Sehr wechselhaft war das Wetter und immer wenn die Klamotten wieder annähernd trocken waren kam wieder ein kurzer Schauer vorbei. Aber mit realen Rückenwind nach dem ersten 1/4 der Strecke an der Küste entlang nach Norddeich Mole lässt sich auch gut fahren. Nach über 70km noch 50% Akku. Wind sei Dank.
Aber alleine der Leuchtturm bei Pilsum mit Sonne und dramatischen Himmel, das war es wert.
Somit schließt der Sonntag vor der Rückreise versöhnlich ab.
Mehr Text zu den Bildern gibt's später. Ggf. habe ich morgen im Zug Zeit dafür.
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Der letzt echte / volle Tourtag der Herbstradtour 2026 steht an.
Ursprünglich wollte ich heute die Farten der
Museumsbahn zwischen Norden und Dornum zum Fotografieren verfolgen, da deren Streckenlänge aber immernoch in der Instadsetzung steckt verkehren in der Saison 2026 bisher keine Fahrren, erst im Dezember soll es wohl wieder losgehen.
Naja, vielleicht hole ich das zusammen mit einer Tour zur Torfbahn in der Esterweger Dose östlich von Papenburg nach.Also wurde ein Plan B entwickelt. Das Wetter sollte wie gestern relativ wechselhaft sein,aber "nur" mit kleinen Regengebieten, die aber dummerweise vermehrt Vormittags durchziehen sollten. Aber um 9 Uhr herum sollten die dicksten Wolkenfelder durch sein und da der Wind aus West/Südwest kommen sollte fiel die Routenplanung auf der Küste entlang hinauf nach Norddeich Mole und mir dem Zug zurück.
Neben dem Hochbunker am Hauptbahnhof rostet eine 44er vor sich hin. Ein Plakat am Teder verkündet aber dass ein Verein die Reaktivierung plant. Als klassische Erzzuglok wäre sie auf der Emsstrecke auch gut aufgehoben.
Rund um den Bunker befindet sich eine 5" Bahn dessen Verein gerade anfängt für den sonntäglichen Fahrtag aufzubauen. Mal sehen ob ich sie auf dem Rückweg noch in Betrieb sehe.
Über die Ausfallstraße durchs Industriegebiet nördluch des VW Werks geht's vorbei an der Windmühle von Larrelt geht's durch Wybelsum und bei strammen Gegenwind durchs platte Land weiter zum Schöpfwerk bei Rhysum.
Und natürlich regnet es auch immer mal kurz, aber die dicksten Wolken scheinen mich nicht zu erwischen.
Schöpfwerke sorgen ringsum dafür dass die je nach Meerespegel mal mehr oder weniger unter dem Meeresspiegel liegende Siele ins Meer Entwässerung werden können. Ohne sie würde das Land hinterm Deich über kurz oder lang ablaufen. Versorgt wird das Schöpfers primät von zwei benachbarten Windkraftanlagen und somit energetisch neutral.
Nebenan steht der doch recht imposante Radarturm mit "Kommandozentrale" der Schifffahrts Verkehrszentrale Emden.
Ab hier habe ich den Wind und (zeitweise) Regen direkt oder halbschräg im Rücken was das Fahren sehr viel angenehmer macht.
Das Ortsschild von Rhysum ist übrigens verdreht, das Dorf ist keine Sackgasse.
Durch das kleine Ort ist als Rundwarft angelegt, danach wieder übers Land nach Loquard und dort durch den ebenfalls rund um die Kirche im Kreis angelegten Ortskern weiter nach Campen wo ich einen kurzen aber heftigen Regenschauer in der für 4 Busse am Tag (nur Schultage) doch recht luxuriös erscheinenden Wartehütte abwarten bevor es nochmal gegen den Wind zum Deich geht.
Mit 65m ist er einer der weltweit höchsten seiner Art und mitlerweile über 135 Jahre alt.
Auf der Seeseite hehts nun vor dem Deich weiter Richtung Pilsum.
Ab und zu wechselt der Weg die Damnseite, dank Rückenwind fährt es sich sehr entspannt und zügig so dass die Motorunterstützung kaum noch was zu tun hat.
Und ab und zu kommt sogar mal eine Wolkendecke vorbei.
Vorbei an den Rasenmäääähern der Deiche kommt langsam der
Leuchtturm von Pilsum in Sicht, wobei der Himmel sich dramatisch verfinstert, aber die Wolken ziehen von mir weg. Leider mit dem Foto nicht sauber einzufangen sahen mehrere Vogelschwärme silbrig schimmernd von der Sonne angestrahlt vor der dunklen Wolkendecke sehr interessant aus.
Heute ist Tag der Zugvogelbeobachtung und daher der Turm geöffnet. Aktiv ist der Turm beispielsweise über 100 Jahre nichtmehr aber weiterhin eine recht bekannte Landmarke.
Handyfoto auf Fernrohr lässt rüber nach Eemshaven blicken bevor es weiter nach Greetsiel geht, während ein kurzer Schauer mal wieder die fast wieder trockenen Klamotten wieder durchnässt.
Das Dorf Greetsiel ist recht gut von Sonntagsausflüglern besucht und besteht gefühlt nur aus Läden und Gastronomie in den historischen Gebäuden besteht. Der Hafen passt dabei gut ins Gesamtbild.
Am östlichen Ortsrand noch zwei Windmühlen abgelichtet und weiter geht's. Leider ist der Weg am Deich gesperrt und so geht's an der Strasse und dem Störtebekerkanal weiter Richtung Norden (Sowohl dem Ort als auch Himmelsrichtung).
Das Schöpfwerk am Leybuchtsiel gibt Einblickauf die Motoren und Pumpen kurz darauf folgt eine Klappbrücke mit Sperrwerk bevor es Weuter in die "Zielgerade" nach Norden geht.
Alsbald ist Norden und eine der dortigen Windmühlen in Sicht und bald das Ort erreicht.
Durchs Ort geht's an zwei weiteren Windmühlen zum Bahnhof. Leider hat auch das Museum im Lokschuppen heute nicht geöffnet.
Bevor im Dezember wie angekündigt die Nikolausfahrten stattfinden ist auch noch einiges an Vegetation an der Strecke zurückzuschneiden wie am nördlich der Verzweigung liegenden Bahnübergang (links gehts nach Norddeich, rechts die ehemalige
Küstenbahn nach Dornum und Jever) gut zu sehen ist. Irgedwie scheint es dass die in Reparatur befindliche Lok nicht das einzige Problem des Vereins ist. Ich hoffe für die Zukunft aber mal auf das Beste.
Beim Weiterfahren hat mich der Signalschirm des Einfahrsignal aus Richtung Nordeich überrascht. Hat es doch irgendwie eine Optik zu viel. Es scheint mit dem elektromechanischen Stellwerk Bauform VES 1912 von 1954 zusammenzuhängen. Interessanterweise bedient der Fdl in Norden einmal dieörtliche Alttechnik als auch das Bombardier ESTW EBI LOCK 500 DB in Norddeich.
Aber bevor Norddeich erreicht wird geht's durch die Altstadt von Norden und auf die recht breit ausgelegte Strasse nach Norddeich.
Auf halber Strecke zwischen Norden und Norddeich biege ich zur Bahnstrecke ab und erlege eine IC2 Garnitur nach Norddeich als es gerade, trotz eigentlich teils blauen Himmel, wieder mal kurz einen Schauer runter haut.
Norddeich Mole ist nur ein einzelnes Gleis das aks Bahnhofsteil von Norddeich bedient wird. Gerade kehrt der RE1 zur Abstellung in Norddeich zurück um Platz für die zuvor schon nsl fotografierte IC2 Garnitur zu machen.
Noch eine Runde im den Hafen, auf dem Damm sind etliche dabei Drachen steigen zu lassen und es kommt wieder die Sonne raus.
Am Ende des Hafendeichs ist nun auch der nördlichste Festlandpunkt der Tour erreicht und in etwa der Höhe des neuen Leuchtturms in Borkum liegt.
Jetzt ist es langsam Zeit zum "Bahnhof" zurückzukehren wo zunächst wieder ein RE ankommt und leer nach Norddeich zur Abstellung rangiert bevor der IC2 bereitgestellt wird.
Der Bahnsteig ist derweil recht gut belegt, in Norddeich steht nämlich ein Touristik Charterzug bereit der nach der Abfahrt des IC bereitgestellt werden wird.
Die IC sind übrigens zwischen Leer und Norddeich Mole zum Nahverkehrstarif nutzbar, dank D-Ticket brauchte ich nur eine FV-Fahrradkarte mit Reservierung. Oder ich wäre halt 1h später mit dem RE gefahren. Aber ich betrachte es mal als Testverladung für morgen.
Das Rad nimmt ob der ca. 45° Stellung zur Fahrzeugachse gefühlt jede kleine Welke im Oberbau heftig schaukelnd mit. Ich wähle den Klappsitz zum Sitzen hinter dem Rad und kann das Rad dadurch etwas stabilisieren. Morgen werde ich es etwas mit Spanngummis stabilisieren bzw. fixieren.
Nach knapp über einer halben Stunde Fahrtzeit bin ich wieder in Emden.
Mit eine der letzten Rundfahrten der kleinen Züge neben der grossen Lok kann ich noch einfangen, die Dampfloks werden derweil am Lokschuppen gerade abgetastet.
Zum Abendessen geht's dann zum Goldenen Adler am Alten Hafen.
Sehr empfehlenswert, der Smutje-Teller mit Hering, Lachs und Labskaus gefällt und zum Abschluss noch was Süsses und ein Kruiden zum verdauen.
So, morgen geht's nach Hause. Aktuell sind noch keine Änderungen der vor einer Woche gewählten Alternativverbindung (im Grunde die Originalvernindung) anstehend.