Mittwoch, 29. Juli 2026

Sommerradtour 2026 - Die letzte Etappe nach Hause

Alkes hat ein Ende und so stand heute auch die letzte Etappe der Sommerradtour 2026 an.
Die gestrige Langstrecke steckt mir etwas in den Knochen und die Wettervorhersage mit über 30°C machte es heute nicht weniger anstrengend. 

Aber erstmal wird sich beim Frühstück gestärkt und das Fahrrad bepackt, dann geht's runter nach Wiesloch. 
Im benachbarten Nußloch ist die Materialseilbahn von der Kalkgrube nach Leimen zum Werk im wesentlichen zurückgebaut. Nur die Masten und Schutzbrücken stehen teils noch.
Keine Ahnung was derjenige geraucht hat der den alternativen östlichen/oberen Radweg durchs Ort und rüber nach Leimen geplant hat, aber es muss versammt krasses Zeug gewesen sein. 
Selten eine so wirre und mit mit verlorenen Höhenmetern gespickte Routenführung erlebt. Das nächste mal bleib ich auf der Hauptstraße. 
Noch ein wenig durch die Weinberge und die Vororte von Heidelberg werden erreicht. 
Auf gut ausgebauten Radwegen gehts nun zum Neckar...
... und dieser wurd alsbald überquert.
Die die Versuche die Strassbahn ohne Autos oder Radfahrer ablichten scheitern kläglich. 
Also weiter nach Dossenheim. 
Die Buschenschänke der Winzergenossenschaft Schriesheim öffnet leider erst Donnerstag Nachmittag wieder. Der Boxenstopp entfällt somit.
Un so schneller geht's weiter nach Weinheim.
Wo auch mal ein Strassenbahnfoto ohne Autoschaden gelingt. Wobei Tram hier nicht der ganz passende Begriff ist da es sich hier um eine Strecke der ehemalige OEG handelt die als schmalspurige Eisenbahn betrieben wird. 
Eher nicht mehr betrieben wird dagegen der Rest der ehemaligen Strecke von Weinheim nach Worms auf dem zuketzt noch die Spedition Pfennig in Viernheim angedient wurde. 
Durch Weinheim hindurch geht's nun über Hemsbach nach Heppenheim. 
Es wird langsam unangenehm warm.
Im Edeka hinter dem Bahnhof wird nochmal der Getränkevorrat ergänzt bevor dann via des Hambacher Tas der Odenwald erklommen wurde.
Der Anstieg bis Schannenbach ist kontinuierlich und teils recht steil und saugt somit gut an Akku.
Nach Schannenbach geht's erstmal wieder runter. 
Und nach kurzen Zwischenanstieg gehts rubter nach Gadernheim nur um dann die ganzen Höhenmeter nach Neunkirchenwieder hinaufzuochsen.
Kurze Rast mit Ausblick ins Rhein-Main-Gebiet und weiter geht's. 
Ab durchs Örtchen und vorbei am ehemaligen Skilift hinunter nach Steinau und rüber nach Messbach mit einem guten Blick aufs Schloss Lichtenberg.
Der alte Bundesbahn "Von Haus zu Haus" Container, ein früher Vorfahre der heutigen Standardcontainer, steht immernoch am Ortseingang von Niedernhausen.
Von jetzt an ist es nicht mehr weit und nach Zwischenstation beim Netto in Gross Bieberau ist das heimatlichen Reinheim erreicht und bei der Hitze bin ich auch froh es nun erreicht zu haben. 
Der Zusatzakku wurde nicht gebraucht, obschon der Anstieg nach Neunkirchen sehr am Akku gesaugt hat und nurnoch 2% Restakku des 800er übrig waren.

Hier noch der Link zur Zusammenfassung der Sommerradtour 2026 als Collage bei Komoot (ggf. nur verknüpfte Nutzer sichtbar)
20 Tage und 7 Länder. 

Dienstag, 28. Juli 2026

Langstrecke von Kork nach Wiesloch

Geplant waren 115 km geworden sind es letztendlich 126 km von Kork nach Wiesloch. 
Das toppt zwar nicht die letztjährige Etappe vom Brenner ins Vinschgau, aber trotz Temperaturen um die 30°C war es doch ganz angenehm zu fahren.
Also wurde sich erstmal gut gestärkt, der Hirsch in Kork geht definitiv in die Positivliste für Übernachtungen über, und nach 9 geht's dann Richtung Norden los, mit kleinem Stopp am Bü wo die Kollegen gerade das Schalthaus streichen, aber nicht mit der Zentralisten Wunderfarbe sondern konventionell. Denn auch hier werden die SH regelmäßig beschmiert und dann ist die Wunderfarbe (bring angeblich 2 °C weniger im SH) unwirksam. ich würde ja wilden Wein bevorzugen. 
Durchs platte Land des Oberrheingraben geht's weiter bach Rheinbischofsheim mit seiner markanten Kirche..
Und noch weiter durchs platte Land und die Sonne meint es gut.
Ab jbd zu kommt auch mal Wasser vorbei, zum Glück nur als Fluss. Wobei der Boden nach Regen dürstet.
In Lichtenau-Ulm am ehemaligen Bahnhof der ehemaligen meterspurigen Strecke von Schwarzach nach Kehl der Mittelbadischen Eisenbahnen findet sich eine alte Achse und eine informative Infotafel.
Kaum zu glauben dass die zwei Häuser einst beide Gasthäuser waren zwischen denen sich die Bahn hindurchquetschen musste.
Abschnittsweise auf der alten Bahnstrecke geht's nun nach Schwarzach.
Zwischen Bühl über Schwarzach zur Chemieindustrie bei Geffern wurde die Strecke auf Nornalspur umgespurt.
Leider kam gerade keine Übergabe vorbei und in Anbetracht der Langstrecke ist auch kein großartiges Warten drin.
Von Stollhofen nach Söllingen wurde auch umgespurt. Das Gleis ist zwar gut im Schuss, endet aber eher ungenutzt vor Söllingen. 
Der ehemalige Bahnhof wurde durch einen Discounter überbaut.
In Söllingen erinnert ein Starfighter (?) an den ehemaligen Kanadischen Fliegerhorst auf dem benachbten heutigen Flughafen Baden-Baden.
Über die Dörfer und ab und an vielleicht auchcauf der alten Bahntrasse geht's nun weiter nach Rastatt und just als ich ankomme zerrt eine V90 einen Autozug aus dem Mercedes Werkgelände auf die ehemalige Strecke von Rastatt nach dem französischen Roppenheim, welche aber nurnoch bis Wintersdorf befahr ist und das ab dem Anschluss zu Mercedes auch nur sehr selten.
Flott geht's dann durch Rastatt.
Hinter Rastatt dann Baustellen, von daher plane ich auf die Verbindung nach Ettlingen via Muggensturm statt entlang der B3 um.
Mit Lichthupe und Makrofon wurde von der Lokleerfahrt gegrüsst.
Und leicht vom Regionalbus ausgebremst ;-) wurde Ettlingen erreicht.
Leider kam gerade keine Stadtbahn vorbei.
Und von Ettlingen nach KA-Durlach war es dann eigentlich nurnoch ein Katzensprung.
Am Marktplatz wird die Stadtbahn abgefangen (siehe auch Titelbild) und zur seit Dezember 2024 eingestellten Turmbergbahn gefahren. 
Die Gleise ab der Ausweiche inkl. der Talstation sind komplett zurückgebaut, weiter unten an der Stadbahnhaltestelle Turmbergbahn laufen wie es scheint erste Voreitungen um die Talstation hierher zu verlegen. 
Zwischen Durlach und Bruchsal geht's wieder etwas flacher entlang und eine AVG Güterzuglok nach Bruchsal und ein von dort kommender ICE3 kommen vorbei. 
Kurz vor Bruchsal kommt ein IC2 aus Stuttgart und kurz darauf einer Richtung Stuttgart vorbei bevor es quer durchs Bruchsal nach Norden geht.
Dabei geht's vorbei am Bruchsaler Schloss und dann nach Ubstadt wo hinter der Station Uhlandstrasse eine Stadtbahn aus Odenheim vorbeikommt.
Zwischen Bad Schönborn Süd und Bad Schönborn Kronau dann ein kleines Wettrennen mit einem ICE1 der ins Gegegengleis Richtung Heidelberg übergeleitet wird. Der ICE gewinnt  :-D
Die Masten der Quertragewerke der Oberleitung in Bad Schönborn Kronau sind komplett mit Storchennestern belegt. 
Jetzt gfhts in den Endspurt über. Nurnoch ca. 8km bis zur Übernachtung. 
Ubd nicht lange nach der Überquerung der A6 wird nach 6"09h Fahrtzeit  (ohne Standzeiten) das Landgasthaus Gänsberg erreicht. Wie beim letzten mal mit Übernachtung im Zimmer 1.
Geduscht und frisch gemacht gehts zum Abendessen was wie gewohnt überzeugt. Dafür nimmt msn gerne die Langstrecke in Kauf.
Der Wespe scheibt das Wasser im Blumenglas besser zu schmecken wie das vom nahen Brunnen.
Wie üblich hier noch der Link zur heutigen "Langstrecke" von Kork nach Wiesloch bei Komoot. ( https://www.komoot.de/tour/3149981611?ref=aso&t_s=referral&t_cid=route_share&share_token=asUtUauflbnKTDnpCEu4TRVtuqEQP1nOkyXRNAZC06mf4yiH30 )

Morgen geht's mirmt der letzten Etappe nach Hause.

Montag, 27. Juli 2026

Am Rhein-Rhone-Kanal entlang nach Norden

Nach der dank flüster Ventilator guten Nacht und einem sehr überzeugenden Frühstück war es nach 9 wieder Zeit aufzubrechen.
Ich denke, das war heute die entspannteste Etappe der ganzen Tour.

Erstmal ohne weiteren Text. Wird später nachgeholt. 

Erstmal ging es durch die Weinberge nach Jechtingen.
Woran erkennt man dass der Zug gleich kommt? Wenn die Fotowolke ihren Schatten vorbeischickt.
Weiter nach Sasbach um im Edeka den Getränkevorrat aufzufrischen und anschließend ging es runter an den Rhein wo das alte Zollhäuschen heute dem Tourismusbüro dient. 
Die Brücke bringt much über den Rhein und nach kurzer "Inselfahrt" und vorbei an der Schleuse wird das Generatorenhaus des Laufwasserwerks Markolsheim passiert.
Noch ein wenig auf dem Standstreifen fahren und Marckolsheim wird erreicht.
Durch die Altstadt geht's weiter zum Rhein-Rhone-Kanal. Hier ist der Kanal nicht mehr befahrbar, dient aber als Verbindung zur Wasserversorgung. 
So besteht hier keine Brücken sondern nurnoch ein Durchlass.
Was aber dann auffällt ist dass derzeit fast alle Schleusen saniert und mit neuen Schleusentoren versehen werden. Im Wikipedia Artikel zum Rhein-Rhone-Kanal ist zu finden dass bis 2029 der aktuell unbefahrbare Abschnitt zwischen dem Abzweig zum Rhein bei Friesenheim und dem Seitenkanal nach Colmar bei Artzenheim wieder befahrbar gemacht werden soll.
Bis dahin haben die Schwäne noch ihre Ruhe vor Hausbooten. Es sieht nur so aus als sei der Wasserstand niedrig, die Schwäne stehen jedoch schlicht nur auf einem quer im Wasser liegenden Baumstamm. 
Nördlich des Abzweigs zum Rhein bei Friesenheim ist der Kanal gut doppelt so breit und befahrbar, jedoch habe ich auf der Gesamtstrecke bis Strasbourg krin einziges fahrendes Boot gesehen.
Die Schleusen werden hier mittels eines in Kanalmitte hängenden Schalter angefordert. 
Ein paar Schiffe hat es, die meisten sehen aber dabach aus als seien sie hier dauerhaft festgemacht. 
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Zum Abschluss wie üblich der Link zu Komoot zur heutigen Etappe.
Morgen steht mit geplant 115km die längste und vorletzte Etappe der Sommerradtour an.

Sonntag, 26. Juli 2026

Die Sommerradtour 2026 geht in die Endphase

Der Großteil der Sommerradtour ist geschafft und nach dem Basel Tattoo geht es nun relativ direkt in vier Etappen nach Hause.
Das Hotel war heute Nacht ausgebucht aber beim Frühstück hat es heute keinen Massenauflauf wie gestern.
Das Wetter ist eher suppig bis dunstig und die ausgelatschten Treter landen in der Tonne. 
Wie üblich nach 9 Uhr geht es durchs Industriegebiet von Weil Richtung des Stauwehr des Altrhein bei Märkt.
Dabei komme ich auch ohne Einzukehren am Gasthaus am Bootssteg vorbei. 
Vorbei auch am Bunker vor dem Wehr ist dann die Grenztüre an Wehr offen, nur das Schild daneben zeigt mit offen und geschlossen "Schrödingers Grenzübergang" an ;-)
Und so geht's rüber nach Frankreich. 
Der Text auf der Strasse der einfach nur darauf hinweisen will dass Dienstfahrzeuge der EDF als Kraftwerksbetreiber Vorrang haben sind auf französisch irgendwie verständlicher ...
Über die Schleuse und Kraftwerk von Kembs wird der alte Canal de Huningue erreicht der eine parallele Verbindung zum Rhein zwischen Huningue und Kembs herstellte. Das Ende in Huningue liegt nicht weit von der Dreiländerbrücke entfernt. 
Heutzutage ist der Kanal für den Schiffsverkehr viel zu klein und ungenutzt.
Und so rollt es sich entspannt am sltfn Kanal nach Kembs. Ab dessen altem Hafen wird der Kanal auch wieder für Sport- und Hausboote genutzt, aber bitte nur mit maximal 6 km/h.
Kurz darauf wurd bei Niffer die Écluse Kembs-Niffer erreicht. Die hier bestehende Schleusenanlage stellt die Verknüpfung von Rhein, dem nach Mulhouse führenden Rhein-Rhone-Kanal und dem Canal de Huningue her.
Das Verwaltungs und Kontrollgebäude von 1995 sieht schon sehr "spacig" aus.
Der einst von hier bis Strasbourg führende Rhein-Rhone-Kanal ist ab Niffer aufgegeben und besteht erst weiter nördlich wieder. 
So geht es nun zumeist auf Feldwegen aber auch auf Landstraßen bzw. deren begleitende Radwege durchs platte Land. Da es recht dunstig ist kann man auch nur selten die Vogesen oder den Schwarzwald erkennen. 
Zur Herausforderung werden bisweilen die Bewässerungsanlagen die teils recht ungeniert Regenschauer über den Wegen erzeugen. 
In Bantzenheim wird die Bahnstrecke zwischen dem Badischen Mülheim und dem Elsässer Mulhouse passiert. 
Interessant finde ich die an französischen Bahnübergängen stets vorhandenen Sprechstellen mit Infos wie man den Bü umgehen kann, aber auch mit welchem Wortlaut man allfällige Störungen melden soll. 
Die Strasse vom Bahnhof nach Bantzenheim ist gesperrt worauf auch in Elsässer Dialekt hingewiesen wird.
Obwohl die Bahnstrecke elektrifiziert ist findet der im 2h Stolpertakt Nahverkehr zwischen Mulhouse und Müllheim weiterhin mit Dieseltriebwagen statt. 
Nach dem Zug nach Mülheim und zurück nach Mulhouse geht es rüber nach Bantzenheim. 
Im Bahnhof von Bantzenheim zweigt einerseits ein umfangreicher Gleisanschluss als auch die ehemalige Strecke nach Vogelsheim (gegenüber von Breisach) ab. 
Bis Fessenheim wird diese noch als Anschluss zum Wasserkraftwerk und dem AKW (selten) genutzt.
Ab Fessenhein verläuft der Radweg großteils schnurgerade auf der alten Bahntrasse. 
Bei Heiteren ist die Bahntrasse in den Feldern aufgegangen und es ist ein Schlenker durchs Ort nötig um hinter dem Ort bis hinter Agolsheim dieser wieder zu folgen.
Über die Rheinbrücken über den Rheinseitenkanal und den Rhein geht's rüber nach Breisach. 
Über den Wiederaufbau der Bahnstrecke zwischen Breisach und Volgelsheim / Neuf-Brisach um die Verbindung zwischen Freiburg und Colmar wiederherzustellen. Aber die Mühlen mahlen hierzu sehr langsam. Auf französischer Seite dient die Strecke nurnoch dem Güterverkehr welcher ab Neuf-Brisach in ein weitverzweigtes Industriegleisnetz übergeht welches auch von einer Museumsbahn genutzt wird. 
Durch Breisach geht's erstmal wieder runter Richtung Rhein.
Warum der Schlenker durchs Ort. Eis, was sonst ;-) Schon auf anderen Touren kehrte ich hier gerne ein.
Gut gestärkt geht's nun in den Endspurt. 
Ich bin immerwieder begeistert wie sich die kleine und noch vor 10 Jahen im "Stolpertakt" und mit Nebenbahncharme bediente SWEG Strecke mit der Elektrifizierung zu einer vollwertigen Nahverkehrslinie mit sauberem Stundentakt von 5 bis 24 Uhr und barrierefreien Zugang gewandelt hat. Auch die schon öfter stilllegungungsgefähdete Strecke von Freiburg nach Breisach wurde saniert und elektrifiziert. Somit kann man rund um den Königsstuhl bequem und elektrisch Bahnfahren. 
Kurz darauf wurde das Hotel Kreuz Post am Ortsrand erreicht.
Zimmerbezug und Duschen dann gehts zur inkludierten Halbpension. Die Küche ist wirklich gut.
Zimmer übrigens mit Bahnsicht.
Hier die obligatorische Aufzeichnung der Tour bei Komoot.
Morgen geht's weiter nach Kork bei Kehl.
Vsl. ab Markolsheim am ab dort wieder bestehenden Rhein-Rhone-Kanal entlang nach Strasbourg.