Gut gestärkt vom ordentlichen Frühstück geht es das Tal der Ruhr hinab, wobei es erstmal am rechten Talrand etwas hinauf geht. Dort wo bei Nuttlar die Strecke aus Winterberg auf die zweigleisige Strecke der Ruhrtalbahn aus Brilon trifft kommen gerade die Regionalzüge aus und nach Warburg vorbei.
Danach rolle ich weiter hinunter nach Nuttlar und Bestwig.
Am Rand von Bestwig geht's über die Bahn und hinter dem Stauwehr in der Ruhr gehts richtig stramm den Berg hinauf und dabei unter der A46 hindurch. Beim dortigen Hotel Waldhaus ist der steile Anstieg fürs erste bewältigt.
Danach gehts immer wieder etwas hinunter und hinauf. Wie schon auch im Thüringer Wald, dem Harz oder andernorts in Regionen mit ausgiebigen Nadelwäldern hat der Borkenkäfer recht stark zugeschlagen.
Dafür ist aber die Aussicht über die Höhen recht gut.
Der 2007 errichtete Lörmecke-Turm wird noch einige Jahre einsam auf der Höhe stehen bevor der neue Wald ihn wieder umringt wie bei der Eröffnung.
Da es keine Bäume in der Umgebung hat reicht die erste Plattform auf ca.12m schon für einen guten Rundumblick.
Dabach geht's erstmal wieder über die teils baumlosen Höhen bevor es in einer langen Talfahrt hinunter zur Brauerei von Warstein geht.
Das grosse Brauereiareal fällt gar nicht so sehr auf da es relativ versteckt in einem Seitental liegt.
Trotzdem ist auch noch Platz für einen Containerbahnhof in dem nicht nur die eigenen Produkte verschickt werden.
Etwas abgesetzt davon und auf dem Hügel befindet sich das Besucherzentrum mit Hotel.
Noch ist wenig los. Die Sonne scheint und ich probiere mal das Braumeister Gold was sehr gefällt. Das Oberdorfer, in Bayern gebraut, fällt dagegen etwas ab.
Die nächste Führung ist erst um 13 Uhr was etwas zu spät ist. Aber ich merke mir das mal vor um den Unterschied zu schon besuchten eher regionalen Brauereien zu sehen.
Ich warte danach etwas östlich vom Besucherzentrum an der Strecke, aber leider kam kein Zug vorbei. Das Werkstor blieb geschlossen. Bei den Infos nach drei primär der Brauerei dienende wöchentlichen Zügen plus ein paar für Drittanbieter wäre es eh ein glücklicher Zufall gewesen.
Dann halt runter ins der Brauerei namensgebende Ort, hindurch durch diverse Baustellen geht's vorbei am Bahnhof wo die im Warsteiner Design gehaltene G2000 der WLE auf ihren nächsten Einsatz wartet.
Weiter geht es hinunter nach Belecke, die Bahnstrecke besitzt wie der Radweg eine recht respektable Neigung.
In Belecke kreuzt die heute noch auf ganzer Länge betriebene Strecke von Lippstadt nach Warstein die ehemalige Möhnetalbahn von Soest nach Brilon.
Die Verbindung zwischen Soest und Belecke wurde bereits 1970 eingestellt und abgebaut. Im Industriegebiet von Belecke wurd derzeit noch eine Stahlfirma beduent, ein weiterer Anschluss ist abgeklemmt.
Der Radweg fädelt hinter den Anschlüssen auf die ehemalige Bahntrasse ein und so rollt es sich entspannt in Richtung Westen an der Möhne entlang. In Sichtigvor erinnern ein paar alte Wagen an den einstigen Bahnverkehr.
Etwas später wurd die Wimmelbildbrücke unterquert, wobei ich etwas zu schnell für fas Wimmelbild fuhr ;-)
Kurz darauf noch eine Brücke die für einen Gleisanschluss einer auch heute noch Steine verarbeitenden Firma errichtet wurde.
Kurz nach dem östlichen Ende des Möhnesee schwenkt die Strecke nach Norden ab ubd windet sich in mehreren Schleifen aus dem Talboden hinauf.
Einige der ehemaligen Bahnsteigkanten sind noch vorhanden und erkennbar.
Ich folge der Strecke ein wenig und an ein paar Stellen hat es auch Aussicht auf den Möhnesee.
Noch eine Schleife hinter Wamel wechsel ich auf die Strasse nach Stockum und überquere den See auf dem Stockumer Damm.
Der Schiffsverkehr auf dem Ser ist aber noch möglich.
Aber auch ohne Schiffsnutzung wird die Staumauer erreicht.
Wie gewohnt zum Abschluss die Aufzeichnung bei Komoot der heutigen Etappe mit 96,5km und 820 Höhenmeter aufwärts.
Ab morgen wirds flacher, aber leider ist aktuell ganztags Regen angesagt :-(