 2000 herum eingebaute Fahrwegelemente verbaut.
Die nördlich Weiche ist wie die am Versuchszentrum elektrisch verstell und hydraulisch verriegelbar und im Abzweig (rechter Strang) mit 180km/h befahrbar.
In der nördlichen Kehrschleife gibt es sogar einen kurzen nicht aufgeständerten Abschnitt der die Trasse in Dammlage zeigt.
So, genug mit der inkompatiblen verkehrstechnischen "Fehlentwicklung", es geht mit dem Rad wieder in Richtung Westen nach Dörpen um den Getränkevorrat (Sa sind wegen 3.10. ja die Läden zu) zu aufzufrischen.
Über den Küstenkanal und die Ems geht's hinüber nach Heede zur Pber Übernachtung im Hotel Zur Linde.
Übernachtung im recht neuen Einzelzimmer zu 68€ und eine Halbpension zu 19€, da kann man nicht meckern. Die Suppe und der Braten war 1a.
Es hat auch ein regionales Bier. Das Emsländer Braunbier der Landhaus Brauerei Borchert in Lünne gefällt. Nicht nur wegen der etwas ausgefallen Flaschenform.
Nachdem die Sonne verschwand wurde es, passend zum Dessert, ganzschön frisch auf der Terasse.
Auch wenn die platte Landschaft an sich weniger spektakulär ist wie z. B. auf einer Tour durch die Alpen so hat auch sie interessante und schöne Motive zu bieten.
Erstaunt war ich, neben den Motiven am Dortmund-Ems-Kanal, vom dichten Schiffsverkehr auf ihm. Was man hier in 1h an Schiffen sieht, dafür braucht es am Main-Donau-Kanal mindestens einen ganzen Tag.
Mit 108km und einem Restakku von 34% bei einer Eigenleustung von 64% an der Kette war es die bisher längste Etappe der Tour (bei geplanten 102km).
Morgen geht's nach Emden, inkl. einem Abstecher zur seit dieser Woche wieder befahrenen Wunderlinie nach der Wiederherstellung der von einem Schiff irreparabel beschädigten Friesenbrücke.
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