Mittwoch, 15. Juli 2026

Hinauf in die Friaulschen Dolomiten nach Sauris

Etwas Bammel hatte ich vor dieser Etappe. Zwar nur gut 62km geplant, aber 1.500 Meter aufwärts und nur wenige talwärts rollende Abschnitte. Ob das der Akku und ich packt.
Spoiler, ja es hat geklappt und sogar noch für 9 Zusatzkilometer mit zusätzlichen Höhenmetern. Und das wichtigste, ich war noch vor dem Gewitter (wieder) im Hotel.
Aber jetzt erstmal der Reihe nach. 
Das Frühstück lässt fast keine Wünsche offen. Das hätte ich jetzt so nicht erwartet.
Gut gestärkt geht's nun erstmal zur nach wenigen zur Station von Moggio an der Neubaustrecke. Auf Google Mapps sindl auf der Brücke die das Val d'Aupa überspannt Bahnsteige erkennbar, auch etwas wie ein Empfangsgebäude, einen Nachweis dass die Station aber jemals in Betrueb war findet sich im Netz aber nicht. Das Gelände ist zudem recht großzügig abgesperrt so dass es keinen Sinn macht mich weitere Höhenmeter zu vergeuden. In Openrailwaymap.org ist die Station als Überleitstelle PC Aupa vermerkt.
Also rolle ich hinunter zur alten Station von Moggio. 
Auch heute weht ein stellenweise strammer Wind das Tal hinauf. Aber es rollt ohne Unterstützung tretend noch ganz gut.
In Carnia endet die alte Bahntrasse und statt über die alte Brücke zu führej macht der Radweg einen Schkenker um dann wieder am Bahnhof rauszukommen.
Hier verlasse ich die Pontebbana Linie und auch den Alpe-Adria-Radweg und biege westwärts Richtung Tolmezzo ab um auf Abschnitten entlang der ehemaligen Bahnstrecke Carnia-Tolmezzo-Villa Santina mich in den Anteil des Friaul an den östlichen Dolomiten zu wagen.
Die Bahnstrecke wurde 1960 im Personen- und 1968 im Güterverkehr eingestellt, jedoch von 1990 bis 2000 wieder als Anschlussbahn ins Industriegebiet von Tolmezzo bedient. 
Mitlerweile sind die Abschlussweichen in Carnia gekappt und die Strecke stark zugewuchert.
Da die Brücke der SS52 derzeit gesperrt ist wird es auf der schmalern parallel liegenden Strassenbrücke der Nebenlinie, mit der auch die Bahnlinie das Tal überquerte, recht eng. Aber die Auto- und LKW fahrer sind geduldig bzw. halten gut Abstand. 
Auf der anderen Seite angekommen wird die Bahn unter der Autobahnbrücke unterquert und in das Tal des Tagliamento eingebogen.
Der Radweg ust miserabel ausgeschildert aber dafür sind die Orte um so hübscher.
Auf circa halben Weg von Amaro nach Tolmezzo taucht dann wieder die Bahn aus dem Gemüse auf und quert die Nebenstrasse. Sämtliche Sicherungsanlagen sind mitlerweile abgebaut, die Pläne einer Museumsbahn aus den frühen 2000er Jahren haben sich definitiv zerschlagen. 
Am folgenden Strassentunnel (die Bahnlinie liegt rechts oberhalb) ist mit der Rostbraunen Stahlplatte links oberhalb des Portals etwas zu erkennen was ich in CH mit "Dinge die man nicht sieht" betiteln würde. Bereits gestern war mindestens eine sehr auffällig unauffällige ehemalige Wehrstellung an der Strecke erkennbar.
Und dann die Überraschung. Ein frisch saniertes Viadukt der Bahnstrecke. Am folgenden ehemaligen Bahnübergang ist der Grund zu erkennen. Die Bahnstrecke wird nun wohl "Verradwegt". Wobei das derzeitige Ausbauende Richtung Carnia wohl irgendwo im Nirgedwo enden muss da zwischen dem vorherigen Bahnübergang und hier keinerlei Vernindung zur Strasse besteht.
Der Weg ist gesperrt, wird aber von Einheimischen schon gut genutzt. Ich biege aver erst am nächsten nicht versperren Zugang beim Haus einer vermutetlich ehemaligen Blockstelle suf den neuen Radweg ein ubd wie fast zu erwarten ist er an der nächsten Strassenkreuzung abgesperrt, was aber gut umfahren werden kann. Bautätigkeit ist zudem keine erkennbar. 
So plötzlich wie er begann Ende der Radweg am östlichen Ortsrand von Tolmezzo wieder. Ein paar Gleise der hier gelegen Gütergleisanlage zur Anbindung mit Kopf machen des Papierwerks sind noch erkennbar. Danach muss man auf die Strasse ausweichen und kurz nach dem Kreisel geht's auf der alten Bahntrasse wieder durchs Ort. Alles erscheint irgendwie ohne Konzept.
Auf der Brücke geht's vom westlichen Ortsrand rüber über den wenig Wasser führenden Torrente But. Laut Openrailwaymap.org war die Bahn auch über die Brücke geführt. 
Der Radweg verässt hinter der Brücke aber die Strasse und führt an der Eindeichung am Fluss entlang. 
Danach wird wieder ins Tal des Tagliamento abgebogen und mal mehr und mal weniger gut ausgebaut sowie auf teils kuden Wegeführungen gehts nach Villa Santina. Laut Wikipedia stünde der Abschnitt Tolmezzo  - Villa Santina der Bahnstrecke angeblich seit 2000 unter Denkmalschutz. Die Frage ist nur, was ist da noch vorhanden, ausser dem einen Gleisrest im Bahnübergang war nichts zu erkennen. Die Strecke scheint eh großteils im Ausbau der Strasse aufgegangen sowie stellenweise überbaut zu sein. 
In Villa Santina biege ich zum Supermarkt ab um Getränke für den Anstieg aufzunehmen und verpeile dabei dass ich keine 100m am ehemaligen Bahnhof mit der dortigen Denkmallok vorbei fuhr. Egal, gibt schlimmeres. Damit heute definitiv keine Fotos von Bahnhfahrzeugen :-D
Es geht wieder über eine recht lange Brücke und nach einer Feldweg Zickzack Fahrt statt Hauptstrasse wird Socchieve erreicht.
Hinter Socchieve warnt dann das Schild vor 20% Steigung. Na danke auch. Der vorherige Weg mit nur 7% Steigung führt leider zur Hauptstraße ohne Radweg, das will ich nicht freiwillig fahren. 
Aber 20%, famit will ich den Bock auch nicht im kleinsten Gang schinden. Dann lieber mit Schiebehilfe hochschieben.
Der Stutz ist auch nicht allzulange. Ab dem Parkplatz unterhalb der Kirche geht's schon wieder bergab. Zum letzten mal für die nächsten gut 20km.
Ab Mediis beginnt dann der Anstieg. Zunächst wurde nach einigen Kehren Ampezzo erreicht, wie Ampezzo? Ja, aber ohne Cortina, denn das wird erst übermorgen erreicht.
Die Stützpunkte der Strassenmeisterei haben irgedwie Ähnlichkeit mit Bahngebäuden. Kann aber auch mit der Beschriftung zu tun haben.
In Ampezzo wird dann auf die Nebenstrecke zum Stausee von Sauris übergegangen, denn dieser führt nicht über den Pass und spart damit mehrere hundert Höhenmeter. 
Und so geht's stetig ansteigend weiter, ab und an ist der Tour+ Modus nicht mehr stark gebug so dass eMTB bzw. der Modus Turbo auch mal heftig an der Batterie saugen dürfen. Aber nir so lange wie wirklich dringend nötig.
Auf dem Weg hinauf liegen etliche Galerien und Tunnel wobei in den Tunneln die Strasse stets gepflastert ist. 
Mit einer gut 105m hohen Brücke schwingt sich die Strasse dann auf die andere Talseite. Die an der Brücke angebrachten Blumen dürften eher kein Schmuck sein sondern Gedenken an Keute sein die die Brücke nicht gänzlich überquert haben.
Ubd weiter durch die Tunnels und die schmale aber tiefe Schlucht hinauf zum Staudamm.
Vor dem letzten Tunnel warnt ein Schild vor der fehlenden Beleuchtung, der Tunnel ist dann aber der mit Abstand am besten ausgeleuchtete auf der Gesamtstrecke.
Der Wasserpegel am See ist sehr niedrig. Auch hier mangelt es wohl an Niederschlag. 
Die Staumauer ist 136m hoch und es ist schwierig diese als Ganzes zu erfassen.
Auf der anderen Seite der Staumauer kommt die andere nicht gewählte Strasse über den Monte Pura Pass ebenfalls direkt an der Staumauer aus einem Tunnel.
So, lange genug in die Sonne geblinzelt, weiter geht's zum Endspurt nach Sauris. 
Moderat steigt es am See entlang an und dann gehts teils mit Jahren hinauf nach Sauris di Sotto (zu deutsch "Unter Sauris").
Zwischen den unteren und oberen Häusern der kleinen Gemeinde geht's auch recht steil hinauf.
Da im Hotel der CheckIn erst ab 15 Uhr (es wird später werden) mögluch ist lege ich im Kursaal eine Rast ein. Irgedwie bin ich dieses Jahr recht früh an den Zielen, vielleicht rollt das Rad besser? Dürfte heute auch an der fehlenden "ach noch ein Zug abwarten" Option liegen. 
Der Wespe gefällt der Puderzucker vom Apfelstrudel, wobei sie nie richtig im Teller aufsetzt sondern regelrecht im Schwebemodus bleibt. ;-)
Die Beschneiinfsanlage dürfte heute nicht funktionieren genauso wie der Skilift. Na dann heute nicht mit dem Skifahren anfangen. 
Gut gestärkt gehts aus Sauris di Sotto raus und nach nachgezählt acht Kehren ist der Ortsteil Sauris di Sopra  erreicht. Neben italienisch wird hier auch eine Art Deutsch gesprochen. Darin nennt sich das Ort dann Zahre.
Durch das aus hübsch renovierten alten Häusern bestehenden Ort gehts zum Hotel Neider, dem heutigen Übernachtungsort.
Hui, geradezu frostige 24 °C zeigt der Thermometer am Nachbarhaus an.
Mit dem CheckIn um kurz nach 15 Uhr wird es nichts. Der Eingang ist zu und die Klingel bimmelt eohl irgendwo im Nirwana. 
Aber irgedwann ist Leben im Gebäude erkennbar und ohne Klingel klappt es mit Winken am Fenster der Gaststube.
Das Zimmer ist großzügig aber recht knapp mit Steckdosen ausgestattet. Was aber auch das einzige Manko ist.
Hier in "Ober Zahern", korrekt im Dialekt "Ouberzahre" wird sogar Bier gebraut. Im Kursaal hatte ich es nur "gepanscht" als Radler genossen. Es scheint aber zu taugen. Leider macht das Geschäft erst übermorgen wieder auf. Daher rolle ich an der Kirche vorbei über recht steile Wegeabschnitte, zumindest bis ich wieder die Strasse erreiche, nach Sauris di Sotto zum dortigen Dorfladen.
Bei der Ankunft hatte der 800er Akku noch 13% Restkapaziät. Da ich mit mit 18% in Sauris di Sotto weggefahren bin schnalle ich den kleinen Zusatzakku an. Mit nun ca. 34% sollte die Besorgungsfahrt kein Problem sein.
Derweil zieht es sich langsam zu, aber das Hotel und die wertvolle Fracht der vier Biersorten wird rechtzeitig vor dem Gewitter erreicht. Das Fahrrad parkt heute draussen und bekomnt simit erstmals eine Vollwäsche.
Das Bier soll gekühlt gelagert werden laut Brauerei da unfiltriert usw. 
Na dann gehn die interessanten 0,33er Flaschen nicht in die Mitbringsel Rubrik sondern beim Tagesbericht schreiben in die Verkostung. 
Also nicht wundern wenn der Text immer verschwommener wird. 
Kurz nach 17 Uhr zieht das Gewitter ins Tal rein. Ein Blitz kann sogar via Videoaufnahne und Standbild abgelichtet werden. Es schüttet wie aus kübeln.
Dann noch Duschen und zum Abendessen was sehr schmackhaft war, besonders die geschmorten Schweinebäckchen waren ein Traum.
Hier mal etwas Statistik von Komoot (oben links) und der Bosch FlowApp (rechts). Heute leistete mal der Motor 51% der Leistung. Sonst bin ich es der den Haupanteil strampelt.
Das kurze aber heftige Gewitter war eindrucksvoll, aber nur ein kleines Gebiet im Vergleich zu dem was zeitgleich rund um Bologna los war.
Achja, die vier Sorten waren richtig gut. Keine Crafbierplörre die nach einem schlechten Weizenbier schmeckt sondern individuell und klar. So das rauchige Dunkle, das Interesssnte Rose und das für ein Pils etwas zu milde seiende Bier. Aber in der Gesamtheit sehr okay. Nur das Hanfbier hätte ich mir sparen können. "Befor I get high" :-D
Morgen gehts dann rüber bis vor Cortina d'Ampezzo in den zentralen Dolomiten. 

Dienstag, 14. Juli 2026

Weiter nach Italien zur Pontebbana


Heute ging es weiter westwärts nach Italien, auf die alte Pontebbana Strecke . Aber erstmal der Reihe nach.
Nach einer abermals geruhsamem Nacht, es kühlt hier nachts doch gut ab und einem guten Frühstück starte ich um 9 Uhr in Richtung Italien. 
Oha, hier hat es noch Telefonzellen? Der zuten Fliegen usw. nach scheint der Fernsprecher aber eher sehr selten genutzt zu sein.
Ohne die stationäre Fernsprechanlage zu nutzen gehts runter ins Tal zur Geil, einem Seitenfluss der Drau.
Toll wenn dann die Brücke des Alpe-Adria-Radweg rüber zum Verschubbahnhof gesperrt ist. Dann halt wieder 3km zurück und an der Hauptstraße entlang weiter.
Bei Hart überrascht ein "Weihnachtsbaum" aus alten Pfannen.
Mit einem Höhenabsatz Schlenker über Neuhaus, wo ich bei intakter Brücke auch rausgekommen wäre, geht's nach Arnoldstein. 
Hier fülle ich nochmal die Getränkevorräte auf bevir es zur Staatsgrenze Österreich-Italien weiter geht. Eisenbahnmotive sind hier eher die Ausnahme, bzw. wenn kommt nichts zeitnah. 
Die italienischen Zöllner zeigen Präsenz, der Radweg biegt aber in der alten Zollstation bereits ab und dann geht es kurz aber sehr stramm den Berg hoch.
Kurz danach wird eine alte Sperrstelle passiert. Die leeren Stacheldrahttrommeln sind in der Hütte noch vorhanden.
Kurz hinter Coccau di Sotto kommt die alte Trasse der Pontebbana in den Blick. Aber zunächst verläuft der Radweg auf der alten Landstraße um den Berg herum.
Aber am anderen Ende des Tunnels wechselt der Radweg dann auf die alte, durch die schneller befahrbare und zum Großteil im Tunnel verlaufende neue Strecke, obsolete Bahntrasse.
Im einst sehr umfangreichen Bahnhofsgelände von Tarvisio Centrale zeugen nich ein paar Relikte wie das Empfangsgebäude mit Bahnsteig oder rin Lichtmast vom einst geschäfigen Treiben.
Im Bereich vor der nicht mehr sehr vertrauenserweckend aussehenden und ins Nichts führenden Fußgängerbrücke mündete bus 1967 die Strecke aus dem Slowenischen Jesenice ein. Einen Abstecher auf die Talbrücke der Strecke rüber auf die andere Talseite, wo heute der neue Bahnhof Tarvisio-Boscoverde liegt, habe ich irgendwie verpeilt.
Weiter gehts immernoch leicht ansteigend zum eigentlichen Ort Tarvis das auch einen kleinen Bahnhof hatte und ins Nachbarort Camporossa.
Irgendwie wundern mich die diversen Skilifte hier etwas, immerhin liegt man hier nur etwas über 700m.ü.M.
Camporosso verfügte wie Tarvisio Centrale über umfangreiche Gleisanlagen und zudem ein Gleichrichterwerk das heute eher verlassen am Rand des ehemaligen Bahnhofsgelände steht.
An der Zählstelle unter der Autobahnbrücke neben der Seilbahn ist dann der Scheitelpunkt überwunden. Von nunan gings berab. Aber zeitweise bläst ein strammer Wind das Tal hinauf was trotz 2-3% Gefälle unterstützendes Treten nötig macht.
Kurz hinter dem kleinen Ststionsgebäude von Valbruna (das Ort liegt gut 1,5km entfernt) kommt die neue Bahnstrecke aus dem Tunnel und hat den mehrgleisigen Bahnhof Ugovizza-Valbruna bekommen. Eine Rangierlok wartet derweil mit ihrem Belüftungwagen auf den nächsten Einsatz.
Mit gerademal sechs haltenden Zügen zwischen 6 und 20 Uhr hält sich der Andrang mit gerade mal zwei Autos auf dem üppigen Parkplatzareal sehr in Grenzen. Das Empfangsgebäude ist verschlossen, Zugang zum Bahnsteig gibt's nur über die Seiteneingänge.
Eine einzel fahrende Traxx2 Lok wird derweil von einem RailJet Richtung Udine überholt.
Auf der alten Trasse geht's nun weiter zum ehemaligen Bahnhof von Ugovizza der zu einer gut besuchten Radlerrast wurde.
Und so rollt es sich weiter talwärts.
Auf den Hekometertafeln hat man etwas römisches konserviert. Die Hektometer sind in römischen Ziffern angegeben. 
Und jetzt kommen auch die ersten von etlichen weiteren Tunnels die hier im Abschnitt öfter aber eher zum Schutz vor Lawunen errichtet wurden.
Und mit noch mehr Tunneln und Landschaft rollt/fährt es sich weiter talwärts.
Immer mal wieder unterquert die Strecke die "hübsche" Autobahn und nach der Station San Leopoldo wird Pontebba erreicht.
Der Bahnhof ist der einzige der bei der Neutrassierung an der alten Stelle bestehen blieb, wenn auch angepasst und verkleinert, so dass durchs Ort auf der Ortsstrasse weitergefahren wird.
Am südlichen Ortsende geht es dann stramm hinauf auf Streckenniveau.
Die Lok aus Ugovizza-Valbruna fährt gerade aus Richtung Udine, ich nehme die links daneben liegende Röhre der alten Strecke zur Weiterfahrt.
In zwei der folgebden Tunnels ist die Beleuchtung ausgefallen und prompt konnte ich in beiden Röhren mehr und weniger gravierenden Stürze beobachteb, da auch teils nicht bis zur Tunnelwand getert ist. 
Andererseits kann ich auch nicht verstehen dass gerade Radreisegruppen teils ohne (eingeschaltete) Radbeleuchtubn dann im Affenzahn durch die Dunkelheit heizen.
Immer blieb ich unbeschadet und erste Hilfe wurde dankend abgelehnt.
Etwas unterhalb der tückischen Tunnels wechselt die alte Trasse aufs linke Ufer und ich wittere die Chance einen Zug auf der in 2000 eröffneten neuen Trasse auf der kurzen Brücke zwischen den Tunnels zu erwischen. 
Der erste Versuch ear wie gewohnt. Ksim schaltet die Kamera ab, kam ein ÖBB Cargo Zug vorbei.
Dann halt warten bis zum nächsten RailJet, wobei kurz vorher noch ein italienischer Güterzug die Stecke hoch fuhr. 
Der kudeste Zug der Strecke dürfte der REX1813/D1821 von Villach nach Udine sein. Dieser hält auf allen Zwischenstationen (soviel zu REX bzw. gar D-Zug) und kommt um 10:15 in Treviso-Boscoverde an, fährt aber erst 1,5h später um 11:45 weiter. Muss man nicht verstehen...
Ich rolle nach dem längeren Fotostop von knapp 1h weiter und genieße die Aussicht auf das Ort Dogna auf der einen Seite der relativ neuen Brücke...
... als auch ins Tal der Dogna.mit dem Brückenbeubau hatte man scheinbar auch den Bahnhof von der Berg auf die Talseite der Brücke verlegt. 
Das Etappenziel rückt näher, das Navi ist nurnoch knapp Zweistellig bei den Restkilometern und Chiusaforte wird erreicht.
Hier lege ich mal eine Rast bei einem Radler aus Bad Reichenhall *sick* ibd einem Panna "Speck" ein. Es zieht sich weiter zu und erster Donner ist zu hören. 
Also wird das Gepäck wetterfest gemacht und da das Regenradar nur einen Gewitterazsläufer hier anzeigt mache ich auf Prinzip Hoffnung und fahre weiter.
Kurz vor dem Abzweig wo ich die Bahnstrecke für die Weitefahrt nach Moggio verlassen fängt es aber richtig an zu regnen und ich überquere erstmal doch die Bahnbrücke und warte am talseitigen Tunnelportal geschützt den Regen ab.
Und siehe da, nach dem Regen kommt sogar die Sonne durch.
Das machte die Entscheidung weiter auf dem Bahnradweg und dann rüber nach Moggio oder auf der rechten Talseite hoch über die kleinen Weiler doch einfach und es hat sich auch gelohnt.
Nur der Akku litt. War er in Chiusaforte mit gut 75km Fahrstrecke noch gut 50% voll zuckelten die kleinen aber strammen Rampen doch gut an ihm. So waren es sann am Ziel mit 85km nurnoch 39% Restkapazität.
Aber für die Ausblicke hat es sich definitiv gelohnt hier nochmal hochzustrampeln.
Die rostige Brücke sm Ortseingang von Moggio erscheint für die kleine Strasse recht überdimensioniert. Aber da der Italiener die Farbe Rost wihl mag braucht es wohl etwas Materialreserve.
Durch die engen Gassen wird dann die Übernachtung im "Locanda San Gallo" erreicht.
Hier wiedermal der "Logis Feance" Effekt. Einfaches, teils etwas improvisiertes Zimmer (die Dusche und Klo ist hinter der oben offenen Wand) aber ein super Essen.
Im Fersehen läuft derweil Plattfuss in Afrika. Ganz ehrlich, ich finde die deutsche Synchronstimmen passen wegen ihrer "Brummbärart" zu Bud Spencer irgendwie besser wie seine Originalstimme.
Birra Moretti scheint man hier nicht zu mögen, es gibt was aus Aying bei München  :-D
Die Terrasse hat ein interessantes Dach sus Buschbohnen und ab und zu tropft es dann noch etwas aus diesen herunter. 
Morgen gibt's eine der kürzesten Etappen, aber mit gut Höhenmeter zu bewältigen. Schaumermal, auch was Petrus vor hat. Aktuell regnet es sich seit 21 Uhr ein.