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Schienentouren
Mittwoch, 22. Juli 2026
Dienstag, 21. Juli 2026
Über den Arlberg nach Vorarlberg
Heute stand mit eine der längsten Etappen und mit ordentlich Höhenmetern an. Es ging über den Arlberg nach Feldkirch.
Das Wetter passt, Regen ist erstmal nicht angesagt.
Nach dem Frühstück geht es kurz nach 9 Uhr erstmal auf die Suche nach dem Nordportal des Schlossbergtunnels der nicht final realisierten Reschenbahn und wie gestern vermutet sah ich es nicht da ich auf dem Weg zum Hotel darüber gefahren bin :-D
Danch wiede am Inn runter zur Btücke der Arlbergstrecke über den Inn.
Schon kurz nach der Mündung der Sana in den Inn beginnt der Anstieg in Richtung St. Anton am Arlberg und dabei hält der offizielle Radweg noch etliche zusätzliche verlorene Höhenmeter vor.
Gegenüber der Trisanabrücke hat es einen Holzlagerplatz und so ergibt sich ein Standort zim Fotografieren. Wie bereits 2022 als drunter durch in Richtung Ischgl fuhr steht die Sonne eher ungünstig und in ein paar Jahren wurd der Standort auch zugewachsen sein.
Vor dem RailJet nach Zürich fährt einer der wenigen Regionalzüge (im DB Navigator als D-Zug dargestellt) Richtung Bregenz. Dieser ist auch eine der wenigen Verbindungen die sowohl in St. Anton am Ostportal und Langen am Westportal des Arlbergtunnels hält, die stündlichen RailJet halten dort jeweils zweistündlich abwechselnd.
Und weiter das von der Rosanna durchflossrne Stanzertal hinauf, Fotostellen zur Bahnstrecke gibt es hier recht wenige. Das Tal ist abwechslungsreich und die Strasse nicht allzustark befahren.
Erst bei St. Valentin ergibt sich ein recht brauchbarer Abschnitt der dann für die berg- und talwärts fahrenden RailJets genutzt wird.
Wie bereits die letzten Tage kommt am späteren Vormittag wieder zeitweise stärkerer Wind auf. Blöd in Kombination mit einer Bergfahrt.
Ab dem Fotostandort wurde die Arlbergbahn neu trassiert und aus dem Ortskern von St. Anton herausgenommen und zusätzlich zweigleisig trassiert.
Von der alten Trasse ist nichts mehr bzw. teils überbaut und daher fahre ich auf der alten Arlbergstrasse durch St. Anton. Der Fokus liegt hier im Wintersport, was neben der relativ ruhigen Fußgängerzone auch daran zu erkennen ist dass kaum eine der Seilbahnen in Betrieb ist.
Der im letzten Bild zu sehende Kreisel dürfte im ehemaligen Bahnhofsgelände gelegen sein.
Kurz danach beginnt der starke Anstieg hinauf zum Pass. Die Steigung ist auch außerhalb des Ort recht stramm, wenn auch weniger steil aber durchgehend ansteigend. Selbst u. a. den Gotthard hatte ich weniger steil un Erinnerung. Den langen Tunnel vor St. Christoph ist eigentlich eine Lawinenschutzgallerie und kann umfahren werden was bei fehlendem Seitenstreifen von Vorteil ist.
Kurz nach St. Johann, wird dann auf knapp 1.800m.ü.M. die Arlberg Passhöhe erreicht.
Kleine Kaffeepause, es ist relativ frisch hier aber noch nicht kühl genug für die Jacke.
St. Johann liegt direkt über den parallel verlaufenden Tunnelröhren des Strasse- und Bahntunnel durch den Arlberg.
Alle Pässe sind frei, auch die Strasse nach Langen (am Arlberg). Zu Hause ist der Weg nach Langen (Hessen) weniger anstrengend zu erreichen ;-)
Hier oben ist 1/3 der Tagesetappe geschafft, aber der 800er Akku ist bereits auf 25% runter.
Kurz nach dem Pass wird Tirol verlassen und Vorarlberg erreicht.
Von den drei Seilbahnen in Rauz läuft nur die Anlage Albona II.
Es folgt die Verzweigungen nach Lech am Arlberg. Wollte ich in den Bregenzerwald wäre hier nochmal ein Anstieg durch diverse Tunnel und Galerien nötig.
Aber für mich geht's jetzt erstmal bergab nach Stuben, mit etlichen Kehrschleifen.
Den Pass kommt ein historischer LKW herunter, der Grössenvergleich zum entgegenkommenden modernen LKW ist eindrücklich.
Im Gegensatz zu diversen Stecken der letzten Tage hat man hier die Kehren nicht abgezählt sondern schlicht "viele Kurven" unter das Warnschild geschrieben
Hinter Stuben sind die Kehren aufgebraucht aber nach Langen geht es immernoch stramm bergab, gut vom Wind gebremst.
Wäre der RailJet nach Wien 30sec früher abgefahren hätte er es mit dem Kiss der Westbahn ins Bild geschafft.
Es rollt sich gut und ohne Akkuverbrauch weiter hinab bus Dalaas. Mit Doppel A statt Doppel L und die Southfork Ranch von J. R. Ewing hätte hier im Tal eh keinen Platz :-)
Der Bahnhof liegt rekativ weit oberhalb der sich im Talboden befindenden Strasse. Na dann mal ein paar Amper durch den Motor jagen.
Aber Dalaas ist noch Instandhaltungstützpunkt der ÖBB und Ausweichbahnhof da die Strecke auf der Westseite fast durchgehend eingleisig ist.
Es kommt auch noch der RailJet im Klimaticket Werbedesign vorbei.
Ubd weiter hinunter nach Bludenz.
Nein der See ist kein Freibad sondern ein Sammelbecken fürs Kraftwerk und zudem ist das Betreten der Bahnanlage (ÖBB Kraftwerk?) verboten, nur falls Jesus mal wieder übers Wasser gehen will?
Kurz vor Bludenz wird dann das das untere Ende der westlichen Arlbergrampe erreicht.
Die Brücke über die Ill der Anschlussbahn zum Umspannwerk wird als Wander- und Radwegbrücke genutzt. Oft kommen ja keine Trafotransporte vor.
Kurz vor Frastranz ist der Akku auf 5% runter was laut Anzeige vielleicht bis Feldkirch aber nicht bus zum Hotel hinter Feldkirch reicht und ich hänge den 250er Zusatzakku ein. Mit nun 28% von 800+250Ah sollte das Ziel bequem erreichbar sein.
Vorbeu an ehemaligeb Baggerseen (?) die aber nur zum Fischen genutzt werden und die Engstelle vor Feldkirch wo such die Ill und Strasse hindurchquetschen wird Feldkirch erreicht.
Noch etwas durch die schöne Altstadt über die zur zum Radweg umgebaute Verbindungsstrasse geht's wieder an die Ill bis nach Nofels.
Check in im Hotel Gasthof Löwen und noch kurz ins Nachbarort(steil) zum Supermarkt für die Getränkevorräte. Mit Zusatzakku hat es nun 23%. Die Annahme dass es fast auch ohne Zusatzakku gereicht hätte bestätigt sichh somit. Es zeigt auch dass der Zusatzakku wie beim älteren Dual-Batteriesystem stets vom höher geladenen die Leistung bezieht da der 800er nicht weiter entladen wurde. Erst bei gleicher Restladung wechseln das System dann alle 2-3% den Akku.
Zum Abschluss noch ein Bierchen aus dem Bregenzerwald auf dem Zimmer.
Die GPS Aufzeichnung in der Bosch FlowApp hatte zwischen der Trisanabrücke und St. Valentin ausgesetzt. Die Navigation über das Kiox lief aber ganz normal. Komisch.
Daher habe ich die Tour nach Komoot zurückimportiert und den "Luftlinenabschnitt" händisch nachgetragen.
Interessanter weise zeigt die Bosch FlowApp trotz Luftlinenabschnitt 3km mehr Fahrstrecke aber 287 weniger Höhenmeter aufwärts gegenüber Komoot an. Komisch...
Morgen geht's nach Lichtenstein und rein in die Schweiz.
Montag, 20. Juli 2026
Zur Halbzeit die Dreiländerfahrt über den Reschenpass
Heute ging es von Italien/Südtirol nach Österreich/Tirol ganz kurz nach der Schweiz/Graubünden und wieder nach Tirol.
Nach einer entspannten Nacht und einem sehr guten Frühstück ging es erstmal durch die Apfelplantagen nach Sponding. Da der leichte Wind das Tal hinauf weht ist die elektrische Unterstützung erstmal nicht gefragt.
Beim Haltepunkt von Eyrs fälkt mir auf dass ich einen Zug nach Mals mit einem Coradia Stream verpasst habe.
Eine Testfahrt?
Nein, denn ich hatte gestern den Fahrplan mit seinen diversen Ersatzbussen falsch interpretiert.
Denn in der Regel wird derzeit in Laas umgestiegen. Wegen der geringen Fahrzeugkapzitäten auf dem unteren Abschnitt nach Meran gibt es aber parallel noch zusätzlichen SEV über die Gesamtstrecke.
Auch nicht mehr gefragt sind auf der Vinschgaubahn Lichtsignale seit der Umstellung auf ETCS und so liegen sie hierbin Glurns einfach herum und warten auf die Entsorgung.
Stets der Etsch entlang geht es hinauf nach Glurns.
In Glurns, das an Wochenenden öfter mal von Touristen überrannt wird, mache ich einen Abstecher durch das hübsche Dorf Richtung Bahnstrecke.
Der Postbus, wie auch seine regionales italienisches Pendant, dürfte nicht viel grösser sein, denn dan passen diese nicht mehr durch die Stadttore.
Nach dem Ablichten des Coradia Stream Triebwagen kurz vor Mals geht's zurück ins Ort.
Jetzt beginnt der Radweg wesentlich stärker zu steigen. Bei Laatsch wzrde ein WK II Bunker zum Viehstall adaptiert. Sehr unauffällig auffällig das Ding, da haben es die Schweizer besser drauf derartiges zu "verstecken".
Im Dorfladen wird noch Apfelsaft aus der Region gebunkert bevor es recht stramm weiter bergauf geht, auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht.
Der Motor darf nun gerne unterstützen und ich bewundere die diversen "Biobiker" die hier hinauf ochsen. Selbst ohne Gepäck würde ich das vermutlich nicht schaffen.
Nun geht's am Haidersee entlang und beim Fotostopp darf mein Werkzeugsatz einer kleinen Gruppe aus der Bamberger Ecke die mit Leihrädern unterwegs ist beim vernünftigen Einstellen der Sattelhöhen oder lockerer Komponenten aushelfen. Spricht nicht gerade für den Verleiher.
Der Radweg auf der westseite des Reschensees verläuft mitnichten auf Seeniveau wie gegenüber die Hauptstraße sondetn permanent und teils knackig auf und ab. Aber die Ausblicke entschädigen. Zudem war ich bereits 2018 mal um den Kirchturm von Graun herum gelaufen.
Am Ortsrand vom Reschen wird gerade die Schöneben Seilbahn durch einen Neubau ersetzt. Interessant sich die auf dem Parkplatz gelagerten Rollenbatterien mal aus der Nähe anzusehen.
Kurz wird Reschen "angefahren" und kurz nach dem nördlich vom Ort liegenden Skilift wird die Passhöhe des Reschenpass auf 1507m.ü.M erreicht. Wobei der Radweg etwas oberhalb der SS40 verläuft.
Bus hierher wurde gpr das ca. erste Drittel der Etappe 55% der Akkukaoazität verbraucht. Aber ab jetzt geht's ja eh nurnoch bergab. Dachte ich...
Denn nach der Grenze, die ca. 2km nördlich der Passhöhe liegt, setzt wie gesten der nachmittägliche Gegenwind ein und so ist bei mässigem Gefälle trotzdem Treten angesagt.
Aber ab und zu lässt der Wind nach, oder das Gefälle wird stärker und so wird alsbald die Talstation des Skigebiet von Nauders erreicht.
Bis Nauders geht's weiter bergab aber danach muss nochmal eine kleine Anhöhe erklommen werden. Da die recht stark befahrene Reschenstrasse 180 zwischen Nauders und Kajetansbrücke für Fahrräder gesperrt ist braucht es den Umweg über die Norbertshöhe und an dort mit insgesamt 10 Kehren hinunter nach Martina im Engadin.
Zwischen Norbertshöhe und Martina finden Strassenbauarbeiten statt, die Strasse ist aber für Radfahrer offen und so fährt es sich sehr entspannt hinunter ins Inntal.
Somit wäre in Martina aus Italien kommend via Österreich auch noch die Schweiz erreicht.
Eine kleine Runde durchs Ort und im "Grenzshop" wird neben Rivella (für gleich) auch noch Engadiner Bier (für wesentlich später) der bebachbarten Brauerei mitgenommen.
Aber jetzt gehts doch nurnoch bergab. Äjm ha on der Theorie. Unter anderem wegen Baustellen wurd der Radweg ins Tal abgeleitet und später wieder zur weiter oben verlaufenden Strasse zurückgeführt.
Aber auch die Strasse geht ein wenig auf und sb. Den Abstecher hinunter zur Burg Finsternmünz spare ich mir, denn da war ich 2020 schon und der Gegenwind saugt auch gut am Akku.
Vor der Kajetansbrücke wird wieder Österreich bzw. Tirol erreicht.
Nicht ohne imner wieder mal "verlorene" Höhenmeter zu erstrampeln und ach ja, hatte ich den Wind schon erwähnt? ;-)
Hinter Prutz dann ein doppelter Seitenwechsel per Brücke, die Sauerquelle am linken Ufer lass ich mal links liegen.
Am Stauwehr, wo wieder die Seite gewechselt wird hat es einen interessanten Turm. Dieser ist laut Infotafel ein Fischazufzug der Fischen helfen soll das Wehr zu überwinden.
Das hier aufgestaute Wasser geht ab hier "quer durch den Berg" und wird bei Imst mit über 110m Höhenmeter unterschied im Kraftwerk durch die Turbinen gejagt und deckt alleine ca. 10% des Tiroler Stromverbrauchs.
Jetzt wird bach ein paar Kilometern der Radweg unschön. Nach dem Wechsel auf die rechte Seite verläuft dieser auf der Standspur der stark befahrenen L76, dazu noch eine Baustellenampel.
Hinter Nesselgarten hat es zwar einen separaten Radweg über mehrere hundert Meter, der ist aber so schmale ist dass sich Radfahrer eigentlich nicht begegnen können.
Alles eher suboptimal, insbesondere als Teil des überregionalen Via Claudia Augusta Radwegs.
Kurz vor Landeck geht's auf dem alten Postweg nochmal knackig bergauf und am rechten Ufer ist eines der wenigen Relikte der zwar begonnen aber nie fertiggestellten Reschenbahm in Form des südlichen Portals des Schlossbergtunnels zu sehen.
Das Nordportal war auf meiner weiteren Fahrt nicht zu erkennen, laut Openrailwaymap.org liegt dieses bei der Innbrücke unterhalb der Burg. Vermutlich stand ich aber nur über dem Portal.
Nach 96,5km ist das Hotel Schrofenstein in der Fußgängerzone erreicht.
Ungefähr in Bildmitte des unteren rechten Bild wäre die Reschenbahn am Ufer verlaufen.
Gebucht hatte ich Halbpension aber die zum Hotel gehörige Gastronomie hat heute zu, stattdessen bekomme ich das Angebot im Greif essen zu gegen und die Rechnung wird erstattet.
Auch eine gute Option.
Es wird langsam Nacht beim Bericht schreiben und das Landecker Schloss wird nach Sonnenuntergang bis ca. Mitternacht angeleuchtet.
Morgeb geht's über den Arlberg nach Feldkirch. Da dann noch ein paar Kilometer und Höhenmeter dazu kommen denke ich dass der Zusatuakku dann auch mal zum Einsatz kommen wird.
Sonntag, 19. Juli 2026
Durchs Vinschgau hinauf
Petrus war heute irgendwie nach April, ausser Schneefall war (fast) alles drin.
Das BB Hotel in Bozen ist nur bedingt empfehlenswert und liegt weit unter dem was ich sonst von der BB Gruppe kenne.Das Hotel wurde in einen 70er Jahre Büroblock gezwängt, die Zimmer sind soweit in Ordnung (es hat sogar einen Mini Kühlschrank) und die Klimaanlage funktioniert, wenngleich sie bisweilen komische Geräusche macht.
Leider gibt es keinen Fahrradraum und das Personal kennt nur italienisch und eine gefühlte Form von Englisch. Eher untypisch für die Hauptstadt von Südtirol. Sonderlich lange gibt es das BB hier relativ abgelegen vom Stadtzentrum noch nicht, erscheint aber bereits etwas abgewohnt.
Egal, es war die günstigste. Viele Hotels wollen in Südtirol und angrenzenden Österreich min 3-5 Übernachtungen.
Ich kann es ja ein wenig verstehen wenn eine einzelne Nacht eine Wochenbuchung verhindert. Aber mir als Tourenfahrer nutzt das nichts.
Besonders frech finde ich sich bei der Bett&Bike Website als "auch Einzelnächte" sich listen zu lassen aber dann entweder diese auf der Hotelwebsite nicht anzubieten oder auf Anfragen gar nicht zu reagieren. :-(
So, jetzt geht's aber los. Erstmal über die Brücke und dann der Eisack folgend bis kurz vor die Mündung mit der Etsch.
Dabei wurde der erste Nachschuss auf einen Flirt nach Meran möglich, der gerade in Bozen Süd hält.
Dabei wird auch die Brücke der 1963/71 eingestellten Überetscher Bahn genutz. Die gestern mehrfach befahrene "gelbe Brücke" in Bozen gehörte übrigens auch zu dieser Bahn.
Auch wenn es auf den Fotos nicht so aussieht. Auf dem Radweg ist am heutigen Sonntag richtig was los, wenn aber Gruppen und Einzfahrer die meinen es sei seine Etappe des Giro d'Italia mit Sonntagsradlern zusammen wird es bisweilen schon haarig.
Es hat zudem kaum Steigungen so dass ich, abgesehen von ein paar kurzen Stutzen an Über- oder Unterführungen die Motorunterstützung aus lasse. Es rollt richtig gut.
Bei Gargazon erwische ich eine Zugkreuzung und hinter dem Bahnhof von Lana-Burgstall den Zug nach Bozen im Umfeld für dass das Vinschgau bekannt ist: Berge und Apfelplantagen.
Der Weg via Meran mich schon letztes Jahr auf der Etappe genervt hatte und ein Schlenker durch die Altstadt mit vielen Sonntagsausflüglern eher suboptimal sein dürfte biege ich nach der Unterführung Richtung Lana auf die andere Talseite ab.
Das kostet mich ein paar zusätzliche verlorene Höhenmeter, aber die Ausblicke sind schöner wie das Meraner Industriegebiet oder eine ggf. überquellende Altstadt. Auch sind viel weniger Radler unterwegs.
Den Blick auf Meran gibts gratis dazu und auch ein Zug lässt sich (siehe auch Beitragstitelbild) auf dem Weg nach Meran in Marling blicken.
Da dieser einen relativ langen Halt im Bahnhof hat gelingt es ihn nochmal hinter dem Bahnhof abzufangen.
Der Zug ist sehr gut besetzt, eine Doppeltraktion wäre sinnvoll, aber vielleicht wollte man nicht mehr wie absolut nötig seiende Diesel GTW 2/6 der dritten Generation auf ETCS L2 (oder vergleichbares) umrüsten da diese durch Elektrofahrzeuge ersetzt werden sollen.
Dazu wird die Vinschgaubahn die 1990 von der FS stillgelegt und nach einer Sanierung 2005 von der regionalen SAD sowie STI wieder eröffnet.
Nun steht der nächste Schritt an. Die Strecke wird auf ETCS L2 oS, also ohne Lichtsignale, umgerüstet sowie elektrifiziert. Aktuell sollen bereits die neuen Coradia Stream Elektrotriebwagen von Alstom im Einsatz unter der Fahrleitung sein. Ich sah heute aber nur Diesel GTW.
Nach den Bahnfots gehts durch Forst wieder hinunter ins Tal und so kam auch mal an der Brauerei Forst vorbei. Aber ohne einzukehren.
Seitenwechsel an der Etsch ind kurz darauf geht es wieder stramm berauf, die Geländestufe zwischen Algund und Töll will unter anderem mit 7 Kehren genommen werden.
Am Scheitelpunkt hat man eine neue Unterführung gebaut sobdass man nicht mehr die stark befahrene SS39 überqueren muss ind man kommt direkt am Stauwehr raus was einem rauschend begrüßt.
Ab jetzt ust wieder entspanntes und fast steigungsfreies Radeln angesagt.
Bei Plaus queren beim Warten auf den Zug nach Laas (Laas - Mals ist aktuell wegen der Streckenertüchtigung gesperrt) ein paar Schlauchbootfahrer das Bild, schade etwas später hätte sich das zusammen mit dem Zug gut gemacht.
Letztes Jahr auf der 139km Etappe kam ich nicht dazu, heute machte ich den kleinen Abstecher zum Werksverkauf des hiesigen Speckherstellers das auch ein paar Infos zur Geschichte und Herstellung bereithält.
Leider ist der Platz in den Fahrradtaschen beschränkt, denn die Sorte Speck&Gin hätte mich glatt gereizt. So bleibts bei Kaminwurzen, wenn der kleine Hunger kommt :-D
Es zieht sich kurz nach Plaus etwas zu und wird regelrecht stürmisch aber fast ohne Regen. Erst in Staben lässt der Wind und der leichte Regen wieder nach.
Eine gute Gelegenheit auf ein Radler in der Radbar einzkehren.
Gegenüber macht der Erlebnisbahnhof mit seinen beiden ex RhB Wagen (?) und der 5" Feldbahn erst nach 14 Uhr auf. Schade, aber kommt auf den Merkzettel.
Dann mal weiter dem Fluss entlang um bei Kastelbell ein "finde den Zug" Bild des kleinen Zug in viel Landschaft zu generieren.
Hinter Kastelbell und der Unglücksstelle an der 2010 ein Zug von einer Mure erwischt wurde nimmt der Wind wieder merklich zu. Die Elektrounterstützung tut nun ihr Werk.
In Göflan bei Schlanders liegt nun am Nachmittag die Brücke im Gegenlicht, aber 2025 gekangvha vormittags ein Foto mit Zug.
Daher einfach nur eine Rast im Cafe Plat'zl nebenan bevor es frisch gestärt in die nächste Geländestufe hinauf ins Marmordorf Laas geht.
Aber auch der Absatz kann gut genommen werden, wobei die Beine nun der Meinung sind sie hätten heute Vormittag genug alleine gemacht und nicht mehr so recht Lust haben. Daher bleiben am Etappenziel auch nur 18% Restakku, sprich den 625er vom alten Rad hätte ich leer gemacht.
Die Fragmente des ehemaligen Aquädukt das zum Netzwerk der Waale zur Feld- ubd Wiesenbewässerung gehörte beannte vor über 100 Jahren 1907 teilweise ab, stehen aber immernoch.
Eine Brücke auf der Brücke ermöglicht das Queren der Etsch, ein sonderbares Konstrukt während des Brückenbeubau bzw. der Sanierung.
Durchs Ort geht's weiter Richtung Bahnhof wo derzeit alle Züge enden.
Die weit bekannte Laaser Marmorbahn mit der die Stücke aus dem Steinbruch zunächst per Feldbahn zur Standseilbahn gefahren wurden, dann die Wagen mit ihrer wertfollen Fracht die Standseilbahn hinunter und dann quer durchs Tal und über die Etsch ins Werksgelände gefahren wurde ist zwar noch vorhanden aber bach ihrer Einstellung 2019 (wegen techn. Mängel) langsam kaum noch zu erkennen. Seilkräne haben den Job der Marmorbahn übernommen.
Über die Brücke und bis mehrere hundert Meter vor der Talstation wurden die Gleise überschüttet und somit begeh- bzw. befahrbar gemacht.
Danach verschwinden die Gleise im Grünzeug und unter einem Holzlagerplatz. Die Trasse der Standseilbahn ist noch erkennbar, wächst aber auch stets weiter zu. Schade um so ein Industriedenkmal.
Aber ich habe noch ein paar wenige Kilometer vor mir, aber bald wird schon Eyrs erreicht.
Der CheckIn im "Roadhotel" läuft komplett online ab, aber bei Bedarf würde auch das Personal vom zugehörigen Bistro helfen. Was aber nicht nötig ist.
Jetzt erstmal was feines aus hiesigen Äpfeln das es in der Speckwelt/Museum auch gab. Ich habe Durst.
Zufällig entdecke ich dass der Eurospin Supermarkt (kling eher nach einer Daddelbude), Sonntags auf hat. Mal sehen was es da so gibt für die Begleitung des Reiseberichts.
Oh ja, ba klar. Glühwein, das wäre es doch 🤣
Der Spruch an der Wand gefällt mir und wenns nicht klappt... dan hilft der Kühlschrank daneben vielleicht kurzzeitig etwas.
So bricht langsam die Nacht herein. Zeit fürs Bett.
Wie üblich zum Abschluss der Link zur heutigen Etappe von Bozen nach Eyrs/Oris bei Komoot.
Morgen geht's als drei Länder fahrt über den Reschenpass nach Landeck.
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