Heute stand mit eine der längsten Etappen und mit ordentlich Höhenmetern an. Es ging über den Arlberg nach Feldkirch.
Das Wetter passt, Regen ist erstmal nicht angesagt.
Nach dem Frühstück geht es kurz nach 9 Uhr erstmal auf die Suche nach dem Nordportal des Schlossbergtunnels der nicht final realisierten Reschenbahn und wie gestern vermutet sah ich es nicht da ich auf dem Weg zum Hotel darüber gefahren bin :-D
Danch wiede am Inn runter zur Btücke der Arlbergstrecke über den Inn.
Schon kurz nach der Mündung der Sana in den Inn beginnt der Anstieg in Richtung St. Anton am Arlberg und dabei hält der offizielle Radweg noch etliche zusätzliche verlorene Höhenmeter vor.
Gegenüber der Trisanabrücke hat es einen Holzlagerplatz und so ergibt sich ein Standort zim Fotografieren. Wie bereits 2022 als drunter durch in Richtung Ischgl fuhr steht die Sonne eher ungünstig und in ein paar Jahren wurd der Standort auch zugewachsen sein.
Vor dem RailJet nach Zürich fährt einer der wenigen Regionalzüge (im DB Navigator als D-Zug dargestellt) Richtung Bregenz. Dieser ist auch eine der wenigen Verbindungen die sowohl in St. Anton am Ostportal und Langen am Westportal des Arlbergtunnels hält, die stündlichen RailJet halten dort jeweils zweistündlich abwechselnd.
Und weiter das von der Rosanna durchflossrne Stanzertal hinauf, Fotostellen zur Bahnstrecke gibt es hier recht wenige. Das Tal ist abwechslungsreich und die Strasse nicht allzustark befahren.
Erst bei St. Valentin ergibt sich ein recht brauchbarer Abschnitt der dann für die berg- und talwärts fahrenden RailJets genutzt wird.
Wie bereits die letzten Tage kommt am späteren Vormittag wieder zeitweise stärkerer Wind auf. Blöd in Kombination mit einer Bergfahrt.
Ab dem Fotostandort wurde die
Arlbergbahn neu trassiert und aus dem Ortskern von St. Anton herausgenommen und zusätzlich zweigleisig trassiert.
Von der alten Trasse ist nichts mehr bzw. teils überbaut und daher fahre ich auf der alten Arlbergstrasse durch St. Anton. Der Fokus liegt hier im Wintersport, was neben der relativ ruhigen Fußgängerzone auch daran zu erkennen ist dass kaum eine der Seilbahnen in Betrieb ist.
Der im letzten Bild zu sehende Kreisel dürfte im ehemaligen Bahnhofsgelände gelegen sein.
Kurz danach beginnt der starke Anstieg hinauf zum Pass. Die Steigung ist auch außerhalb des Ort recht stramm, wenn auch weniger steil aber durchgehend ansteigend. Selbst u. a. den Gotthard hatte ich weniger steil un Erinnerung. Den langen Tunnel vor St. Christoph ist eigentlich eine Lawinenschutzgallerie und kann umfahren werden was bei fehlendem Seitenstreifen von Vorteil ist.
Kurz nach St. Johann, wird dann auf knapp 1.800m.ü.M. die
Arlberg Passhöhe erreicht.
Kleine Kaffeepause, es ist relativ frisch hier aber noch nicht kühl genug für die Jacke.
St. Johann liegt direkt über den parallel verlaufenden Tunnelröhren des Strasse- und Bahntunnel durch den Arlberg.
Alle Pässe sind frei, auch die Strasse nach Langen (am Arlberg). Zu Hause ist der Weg nach Langen (Hessen) weniger anstrengend zu erreichen ;-)
Hier oben ist 1/3 der Tagesetappe geschafft, aber der 800er Akku ist bereits auf 25% runter.
Kurz nach dem Pass wird Tirol verlassen und Vorarlberg erreicht.
Von den drei Seilbahnen in Rauz läuft nur die Anlage Albona II.
Es folgt die Verzweigungen nach Lech am Arlberg. Wollte ich in den Bregenzerwald wäre hier nochmal ein Anstieg durch diverse Tunnel und Galerien nötig.
Aber für mich geht's jetzt erstmal bergab nach Stuben, mit etlichen Kehrschleifen.
Den Pass kommt ein historischer LKW herunter, der Grössenvergleich zum entgegenkommenden modernen LKW ist eindrücklich.
Im Gegensatz zu diversen Stecken der letzten Tage hat man hier die Kehren nicht abgezählt sondern schlicht "viele Kurven" unter das Warnschild geschrieben
Hinter Stuben sind die Kehren aufgebraucht aber nach Langen geht es immernoch stramm bergab, gut vom Wind gebremst.
Wäre der RailJet nach Wien 30sec früher abgefahren hätte er es mit dem Kiss der Westbahn ins Bild geschafft.
Es rollt sich gut und ohne Akkuverbrauch weiter hinab bus Dalaas. Mit Doppel A statt Doppel L und die Southfork Ranch von J. R. Ewing hätte hier im Tal eh keinen Platz :-)
Der Bahnhof liegt rekativ weit oberhalb der sich im Talboden befindenden Strasse. Na dann mal ein paar Amper durch den Motor jagen.
Ausser in Langen und St. Anton gibt es keine Personenzughalte auf der Bergstrecke mehr.
Aber Dalaas ist noch Instandhaltungstützpunkt der ÖBB und Ausweichbahnhof da die Strecke auf der Westseite fast durchgehend eingleisig ist.
Es kommt auch noch der RailJet im Klimaticket Werbedesign vorbei.
Ubd weiter hinunter nach Bludenz.
Nein der See ist kein Freibad sondern ein Sammelbecken fürs Kraftwerk und zudem ist das Betreten der Bahnanlage (ÖBB Kraftwerk?) verboten, nur falls Jesus mal wieder übers Wasser gehen will?
Kurz vor Bludenz wird dann das das untere Ende der westlichen Arlbergrampe erreicht.
Die Brücke über die Ill der Anschlussbahn zum Umspannwerk wird als Wander- und Radwegbrücke genutzt. Oft kommen ja keine Trafotransporte vor.
Durch den recht weiten Talboden gehts im Gegenwind weiter Richtung Feldkirch.
Kurz vor Frastranz ist der Akku auf 5% runter was laut Anzeige vielleicht bis Feldkirch aber nicht bus zum Hotel hinter Feldkirch reicht und ich hänge den 250er Zusatzakku ein. Mit nun 28% von 800+250Ah sollte das Ziel bequem erreichbar sein.
Vorbeu an ehemaligeb Baggerseen (?) die aber nur zum Fischen genutzt werden und die Engstelle vor Feldkirch wo such die Ill und Strasse hindurchquetschen wird Feldkirch erreicht.
Noch etwas durch die schöne Altstadt über die zur zum Radweg umgebaute Verbindungsstrasse geht's wieder an die Ill bis nach Nofels.
Check in im Hotel Gasthof Löwen und noch kurz ins Nachbarort(steil) zum Supermarkt für die Getränkevorräte. Mit Zusatzakku hat es nun 23%. Die Annahme dass es fast auch ohne Zusatzakku gereicht hätte bestätigt sichh somit. Es zeigt auch dass der Zusatzakku wie beim älteren Dual-Batteriesystem stets vom höher geladenen die Leistung bezieht da der 800er nicht weiter entladen wurde. Erst bei gleicher Restladung wechseln das System dann alle 2-3% den Akku.
Abendessen mit hiesigen Apfelwein, hier Most genannt.
Zum Abschluss noch ein Bierchen aus dem Bregenzerwald auf dem Zimmer.
Die GPS Aufzeichnung in der Bosch FlowApp hatte zwischen der Trisanabrücke und St. Valentin ausgesetzt. Die Navigation über das Kiox lief aber ganz normal. Komisch.
Daher habe ich die Tour nach Komoot zurückimportiert und den "Luftlinenabschnitt" händisch nachgetragen.
Interessanter weise zeigt die Bosch FlowApp trotz Luftlinenabschnitt 3km mehr Fahrstrecke aber 287 weniger Höhenmeter aufwärts gegenüber Komoot an. Komisch...
Morgen geht's nach Lichtenstein und rein in die Schweiz.