Das Signal bei Toblach stand so schön vor den gezackten Bergspitzen der Dolomiten, da musste es das Titelbild werden.
So richtig sieht das Wetter am morgen nicht und für den Nachmittag sind Gewitter gemeldet. Lassen wir uns überraschen.
Gut gestärkt ging es kurz nach 9 Uhr mit der Etappe Nr. 7 los.
In der Ortsmitte von San Vito wurdn Bahndamm und Brücke komplett entfernt und so ist bei der Kirche eine "Delle" zu fahren.
Ab der "Delle" ist der Radweg auch erneuert. Ob es die Markierung mag jeder für sich entscheiden. Insbesondere das die einzelnen Fahrspuren kaum Radbreite (Lenker) besitzen.
Der renovierten Abschnitt endet hinter denäm ehemaligen Bahnhof Chiappuzza.
Danach wird der Weg schmäler und ungepflegter. Tja liebe Verantwortliche, auch ein Radweg braucht wie jeder Weg kontinuierlich Pflege.
In Abschnitten in denen Murgänge zu erwarten sind hat man sich das Asphaltieren ganz gespart. Komisch, bei der Strasse nicht.
Nach einigen Kilometern wird die einsam im Wald gelegene Station Dogna passiert. Bis 1920 lag hier die Grenze zwischen Österreich und Italien.
Danach wird der Weg immer schmäler und erreicht fast Singletrail S3 Niveau.Der Weg schlägt noch einen komischen Haken und die Wiedereingfädelung parallel zur SS51 erschließt sich auch nicht sofort aber trotzdem wird Cortina d'Ampezzo erreicht.
"La Linea" mahnt zum langsamen Fahren.
Irgendwie sollte man nicht meinen dass Teile der Olympischen Winterspiele 2026 hier nicht schon stattfanden sondern erst 2027 kommen werden so viel wie hier allerorten gewerkelt wird, wie z. B. auch an der Skisprungschanze am Ortseingang.
Die Seilbahn auf den Monte Faloria bzw. zur Zwischenstationen Mandres wurde 1939 errichtet und 1977 durch die heutige Anlage ersetzt.
Irgedwie reizt es mich diese Retro-Bahn zu fahren, aber da rundherum recht eingeschränkte Sicht herrscht spare ich mir die Fahrt dann doch.
Kurz hinter der Talstation rund um den alten Bahnhof ist man auch verstärkt am Bauen zur "Revitalisierung" des Geländes. Daher muss auf die stark befahrene und im Stop an Go Verkehr stockende Hauptstraße ausgewichen werden.
Kurz danach geht's aber wieder auf die bereits 1962, also 6 Jahre nach den Winterspielen, stillgelegte Bahntrasse des Nordabschinitts der Dolomitenbahn.
Aber irgedwann steht die Ortspolizei auf dem Weg und winkt heden hinunter ins Tal, ohne weitere Infos oder Ausschilderungen.
Ein Blick in die Karte lässt drn Schlussfolgerung zu dass es wohl auf der Hauptstraße SS51 weiter gehen soll. Da aber vei einem Weg wieder hinauf zur Bahntrasse keine Absperrung steht und auch andere den Weg nehmen mache ich mich auch auf den Weg zurück zur Bahntrasse.
Aha, der nach 1920 errichtete "rechte Tunnel" ist dauerhaft gesperrt und im alten "linken Tunnel" finden diverse Arbeiten statt. Es deutet auf die Ausstattung für eine Veranstaltung hin.
Msn arrangiert sich mit den am Portal erscheinenden Radlern und Wanderern. Geschoben darf passiert werden.
Wer von Toblach her kam hatte weniger Glück da es nach der dortigen Sperrstelle keinen Wiedereinstieg gab und der Weg hinauf zur SS51 eher ein Trampelfpfad ist.
Ich rolle aber zum Glück weiter recht angenehm in Richtung Passhöhe.
Bis kurz vor der Station Ospitale auf 1468m.ü.M wird die Schlucht recht steil und tief.
Bis hierher wurden trotz Nutzung von "nur" Eco+ ubd Tour+ der Unterstützungsmodi knapp die Hälfte der 800Ah des Akku weggesaugt. Dazu dürfte im Vergleich zu gestern auch der erhöhte "nicht Asphalt" Anteil beigetragen haben der eine erhöhte Reibung erzeugt.
Aber ab jetzt geht's berab und die Region Venetien wird verlassen und das eher deutschsprachige Südtirol erreicht.
So manche Durchfahrt von Bachbetten aus den Seitentäletn verfügen über keine Brücken ubd dürften bei Regen auch nicht als Furt nutzbar sein.
Im Dürrensee spiegeln sich die Berge und diverse im Rostdesign gehaltene Stelen informieren über die Geschichte der Verkehrswege am Pass und dessen einst strategische Geschichte zwischen Österreich und Italien.
Interessant ist auch dass die SS51 bis heute den Titel "Deutsche Strasse" trägt. Ein von der Region Venetien gewünschter autobahnähnlicher Ausbau wurde seitens der Region Südtirol aber stets abgelehnt. Es reicht wohl schon wie man die Brennerzuläufe zubetoniert hat.
Der Weg ist weiterhin nit Vorsicht zu genießen. Imner wieder hst es dzrch den Regen bedingte Auswaschungen und das lose Material sammelt sich dann wiede in Kuhlen an.
Aber der Radweg ist auch recht gut befahren für einen Freitag, sowohl von eBike sks auch ohne Motorunterstützung fahrende im Verhältnis 3 zu 1.
Das alte Empfangsgebäude der Schmalspurbahn auf dem Bahnhofsvorplatz steht nich ibd wird für Evebts genutzt. Auch der Lokschuppen besteht noch, aber eher in einem trostlosen Zustand.
Eine Richtingsänderung ist angesagt, eill uch doch nicht nach Lienz und Villach zurück sondetn Tal abwärts nach Bruneck.
Der Pustertal Radweg ist relativ neu ind hervorragend ausgebaut und so rollt es sich, aber bei teils heftigen Gegenwind talwärts.
Der Italiener hat schon komische Signale. Rot und Grlb gleichzeitig lassen den Zug in die Station Niederdorf einfahren.
Immer ein wenig auf und ab gehts weiter im Tal mal links oder rechts des Fluss entlang und am Olanger Stausee vorbei.
Dort finde ich dann auch eine geeignete Fotostelle, aber prompt als der Zug Richtung Toblach kommt zieht eine Wolke rein, der Gegenzug der im benachbarten Bf Welsberg gekreuzt werden sollte kam nicht und oh Wunder als der nächste Zug Richtung Toblach 1/2h später vorbei kam, da kam auch wieder die Fotowolke vorbei.
Aber mit dem um ca. 15:15 in Welsberg abfahrenden Zug Richtung Franzensfeste gelingt dann doch ein Sonnenfoto mit Zug.
Und dann geht's weiter in Richtung Etappenziel, vorbei an alten Brückenpfeilern und durch Tunnels die wohl für den Kraftwerksbau gebaut wurde. Wie üblich im alpinen Raum jagt man Wasser gerne durch Turbinen.
Noch etwas geht's an der Rienz entlang und um 16 Uhr wird dann, mit 30% Restakku, das Hotel goldene Rose erreicht und das Rad in der Tiefgarage versteckt.
Eigentlich wollte ich ja etwas außerhalb bei einem Bett&Bike eingetragen Gasthof übernachten, aber wer nicht auf Mails reagiert, vermutlich da nur eine Übernachtung, der braucht den Umsatz wohl nicht.
Die Rose liegt recht nett am Rand der Altstadt.
Das Zimmer gefällt und es hat einen grossen aber vergleichbar leisen Dyson Ventilator. Aber gegen das Rauschen der Rienz kommt er bei geöffneten Fenster akustisch eh nicht an 🤣
Aber muss das Hotel direkt an der "Gross Gerau Promenade" liegen ubd mich an das Ort erinnern? Bruneck ist definitiv hübscher gelegen.
Erstmal noch die Getränkevorräte im nahe gelegenen Eurospar ergänzen. Die Ampeln mit Timer wie lange moch Rot oder Grün leuchtet würde ich mir andernorts auch wünschen.
Zum Abendessen kehre ich in einem der als Filialen betriebenen Brauereigasthöfe der Grossbrauerei Forst ein. Würstelteller mit üppigen Beilagensalat und Kartoffelsalat mit abschließenden Bieramusu. Das gefällt.
Wo kam nur dieser Teambus von Arminia Bielefake vor dem Hotel Post her? Gibt es etwa Bielef**d doch in real?
Wie gewohnt hier der Link zur Touraufnahme bei Komoot. Wie fast üblich wurden es ggü. der Planung ein paar Kilometer mehr.
Morgen geht's via Franzensfeste nach Bozen.