Freitag, 2. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Züge, Schiffe und "Magnete" im platten Land

Petrus hat wieder gute Laune, auch wenn es am Vormittag stellenweise noch recht neblig ist.
Auf der alten Bahntrasse gehts nun erstmal Richtung Rheine. Die ehemalige Strecke von Ochtrup nach Rheine wurde sogar zur Fahrradstrasse ausgebaut was ein rasches Vorankommen garantiert da die meisten querenden Wege die Vorfahrt gewähren müssen. 
Es geht aber nicht nach Rheine hinein sondern am Stadtrand wird nach Norden abgezweit um nach Salzbergen zu fahren. 
Kurz hinter Rheine wird NRW verlassen und Niedersachsen erreicht. Ab jetzt sind die Radwegschilder wieder grün.
In Salzbergen scheint die Sonne, aber ausserhalb wird es wieder neblig so dass der von Amsterdam kommende ICE auf der Strecke von Hengelo ubd Bad Bentheim fast im Dunst verschwindet. 
Ich fahre weiter an die Strecke durchs Emsland nach Norddeich und im Nebel kommt ein Kesselwagenzug sowie ein Flirt der Westfalenbahn als RE15 nach Emden vorbei. 
Kurz hinter Leschede klart es dann immer mehr auf.
Bei strahlenden Sonnenschein wird dann südlich von Lingen zunächst der Ems-Vechte-Kanal erreicht und beim ehemaligen KKW Emsland der Dortmund-Ems-Kanal überquert von dem nebenan auch noch eine ehemalige Schleuse existiert. 
Am Kanal geht's nun weiter und an Lingen vorbei. 
Es herrscht ganzschön viel Schiffsverkehr auf dem Kanal, bei der Schleuse Varloh beobachte ich die Ausfahrt der "Niedersachsen 14" und Einfahrt des Schiffs "Bayerischer Wald" dem ein Sportboot in die Schleuse folgt. 
Benachbart an der Bahnstrecke wied der RE15 nach Münster abgefangen. 
Weiter geht's am Kanal entlang und vor Meppen fährt ein IC2 nach Köln vor die Linse sowie der nächste RE15 nach Münster, welcher halbstündlich verkehrt. 
In Meppen präsentiert sich dann eine Windmühle, bei dem starken Bewuchs ringsherum dürfte diese wohl kaum nich nennenswert Wind abbekommen. 
In Meppen hat es sogar noch eine Hubbrücke, welche aber zum Vorteil meines Vorankommens gerade keinem Schiff Platz machen muss.
Entlang der stark befahrenen B70 geht's weiter nach Norden. Der Wechsel der Strassenseit des Radwegs ohne Mittelinsrl oder gar Ampel war nicht gerade toll. Hier besteht noch etwas Verbesserungspotential.
Leider nicht gut erkennbar ist der Kühltrum des ehemaligen Gaskraftwerks mit einer Weltkarte verziert. 
Der Bahnübergang in der Nähe über den die Strasse unter anderem zum "Europort" führt ist etwas kurios aufgebaut.

Er besteht aus zwei getrennten Anlagen von denen eine die zweigleisige Hauptstrecke zwischen Meppen und Leer sichert und dem unmittelbar bebachbarten Bü der das Anschlussgleis zum Hafen sichert. Letzterer besitzt aber nur Lichtzeichen und Schranken für den Stassenverkehr Richtig Osten, also über die Hauptstrecke. Bei Fahrten auf der Hauptbahn bleibt er offen. Für den Straßenverkehr Richtung Westen / Hafen muss dann bei Befahrenen des Anschluss such der Bü der Hauptstrecke geschlossen werden 
Weiter gehts nun Richtung Lathen wobei ein ICE2 als IC 2205 (ohne Bordrestaurant und ohne Fahrradbeförderung) von Norddeich Mole nach Köln Hbf vorbei kommt.
Weiter nach Lathen und östlich hinter dem Ort wurd dann die ehemalige Versuchsstrecke des Transrapid erreicht. 
Die "Kupfergräber", also die sks Spulen verkegten Kabel unter der Fahrbahn auf denen die Fahzeuge schwebten sind schon lange zurückgebaut.
Die Führungen der Kabel sehen nun aus als hätte der Transrapid einen Antrieb wie eine Zahnradbahn gehabt. ;-)

Auch wenn die platte Landschaft an sich weniger spektakulär ist wie z. B. auf einer Tour durch die Alpen so hat auch sie interessante und schöne Motive zu bieten.
Erstaunt war ich, neben den Motiven am Dortmund-Ems-Kanal, vom dichten Schiffsverkehr auf ihm. Was man hier in 1h an Schiffen sieht, dafür braucht es am Main-Donau-Kanal mindestens einen ganzen Tag.
Mit 108km und einem Restakku von 34% bei einer Eigenleustung von 64% an der Kette war es die bisher längste Etappe der Tour (bei geplanten 102km).
Morgen geht's nach Emden, inkl. einem Abstecher zur seit dieser Woche wieder befahrenen Wunderlinie nach der Wiederherstellung der von einem Schiff irreparabel beschädigten Friesenbrücke.

Donnerstag, 1. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Im Regen nach Münster und weiter

Die Wettervorhersage hatte Recht behalten und es domieren am Morgen Wolken mit vereinzelten Regen.
Beim Frühstück konnte festgestellt werden dass das Rad noch da und komplett ist. Ein wenig Sorge hatte ich schon ob der Klientel rund um den Bahnhof. 
Nach dem Frühstück gehts erstmal ins Reisezentrum. Dort bestätigt sich was ich vermutete. Die Zugbindung auf der Heimfahrt wurde aufgehoben da der ICE123 in Köln ein paar wenige Minuten später (!!!) abfährt was aber auch auf den Anschluss in Frankfurt keinen Einfluss hat. Die Reservierungen sind noch da und auch keine andere Fahrzeuge. Typischer Automatik/KI Murks...
Das Rad wird bepackt und in einer Regenpause gehts kurz nach 9 Uhr los. Die Innenstadt von Hamm ist wahrlich "hübsch", da fällt selbst ein alter Flakturm nichtmer auf.
Nach dem Überqueren des Datteln-Hamm-Kanals geht's durch renaturierte Industrieareale und Wohngebiete zum Bahnhof des Hammer Stadtteils Bockum-Hövel. 
Ich versuche vor dem Regen so viel wie möglich Strecke zu machen. Aber der zur im Hammer Süden gelegenen ehemaligen Zeche Radbold mitlerweile verfüllte Schacht 6 zwischen Bockum-Hövel und Mersch bietet sich trotz der Wolkensuppe als Fotomotiv an.
Nach dem aus zwei Talent 3 gebildeten RE7 von National Express von Rheine nach Krefeld kommt ein Charterzug Richtung Münster vorbei. Der Flirt im Titelbild ist die RB89 der Eurobahn von Paderborn nach Münster. 
Mal mehr mal weniger parallel zur Bahnstrecke geht's weiter Richtung Münster. 
Während der Fahrt durch Drensteinfurt wird das hinter Mersch einsetzende und noch ohne Jacke zu ertragende ganz leichte Nieseln zum ausgewachsenen Regen. Also Zeit für die Jacke und zum Verpacken der Satteltaschen. 
Vor Münster kurz vor dem Dortmund-Ems-Kanal lässt der Regen etwas nach und zwei Eurobahn Flirt können von der Strassenbrücke aus eingefangen werden.
Dann runter zum Kanal und an diesem entlang weiter nach Münster. 
Beim Stadthafen, dessen Aral derzeit in ein Wohn- und Büroareal umgewandelt wird wechsel ich über den Kanal und radel Richtung Altstadt. 
In der Altstadt tummelt sich außergewöhnlich viel Polizei, später bekomme ich mit dass sich hier in kürze diverse Politprominenz tummeln wird.
Der Kontrast von Hamm zu Münster könnte nicht krasser sein. Auch verstehe ich nun warum Münster die Radfahrstadt genannt wird. Wahnsinn was hier an Rädern untwergs ist und überall parken Räder.
Jetzt gehts aber, bevor wider Regen einsetzt, aus Münster wieder raus. 
Der Radweg folgt ab dem Stadtteil Kinderhaus nun fast durchgehend dem ehemaligen Max-Clemens-Kanal der teils kaum noch als solcher erkennbar ist.
Auf der Brücke über die A1 parkt wieder Polizei, der Grund kommt kurz darauf in Form einer Fahrzeugkolonne schwarzer schwerer Limousinen vorbei für die die Autobahn auch gesperrt wurde. In andren Ländern reist man per Bahn an, aber da macht man auch weniger Mist wie z. B. Tankrabatt aber das D-Ticket verteuern.
Egal, nicht über Berliner und besonders Sauerländer Kompetenzallergiker aufregen, weiter geht's am Kanal bzw der parallelen Strasse entlang, wobei der Radweg der die Strasse begleitet bisweilen sehr rudimentär ausgelegt ist.
Erst kurz vor Höhe von Greven hat er wieder einen von der Strasse abgesetzten echten Fahrstreifen.
Aber ab und zu folgt der Radweg auch nur einem nicht asphaltierten Feldweg. 
Auf Höhe vin Enstetten ist der alte Kanal etwas brsser erkennbar, die weisse Markierung an den im alten Kanalbett wachsenden Bäumen solken den Wasserstand des Kanals zu seiner Betriebszeit darstellen.
Währenddessen werden die Schleifgeräusche an der Vorderradbremse immer stärker. 
Da es aber langsam aufhört zu regnen, dabei hatte die Wettervorhersage am Nachmittag Starkregen vorhergesagt, mach ich eine kleine Pause um die Vorderradbremse zu verarzten.
Das Laufgeräuch war zwar vergleichbar zu heruntergefahren Bremsbelägen aber die sibd noch zu gut 50% dick.
Das Problem ist eher dass sich die Bremsscheibe und Backen mit "Schlamm" vollgesetzt hatten.
Also alles abgeputzt und zur Sicherheit nich neue Beläge eingesetzt und Ruhe war.
Kurz vor Neuenkirchen wird in St. Arnold die ehemalige Strecke von Duisburg über Rheine nach Quakenbrück. St. Arnold liegt vier Kilometer südlich von Neuenkirchen und war bei der Eröffnung 1892 zunächst als Neuenkirchen Land benannt. Neuenkirchen erhielt erst 1905 mit der ehm. Strecke Ochtrup - Rheine, deren Trasse ich dann morgen nutzen werde, einen ortsnahen Bahnhof.
Am Bahnhof sind diverse Bahnelemente ausgestellt und es sieht so aus als hätte auf dem ehm. Gleis 2 auch mal ein Wagen gestanden.
Auf dem Bahnradweg gehts ein kurzes Stück nach Osten bevor nach Norden zum finalen Antritt nach Neuenkirchen abgezweigt wird.
Kleine Einkehr beim Bäcker in Ortsmitte bei der Kirche St. Anna bevor es weiter zum Hotel geht.
Einchecken, nasse Klamotten auswechseln und etwas entspannen bevor es zum Abendessen geht.

Mittwoch, 30. September 2026

Herbstradtour2026 - Über Warstein und an der Möhne entlang nach Hamm

Gut gestärkt vom ordentlichen Frühstück geht es das Tal der Ruhr hinab, wobei es erstmal am rechten Talrand etwas hinauf geht. Dort wo bei Nuttlar die Strecke aus Winterberg auf die zweigleisige Strecke der Ruhrtalbahn aus Brilon trifft kommen gerade die Regionalzüge aus und nach Warburg vorbei.
Danach rolle ich weiter hinunter nach Nuttlar und Bestwig. 
Am Rand von Bestwig geht's über die Bahn und hinter dem Stauwehr in der Ruhr gehts richtig stramm den Berg hinauf und dabei unter der A46 hindurch. Beim dortigen Hotel Waldhaus ist der steile Anstieg fürs erste bewältigt.
Danach gehts immer wieder etwas hinunter und hinauf. Wie schon auch im Thüringer Wald, dem Harz oder andernorts in Regionen mit ausgiebigen Nadelwäldern hat der Borkenkäfer recht stark zugeschlagen. 
Dafür ist aber die Aussicht über die Höhen recht gut.
Der 2007 errichtete Lörmecke-Turm wird noch einige Jahre einsam auf der Höhe stehen bevor der neue Wald ihn wieder umringt wie bei der Eröffnung. 
Da es keine Bäume in der Umgebung hat reicht die erste Plattform auf ca.12m schon für einen guten Rundumblick.
Dabach geht's erstmal wieder über die teils baumlosen Höhen bevor es in einer langen Talfahrt hinunter zur Brauerei von Warstein geht. 
Das grosse Brauereiareal fällt gar nicht so sehr auf da es relativ versteckt in einem Seitental liegt.
Trotzdem ist auch noch Platz für einen Containerbahnhof in dem nicht nur die eigenen Produkte verschickt werden.
Etwas abgesetzt davon und auf dem Hügel befindet sich das Besucherzentrum mit Hotel.
Noch ist wenig los. Die Sonne scheint und ich probiere mal das Braumeister Gold was sehr gefällt. Das Oberdorfer, in Bayern gebraut, fällt dagegen etwas ab.
Die nächste Führung ist erst um 13 Uhr was etwas zu spät ist. Aber ich merke mir das mal vor um den Unterschied zu schon besuchten eher regionalen Brauereien zu sehen.
Ich warte danach etwas östlich vom Besucherzentrum an der Strecke, aber leider kam kein Zug vorbei. Das Werkstor blieb geschlossen. Bei den Infos nach drei primär der Brauerei dienende wöchentlichen Zügen plus ein paar für Drittanbieter wäre es eh ein glücklicher Zufall gewesen. 
Dann halt runter ins der Brauerei namensgebende Ort, hindurch durch diverse Baustellen geht's vorbei am Bahnhof wo die im Warsteiner Design gehaltene G2000 der WLE auf ihren nächsten Einsatz wartet.
Weiter geht es hinunter nach Belecke, die Bahnstrecke besitzt wie der Radweg eine recht respektable Neigung. 
In Belecke kreuzt die heute noch auf ganzer Länge betriebene Strecke von Lippstadt nach Warstein die ehemalige Möhnetalbahn von Soest nach Brilon.
Die Verbindung zwischen Soest und Belecke wurde bereits 1970 eingestellt und abgebaut. Im Industriegebiet von Belecke wurd derzeit noch eine Stahlfirma beduent, ein weiterer Anschluss ist abgeklemmt.
Der Radweg fädelt hinter den Anschlüssen auf die ehemalige Bahntrasse ein und so rollt es sich entspannt in Richtung Westen an der Möhne entlang. In Sichtigvor erinnern ein paar alte Wagen an den einstigen Bahnverkehr. 
Etwas später wurd die Wimmelbildbrücke unterquert, wobei ich etwas zu schnell für fas Wimmelbild fuhr ;-)
Kurz darauf noch eine Brücke die für einen Gleisanschluss einer auch heute noch Steine verarbeitenden Firma errichtet wurde. 
Kurz nach dem östlichen Ende des Möhnesee schwenkt die Strecke nach Norden ab ubd windet sich in mehreren Schleifen aus dem Talboden hinauf. 
Einige der ehemaligen Bahnsteigkanten sind noch vorhanden und erkennbar.
Ich folge der Strecke ein wenig und an ein paar Stellen hat es auch Aussicht auf den Möhnesee. 
Noch eine Schleife hinter Wamel wechsel ich auf die Strasse nach Stockum und überquere den See auf dem Stockumer Damm. 
Auf dem Südufer geht's weiter zur nächsten Brücke um wieder ans Nordufer zu wechseln.
Der Wasserstand ist relativ niedrig. Wie in den meisten Seen und Flüssen dieses Jahr.
Der Schiffsverkehr auf dem Ser ist aber noch möglich. 
Aber auch ohne Schiffsnutzung wird die Staumauer erreicht. 
Die Möhnetalsperre wurde 1913 eröffnet und 1943 bei einem Fliegerangriff schwer beschädigt. 
Aktuell ist der unterhalb der Staumauer abschließende Ausgleichsweiher abgelassen da am Dammfuss Arbeiten durchgeführt werden.
Auch an die Staumauer führte eine Bahnstrecke, die aber primär der Zuführung vom Baumaterialien diente aber noch bis in die 1950er Jahre Fortbestand. 
Ich bleibe auf der Südseite ubd über einen angeblichen Radweg der aber eher ein Pfad ist ging es nach Brüningsen und dann hinab zum Ausgleichsweiher.
Genug geschaut, der Radweg talabwärts führt vermutlich auf der Trasse der oben genannten Materialbahn.
Aber schon bei Niederense gehts wieder raus aus dem Tal und über Oberense nach Ense-Bremen.
Und weiter übers hügelige Land mal runter ibd wieder hoch nach Werl dass rasch durchquert wird und an der B63 entlang, wie einst die Ruhr-Lippe-Kleinbahnen AG, nach Hilbeck.
Das dortige überqueren der stark befahrenen Bundesstrasse war eher kniffelig. Zum Glück gab es wenigstens eine Verkehrsinsel.
Danach ging es über sehr verkehrsschwache Nebenstrassen nach Rhynern, was bereits zu Hamm gehört die weitest entfernten Ortsteile sind gut 10km von der Ortsmitte entfernt, wo erstmal in einem gut sortierten Getränkemarkt der zufällig neben der ehemaligen Kleinbahntrasse liegt. Auf der alten Trasse geht's weiter nach Hamm.
Die RLE Strecken, ehemals schmalspurig aber bereits 1927 auf Nornalspur umgespurt, die über Hamm-Uentrop von Hamm nach Soest führende aber ab Lippborg abgebaute Strecke ist derzeit ab dem dem Hellweg im südlichen Hamm wegen Tiefbauarbeiten nicht befahrbar. 
Der Radweg begleitet die Bahnstrecke, nur kurz vor dem RLE und Museumsbahnbahnhof Hamm Süd muss ein kleiner Schlenker gefahren werden.
Es war auch die letzte der relativ vielen und schlecht ausgeschilderten Baustellensperren am Radweg zwischen Werl und Hamm. 
Um kurz nach 18 Uhr wurd das Hotel am Bahnhof von Hamm erreicht. 
Den Bahnhof und den Vorplatz inkl. Busbahnhof hat man recht hübsch saniert und unter anderem mit dem Neubau der u. a. die städtischen Bibliothek und die SRH Universität beinhaltet aufwerteb, das etwas eigenartige Klientel macht den Platz aber eher nicht nutzbar.
Da sich keine vernünftige Gastronomie fußläufig ums Hotel findet versorge ich mich beim Netto mit ein wenig Convenience Frass und würfele aus welches Bier aus dem Getränkemarkt das "Essen" und die Blogschreiberei begleiten soll.
Wie gewohnt zum Abschluss die Aufzeichnung bei Komoot der heutigen Etappe mit 96,5km und 820 Höhenmeter aufwärts.
Ab morgen wirds flacher, aber leider ist aktuell ganztags Regen angesagt  :-(

Dienstag, 29. September 2026

Herbstradtour2026 - Hinauf nach Winterberg und Olsberg

Nach einem super Frühstück, wobei sich irgendwie ein kleiner optischen Fehler hinsichtlich des Toilettenschilds als Verweis auf die Rührei Warmhaltebehälter einschleicht, geht es gut gestärkt wieder runter ins obere Lahntal.
Passend kam in Sterzhausen der Zug nach Erndtebrück vorbei bevor es hinauf zum Judenküppel mit top Aussichten ins Umland. 
Danach geht's stramm hinunter nach Wetter. Apropos Wetter, das ist gegenüber gestern besser geworden und die Sonne scheint meistens. 
Ab Wetter folgt der Radweg dem Tal der Wetschaft hinauf.
Die Züge nach Frankenberg und Marburg kreuzen in Münchhausen. Die Einfahrt für den Zug aus Frankenberg steht schon gut eine Viertelstunde vor der Ankunft. 
Vor Ernsthausen wird dann zunächst der Zug aus Frankenberg und dann der aus Marburg eingefangen. Leider, nun nach der Hauptverkehrszeut nurnoch in Einfachtraktraktion der Desiros der Kurhessenbahn.
Danach geht es durchs Ort weiter das Tal hinauf.
Zwischen Ernsthausen und Frankenberg wird bei Burgwald ins Edertal gewechselt. Vor Frankenberg auf Höhe vom im Tal liegenden Roddenau kommt auf der auf dem Titelbild zu sehende Desiro nach Marburg vorbei der den Hang des Edertals erklimnt. In der Kollage ist davon der Nachschuss mit Rad vorhanden. 
Gut 1/4h später kam dann talwärts der Gegenzug nach Frankenberg und via Korbach nach Brilon Stadt vorbei. 
Danach geht's stramm hinab ins obere Edertal. 
Über die Eder hinüber und abschließend talaufwärts wird bei Haine die ehemals über Allendorf nach Winterberg führende Strecke erreicht. In Allendorf zweigte der Ast über Battenberg nach Bad Berleburg ab.
Der zuletzt noch bediente Anschluss der Firma Viessmann in Allendorf wird seit etlichen Jahren nicht mehr bedient. Der Verkehr ruht seit ca 2021 und die Gleise wuchern zu.
Dafür hat es auf der Bundesstraße und auf den Parkplätzen von Viessmann LKW ohne Ende. Soviel zur Verkehrswende...
Durch Allendorf gehts zum Einstueg in den Radweg Richtung Winterberg. Die Abschitt von Allendorf bis Hallenberg wurde bereits 1967 stillgelegt und abgebaut. Der Abschnitt Hallendorf nach Winterberg folgte 1992.
Der Radweg folgt nicht auf dem ganzen Weg der alten Bahntrasse.
Hinter Osterfeld auf halben Weg nach Bromskirchen wechselt der Radweg auf die östliche Talflanke des Linspherbach mit diversen zusätzliche Höhenmetern. Leider wird dadurch das Viadukt bei der ehemaligen Mühle nicht überquert. Der Grund dürfte farin liegen dass das gesamte ehm. Bahnhofsgelände von Bromskirchen von einer Firma überbaut wurde.
Am ehemaligen Bahnübergang am Bf. Bromskirchen liegt heute ein Rastplatz wo gegenüber der Werkseinfahrt der Radweg in den gut 300m langen Bromskirchener Tunnel abzweigt.
Hinter dem Tunnel wird von Hessen nach Nordrhein-Westfalen gewechselt, die Eadwegschilder sind nun rot statt grün, und es geht zunächst bis vor Hallenberg für eine Bahntrasse rekativ steil bergab.
Vor Hallenberg  biegt dann der Radweg wieder von der Bahntrasse ab, hierzu wurde der Radweg auf das Strassenniveau abgesenkt und die Brücke abgerissen. 
Einmal durch Hallenberg und fann gibg es auf der Bahntrasse wieder weiter durchs Tal der Nuhne hinauf nach Züschen. 
Weiter durchs Tal nach Züschen wo das Tal auf einem hohen Damm  überquert wird um dann ibs Tal der Sonneborn zu wechseln. Der Damm wurde wohl abgesenkt da es hinter der querenden Mollseifener Strasse  nicht geradeaus weiter geht.
Es geht nun erstmal ca. 10m im Zickzack nach oben bevor die Bahntrasse wieder erreicht wird und es permanent mit 2-3% Steigung hinauf nach Winterberg geht.
Vor dem Staubecken der Silbecke, das vermutlich dem Vorhalten von Wasser für die Beschneiungsanlagen der rundherum liegeden Skipisten der Alpinen Rubrik "Idiotenhügel" dient,  ging es mit dem Tunnel Winterberg II durch den Berg. Der Tunbel ist aber gesperrt und der Radweg führt um den Berg herum.
Auf der anderen Seite des Damm der die Silbecke staut folgte der Radweg wieder der Bahntrasse.  Kurz vor den Wohnhäusern von Winterberg begann einst der Tunnel Winterberg I welcher das Ort unterquerte und am Bahnhof Winterberg endete aber komplett verfüllt und nicht mehr erkennbar. 
Daher drehe ich eine Runde durchs Ort und zum Bahnhof. 
Der Bahnhof wurde etwas nördlich neu errichtet, aber immerhin verfügt er am Gleis 2 über eine Umfahrmöglichkeit für konventionelle Lok und Wagen Züge. 
Aber seit im Frühjahr 2026 eine Stützwand zwischen Nuttlar und Bigge als instabil eingestuft wurde ruht der Bahnverkehr, erst ab 01.10.2026 (also übermorgen) "sollen" wieder Züge fahren. "Sollen" da der Termin schon mehrfach nach hinten verschoben wurde.
Also wieder hoch ins Ort und eine Einkehr im Eiscafe Cortina gemacht. Das Eis ist top, aber der Service recht langsam.
Vorbei an der Sprungschanze und weiteren Seilbahnen zu "Minipisten" und Ziplines geht es wieder runter ins Tal wobei es an der Sprungschanze kurz und brutal bergauf feht.
Danach rollt es sich aber sehr entspannt das Richtung Silbach hinab.
Der Bahnhof von Silbach liegt relativ ausserhalb des Ortes und ab Silbach wechselt der Radweg auf die Hauptstraße weiter nach Siedlinghausen.
Hinter Brunskappel geht es wieder am Hang hinauf und weiter auf Waldwegen. 
In Wulmeringhausen hatte es einst bus tmzu 150m tiefe Erzgruben von denen heute noch alte Stollenuzugänge zeugen.
Danch geht's wieder auf Waldwegen talwärts. 
Vor Olsberg wird über die Bahnstrecke (mit dem Hinweis am  Radweg beim Bü man möge beim Seitenwechsel das Blinklicht bitte beachten) auf die linke Talseite gewechselt und nochmal der Hang erklommen.
Hier liegt auch die ungenutzte Awanst Steinhelle der Mitteldeutschen Hartstein Industrie und von 1903 bis 1953 begann hier eine 750mm Schmalspurbahn nach Medebach. 
Eine rasante Talfahrt später wird das Umspannwerk bei Olsberg sowie das zur Mainzer Energie (Stadtwerke) gehörige Wasserkraftwerk erreicht wird.
Oh, ich sehe gerade in der Bildbeschreibung ist ein "h" zuviel. Das Ort ist selbstverständlich Olsberg ohne h.
Seit Steinhelle ist das Tal von der Neger in die Ruhr übergegangen. 
Vorbei am Ruhrstausee von Olsberg geht es nun ins Ort.
So langsam beginnt die Bierdiaspora. Im REWE findet sich fast nur Konzern Fernsehbierplörre sowie übles Anheuser-Busch, Corona und Heinneken nebeneinander 🤮
Den Bahnhof von Bigge, der von Olsberg liegt an der am anderen Talhang liegenden Strecke nach Brilon Wald und Warburg, ziert ein mechanisches Signal den Vorplatz. Die Strecke bach Winterberg wird mitlerweile von einem ESTW von Scheidt&Bachmann gesteuert. 
Gegen 17:30 wird das Hotel Bigger Hof erreicht. Der Gastraum des zugehörigen Restaurant Platzhirsch wird unter der Decke und hinter der Sitzbank von Spur 1 Modellen dekoriert. Tröstet ein wenig übers Konzernbier hinweg. Aber such das Essen war 1a. Insbesondere die Tafelspitz Bouillon vorneweg. 
12% hatte der Akku am Schluss noch und die App meint dass ich wenigstens 53% der Leistung an der Hinterachse selbst erbracht habe.