Freitag, 17. Juli 2026

Über den Passo Cimabanche ins Pustertal

Das Signal bei Toblach stand so schön vor den gezackten Bergspitzen der Dolomiten, da musste es das Titelbild werden.
So richtig sieht das Wetter am morgen nicht und für den Nachmittag sind Gewitter gemeldet. Lassen wir uns überraschen. 
Gut gestärkt ging es kurz nach 9 Uhr mit der Etappe Nr. 7 los. 
In der Ortsmitte von San Vito wurdn Bahndamm und Brücke komplett entfernt und so ist bei der Kirche eine "Delle" zu fahren.
Ab der "Delle" ist der Radweg auch erneuert. Ob es die Markierung mag jeder für sich entscheiden. Insbesondere das die einzelnen Fahrspuren kaum Radbreite (Lenker) besitzen.
Der renovierten Abschnitt endet hinter denäm ehemaligen Bahnhof Chiappuzza.
Danach wird der Weg schmäler und ungepflegter. Tja liebe Verantwortliche, auch ein Radweg braucht wie jeder Weg kontinuierlich Pflege. 
In Abschnitten in denen Murgänge zu erwarten sind hat man sich das Asphaltieren ganz gespart. Komisch, bei der Strasse nicht.
Nach einigen Kilometern wird die einsam im Wald gelegene Station Dogna passiert. Bis 1920 lag hier die Grenze zwischen Österreich und Italien. 
Es folgt wieder ein Waldwegabschnit, nur der Abschitt im Weiler ist asphaltiert. 
Danach wird der Weg immer schmäler und erreicht fast Singletrail S3 Niveau.
Der Weg schlägt noch einen komischen Haken und die Wiedereingfädelung parallel zur SS51 erschließt sich auch nicht sofort aber trotzdem wird Cortina d'Ampezzo erreicht. 
"La Linea" mahnt zum langsamen Fahren. 
Irgendwie sollte man nicht meinen dass Teile der Olympischen Winterspiele 2026 hier nicht schon stattfanden sondern erst 2027 kommen werden so viel wie hier allerorten gewerkelt wird, wie z. B. auch an der Skisprungschanze am Ortseingang.
Die Seilbahn auf den Monte Faloria bzw. zur Zwischenstationen Mandres wurde 1939 errichtet und 1977 durch die heutige Anlage ersetzt.
Irgedwie reizt es mich diese Retro-Bahn zu fahren, aber da rundherum recht eingeschränkte Sicht herrscht spare ich mir die Fahrt dann doch.
Kurz hinter der Talstation rund um den alten Bahnhof ist man auch verstärkt am Bauen zur "Revitalisierung" des Geländes. Daher muss auf die stark befahrene und im Stop an Go Verkehr stockende Hauptstraße ausgewichen werden. 
Kurz danach geht's aber wieder auf die bereits 1962, also 6 Jahre nach den Winterspielen, stillgelegte Bahntrasse des Nordabschinitts der Dolomitenbahn
Aber irgedwann steht die Ortspolizei auf dem Weg und winkt heden hinunter ins Tal, ohne weitere Infos oder Ausschilderungen.
Ein Blick in die Karte lässt drn Schlussfolgerung zu dass es wohl auf der Hauptstraße SS51 weiter gehen soll. Da aber vei einem Weg wieder hinauf zur Bahntrasse keine Absperrung steht und auch andere den Weg nehmen mache ich mich auch auf den Weg zurück zur Bahntrasse.
Aha, der nach 1920 errichtete "rechte Tunnel" ist dauerhaft gesperrt und im alten "linken Tunnel" finden diverse Arbeiten statt. Es deutet auf die Ausstattung für eine Veranstaltung hin.
Msn arrangiert sich mit den am Portal erscheinenden Radlern und Wanderern. Geschoben darf passiert werden.
Wer von Toblach her kam hatte weniger Glück da es nach der dortigen Sperrstelle keinen Wiedereinstieg gab und der Weg hinauf zur SS51 eher ein Trampelfpfad ist.
Ich rolle aber zum Glück weiter recht angenehm in Richtung Passhöhe.
Bis kurz vor der Station Ospitale auf 1468m.ü.M wird die Schlucht recht steil und tief.

Danach geht es moderat steigend weiter zur Passhöhe Cimabanche auf 1528m.ü.M.
Bis hierher wurden trotz Nutzung von "nur" Eco+ ubd Tour+ der Unterstützungsmodi knapp die Hälfte der 800Ah des Akku weggesaugt. Dazu dürfte im Vergleich zu gestern auch der erhöhte "nicht Asphalt" Anteil beigetragen haben der eine erhöhte Reibung erzeugt.
Aber ab jetzt geht's berab und die Region Venetien wird verlassen und das eher deutschsprachige Südtirol erreicht. 
So manche Durchfahrt von Bachbetten aus den Seitentäletn verfügen über keine Brücken ubd dürften bei Regen auch nicht als Furt nutzbar sein. 
Im Dürrensee spiegeln sich die Berge und diverse im Rostdesign gehaltene Stelen informieren über die Geschichte der Verkehrswege am Pass und dessen einst strategische Geschichte zwischen Österreich und Italien. 
Interessant ist auch dass die SS51 bis heute den Titel "Deutsche Strasse" trägt. Ein von der Region Venetien gewünschter autobahnähnlicher Ausbau wurde seitens der Region Südtirol aber stets abgelehnt. Es reicht wohl schon wie man die Brennerzuläufe zubetoniert hat.
Der Weg ist weiterhin nit Vorsicht zu genießen. Imner wieder hst es dzrch den Regen bedingte Auswaschungen und das lose Material sammelt sich dann wiede in Kuhlen an.
Aber der Radweg ist auch recht gut befahren für einen Freitag, sowohl von eBike sks auch ohne Motorunterstützung fahrende im Verhältnis 3 zu 1.
Und so wird wohlbehalten Toblach an der Pustertalbahn erreicht. 
Das alte Empfangsgebäude der Schmalspurbahn auf dem Bahnhofsvorplatz steht nich ibd wird für Evebts genutzt.  Auch der Lokschuppen besteht noch, aber eher in einem trostlosen Zustand. 
Eine Richtingsänderung ist angesagt, eill uch doch nicht nach Lienz und Villach zurück sondetn Tal abwärts nach Bruneck.
Der Pustertal Radweg ist relativ neu ind hervorragend ausgebaut und so rollt es sich, aber bei teils heftigen Gegenwind talwärts. 
Der Italiener hat schon komische Signale. Rot und Grlb gleichzeitig lassen den Zug in die Station Niederdorf einfahren. 
Immer ein wenig auf und ab gehts weiter im Tal mal links oder rechts des Fluss entlang und am Olanger Stausee vorbei. 
...
Nach dem Stausee kletter der Weg ein wenig hinauf nach Oberolang und wieder hinunter nach Mittelolang.
Dort finde ich dann auch eine geeignete Fotostelle, aber prompt als der Zug Richtung Toblach kommt zieht eine Wolke rein, der Gegenzug der im benachbarten Bf Welsberg gekreuzt werden sollte kam nicht und oh Wunder als der nächste Zug Richtung Toblach 1/2h später vorbei kam, da kam auch wieder die Fotowolke vorbei. 
Aber mit dem um ca. 15:15 in Welsberg  abfahrenden Zug Richtung Franzensfeste gelingt dann doch ein Sonnenfoto mit Zug.
Und dann geht's weiter in Richtung Etappenziel, vorbei an alten Brückenpfeilern und durch Tunnels die wohl für den Kraftwerksbau gebaut wurde. Wie üblich im alpinen Raum jagt man Wasser gerne durch Turbinen. 
Noch etwas geht's an der Rienz entlang und um 16 Uhr wird dann, mit 30% Restakku, das Hotel goldene Rose erreicht und das Rad in der Tiefgarage versteckt. 
Eigentlich wollte ich ja etwas außerhalb bei einem Bett&Bike eingetragen Gasthof übernachten, aber wer nicht auf Mails reagiert, vermutlich da nur eine Übernachtung, der braucht den Umsatz wohl nicht.
Die Rose liegt recht nett am Rand der Altstadt. 
Das Zimmer gefällt und es hat einen grossen aber vergleichbar leisen Dyson Ventilator. Aber gegen das Rauschen der Rienz kommt er bei geöffneten Fenster akustisch eh nicht an 🤣
Aber muss das Hotel direkt an der "Gross Gerau Promenade" liegen ubd mich an das Ort erinnern? Bruneck ist definitiv hübscher gelegen.
Erstmal noch die Getränkevorräte im nahe gelegenen Eurospar ergänzen. Die Ampeln mit Timer wie lange moch Rot oder Grün leuchtet würde ich mir andernorts auch wünschen. 
Zum Abendessen kehre ich in einem der als Filialen betriebenen Brauereigasthöfe der Grossbrauerei Forst ein. Würstelteller mit üppigen Beilagensalat und Kartoffelsalat mit abschließenden Bieramusu. Das gefällt.
Wo kam nur dieser Teambus von Arminia Bielefake vor dem Hotel Post her? Gibt es etwa Bielef**d doch in real?
Wie gewohnt hier der Link zur Touraufnahme bei Komoot. Wie fast üblich wurden es ggü. der Planung ein paar Kilometer mehr.
Morgen geht's via Franzensfeste nach Bozen.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Westwärts durch die Dolomiten

Das gestrigen Schlechtwetter hat sich verkrümelt und die Sonne strahlt kräftig.
Jetzt erstmal Energie mit regionalem Schinken und Käse sowie diversen Kuchensorten bunkern und dann gehts um 9 Uhr herum in den Anstieg  zum Sella di Rioda welcher gut 400 Höhenmeter über dem Dorf Sauris di Sopra liegt. 
Die "deutschprachige" Ausschilderung erinnert mich weniger an Tiroler Dialekte woher dieser wohl stammen soll sondern irgedwie an Moselfränkisch wie in Luxembourg gesprochen. 
Das Hinweisschild verheißt gutes, der folgende Pass ist auch offen. Die Schneeketten kann ich im Gepäck lassen  :-D
Auch hier hat es, wie gestern nach Sauris di Sopra hinauf, wieder 8 angekündigte Kehren. Wobei die untere Nr. 8 eher eine Schleife denn Kehre ist.
Und so wird heftig am Akku gesaugt. Oben am Pass auf 1800m.ü.M. sind dann die ersten 29% Kapazität verbraten. 
Aber jetzt geht es eh erstmal talwärts wobei es zwischen den drei Pässen Sella di Rioda, Razzo und Ciampigotti immer mal kurze Anstiege oder ebene Abschtte hat. 
Aber ab dem Sella di Ciampigotti geht es dann richtig gut hinab.mit vielen Kehrschleifen die sich nicht vor bekannteren Alpenpässen verstecken müssen. Regrläsdig kommen Renault R4 entgegen die hier wohl eine Route über die Pässe abfahren. Auch eine Art von sportlich mit den spartanisch Kisten. 
Etliche Höhenmeter später und mit vermutlich leicht verschlissener Bremsen wurd auf ca. 1.000m.ü.M Laggio di Cadore erreicht. 
Durch das hübsche Ort geht es weiter runter ins Tal und erstmal auf die relativ stark befahrene SS52 und SS51bis nach Lozzo di Cadore 

Hier ist erstmal weniger Verkehr aber hinter Lozzo geht's bis kurz vor Domegge di Cadore wieder auf die gut genutzte SS51bis. Nicht toll, aber ist auch so. Die Ausschilderung des Radwegs bzw. der Radroute ist eher als rudimentär zu benennen.
Aber allen Widrigkeiten zum Trotz wird auch der Abschnitt überlebt und abseits der Hauptstraße geht es nun durchs Ort. 
Ein kurzes Stück Nebenstraßen folgt bevor es ab Ortsende Vallesella wieder auf die SS51BIS geht.
Aber in Calalzo di Cadora biege ich gleich mal zum Bahnhof ab.
Dort warten sm top sauberen Endbahnhof zwei Dieseltriebwagen der FS auf Gleis 2 und3 auf ihren nächsten Einsatz. Wobei der auf Gleis 3 mit dem Rost an der Seitenfläche schon recht armselig aussieht. 
Einst fuhren hier wohl lautdrm Schild sogar Autoreusezüge hierher. Die Rampe existiert noch, aber das Gleis ist abgebaut. Die Gleisanlagen zeigen such allgemein stark "gerupft".
Vom großzügigen Bahnhofsvorplatz aus fuhren bis 1964 die Züge der als Schmalspurbahn ausgelegten Dolomitenbahn nach Cortina d'Ampezzo (bis 1962 weiter nach Toblach).
Ich warte erstmal dennin gut 40min talwärts nach Belluno ab bevor es auf der nun teils von innerörtlichen Strassen genutzten ehemaligen Bahntrasse Richtung San Vito di Cadore geht.
Die Strassen auf der alten Trasse sind ob ihrer geschwungenen Linienführung gut erkennbar.
Während die SS51 den direkten Weg durch den Berg nimmt gönnte sich die Bahnstrecke einen Schlenker um den Berg und nur einen kurzen Tunnel.
Viele der noch erhaltenen Empfangsgebäude und teils auch Schrankenposten werden derzeit aufwändig saniert oder wurden bereits saniert.
Brim westlichen Rand von Tai di Cadore ist die Wegeführung durch den Neubau der Ortsumgehubg der SS51 beim alten Gäude mittendrin ist nicht ganz klar erkennbar ob es nun abgerissen oder integriert wird. 
Ein wenig später zeigt ein Wandbild eine Reminiszenz an das einstige Bähnchen bevor es weiter nach Valle di Cadore geht. 
Auch hier wiedermal ein kurzer Tunnel bevor rs mit moderater Steigung und weiteren kurzen Tunnels weiter das Tal hinauf geht.
An einer Stelle wurde übrigens eine vollwertige Unterführung für den Radweg gebaut, als Ersatz für den alten Schrankenposten. 
Die Landschaft und Vegetion ist teils eine Mischung aus Alpin und Mediterran.
Stellenweise und nicht wegen der Strassenbauarbeiten ist der Weg in einem relativ schlechten Zustand. Besonders der von der Originaltrasse der Bahn abweichende Abschnitt zwischen Venas di Cadora und Peaio fällt recht negativ und ungepflegt auf. Ausbrüche om Asphalt und abgerutschte Böschungen sind hier leider normal. 
Aber sann wurd der Weg wieder besser.
Vor San Vito di Cadore lege ich eine kleine Pause zum dösen ein da ich gut in der Zeit liege.
Die imposanten Felsen der Dolomiten kommen immer näher. 
Ich fahre mit einem kleinen Schlenker erstmal am Hotel und dem alten Bahnhof von San Vito di Cadore vorbei bevor ich eincheke.
Ab 16:30 gibt es inklusive ein kleines "Snackbuffet" und ob der nicht gerade preiswerten Übernachtung, selbst in Basel hätte ich dafür 2 und in Weil am Rhein 3 Nächte bekommen aber ich war froh überhaupt eine Übernachtung ohne eine ganze Woche zu buchen zu finden. 
Das kleine Snackbuffet gefällt und sogar eine Suppe hat es. Also eigentlich jann man sich gut ein 3 Gang Menü zusammenstellen und daher schlage ich mehrmals zu und werde auf externe Gastronomie verzichten. 
Stattdessen fahre ich nochmal durchs Ort um was fpr heute Abend zum Knabbern und Trinken mit Bier aus den Dolomiten zu holen.
Der Tag klingt dann entspannt auf dem Balkon aus. Und entgegen des Wetterbericht heute auch wieder ohne Regen auf der Etappe. Mal sehen wie lange das noch so anhält.
Zum Abschuss wie gewohnt der Link zur Aufzeichnung bei Komoot der heutigen Etappe auf der letztendlich doch 69 km mit 1.010 Höhenmeter auf- und 1.410 Höhenmeter abwärts zusammen kamen. 
Am Ende der Einkaufsfahrt hatte der Akku noch 18%. Ein gutes Zeichen für die nächsten Etappen. 
Morgeb geht's über Cortina d'Ampezzo nach Bruneck.

P. S. Bin eben kurz nach Mitternacht aufgewacht und es hat einen schönen Sternenhimmel, aber irgedwo hinter der Bergen gewittert es.

Mittwoch, 15. Juli 2026

Hinauf in die Friaulschen Dolomiten nach Sauris

Etwas Bammel hatte ich vor dieser Etappe. Zwar nur gut 62km geplant, aber 1.500 Meter aufwärts und nur wenige talwärts rollende Abschnitte. Ob das der Akku und ich packt.
Spoiler, ja es hat geklappt und sogar noch für 9 Zusatzkilometer mit zusätzlichen Höhenmetern. Und das wichtigste, ich war noch vor dem Gewitter (wieder) im Hotel.
Aber jetzt erstmal der Reihe nach. 
Das Frühstück lässt fast keine Wünsche offen. Das hätte ich jetzt so nicht erwartet.
Gut gestärkt geht's nun erstmal zur nach wenigen zur Station von Moggio an der Neubaustrecke. Auf Google Mapps sindl auf der Brücke die das Val d'Aupa überspannt Bahnsteige erkennbar, auch etwas wie ein Empfangsgebäude, einen Nachweis dass die Station aber jemals in Betrueb war findet sich im Netz aber nicht. Das Gelände ist zudem recht großzügig abgesperrt so dass es keinen Sinn macht mich weitere Höhenmeter zu vergeuden. In Openrailwaymap.org ist die Station als Überleitstelle PC Aupa vermerkt.
Also rolle ich hinunter zur alten Station von Moggio. 
Auch heute weht ein stellenweise strammer Wind das Tal hinauf. Aber es rollt ohne Unterstützung tretend noch ganz gut.
In Carnia endet die alte Bahntrasse und statt über die alte Brücke zu führej macht der Radweg einen Schkenker um dann wieder am Bahnhof rauszukommen.
Hier verlasse ich die Pontebbana Linie und auch den Alpe-Adria-Radweg und biege westwärts Richtung Tolmezzo ab um auf Abschnitten entlang der ehemaligen Bahnstrecke Carnia-Tolmezzo-Villa Santina mich in den Anteil des Friaul an den östlichen Dolomiten zu wagen.
Die Bahnstrecke wurde 1960 im Personen- und 1968 im Güterverkehr eingestellt, jedoch von 1990 bis 2000 wieder als Anschlussbahn ins Industriegebiet von Tolmezzo bedient. 
Mitlerweile sind die Abschlussweichen in Carnia gekappt und die Strecke stark zugewuchert.
Da die Brücke der SS52 derzeit gesperrt ist wird es auf der schmalern parallel liegenden Strassenbrücke der Nebenlinie, mit der auch die Bahnlinie das Tal überquerte, recht eng. Aber die Auto- und LKW fahrer sind geduldig bzw. halten gut Abstand. 
Auf der anderen Seite angekommen wird die Bahn unter der Autobahnbrücke unterquert und in das Tal des Tagliamento eingebogen.
Der Radweg ust miserabel ausgeschildert aber dafür sind die Orte um so hübscher.
Auf circa halben Weg von Amaro nach Tolmezzo taucht dann wieder die Bahn aus dem Gemüse auf und quert die Nebenstrasse. Sämtliche Sicherungsanlagen sind mitlerweile abgebaut, die Pläne einer Museumsbahn aus den frühen 2000er Jahren haben sich definitiv zerschlagen. 
Am folgenden Strassentunnel (die Bahnlinie liegt rechts oberhalb) ist mit der Rostbraunen Stahlplatte links oberhalb des Portals etwas zu erkennen was ich in CH mit "Dinge die man nicht sieht" betiteln würde. Bereits gestern war mindestens eine sehr auffällig unauffällige ehemalige Wehrstellung an der Strecke erkennbar.
Und dann die Überraschung. Ein frisch saniertes Viadukt der Bahnstrecke. Am folgenden ehemaligen Bahnübergang ist der Grund zu erkennen. Die Bahnstrecke wird nun wohl "Verradwegt". Wobei das derzeitige Ausbauende Richtung Carnia wohl irgendwo im Nirgedwo enden muss da zwischen dem vorherigen Bahnübergang und hier keinerlei Vernindung zur Strasse besteht.
Der Weg ist gesperrt, wird aber von Einheimischen schon gut genutzt. Ich biege aver erst am nächsten nicht versperren Zugang beim Haus einer vermutetlich ehemaligen Blockstelle suf den neuen Radweg ein ubd wie fast zu erwarten ist er an der nächsten Strassenkreuzung abgesperrt, was aber gut umfahren werden kann. Bautätigkeit ist zudem keine erkennbar. 
So plötzlich wie er begann Ende der Radweg am östlichen Ortsrand von Tolmezzo wieder. Ein paar Gleise der hier gelegen Gütergleisanlage zur Anbindung mit Kopf machen des Papierwerks sind noch erkennbar. Danach muss man auf die Strasse ausweichen und kurz nach dem Kreisel geht's auf der alten Bahntrasse wieder durchs Ort. Alles erscheint irgendwie ohne Konzept.
Auf der Brücke geht's vom westlichen Ortsrand rüber über den wenig Wasser führenden Torrente But. Laut Openrailwaymap.org war die Bahn auch über die Brücke geführt. 
Der Radweg verässt hinter der Brücke aber die Strasse und führt an der Eindeichung am Fluss entlang. 
Danach wird wieder ins Tal des Tagliamento abgebogen und mal mehr und mal weniger gut ausgebaut sowie auf teils kuden Wegeführungen gehts nach Villa Santina. Laut Wikipedia stünde der Abschnitt Tolmezzo  - Villa Santina der Bahnstrecke angeblich seit 2000 unter Denkmalschutz. Die Frage ist nur, was ist da noch vorhanden, ausser dem einen Gleisrest im Bahnübergang war nichts zu erkennen. Die Strecke scheint eh großteils im Ausbau der Strasse aufgegangen sowie stellenweise überbaut zu sein. 
In Villa Santina biege ich zum Supermarkt ab um Getränke für den Anstieg aufzunehmen und verpeile dabei dass ich keine 100m am ehemaligen Bahnhof mit der dortigen Denkmallok vorbei fuhr. Egal, gibt schlimmeres. Damit heute definitiv keine Fotos von Bahnhfahrzeugen :-D
Es geht wieder über eine recht lange Brücke und nach einer Feldweg Zickzack Fahrt statt Hauptstrasse wird Socchieve erreicht.
Hinter Socchieve warnt dann das Schild vor 20% Steigung. Na danke auch. Der vorherige Weg mit nur 7% Steigung führt leider zur Hauptstraße ohne Radweg, das will ich nicht freiwillig fahren. 
Aber 20%, famit will ich den Bock auch nicht im kleinsten Gang schinden. Dann lieber mit Schiebehilfe hochschieben.
Der Stutz ist auch nicht allzulange. Ab dem Parkplatz unterhalb der Kirche geht's schon wieder bergab. Zum letzten mal für die nächsten gut 20km.
Ab Mediis beginnt dann der Anstieg. Zunächst wurde nach einigen Kehren Ampezzo erreicht, wie Ampezzo? Ja, aber ohne Cortina, denn das wird erst übermorgen erreicht.
Die Stützpunkte der Strassenmeisterei haben irgedwie Ähnlichkeit mit Bahngebäuden. Kann aber auch mit der Beschriftung zu tun haben.
In Ampezzo wird dann auf die Nebenstrecke zum Stausee von Sauris übergegangen, denn dieser führt nicht über den Pass und spart damit mehrere hundert Höhenmeter. 
Und so geht's stetig ansteigend weiter, ab und an ist der Tour+ Modus nicht mehr stark gebug so dass eMTB bzw. der Modus Turbo auch mal heftig an der Batterie saugen dürfen. Aber nir so lange wie wirklich dringend nötig.
Auf dem Weg hinauf liegen etliche Galerien und Tunnel wobei in den Tunneln die Strasse stets gepflastert ist. 
Mit einer gut 105m hohen Brücke schwingt sich die Strasse dann auf die andere Talseite. Die an der Brücke angebrachten Blumen dürften eher kein Schmuck sein sondern Gedenken an Keute sein die die Brücke nicht gänzlich überquert haben.
Ubd weiter durch die Tunnels und die schmale aber tiefe Schlucht hinauf zum Staudamm.
Vor dem letzten Tunnel warnt ein Schild vor der fehlenden Beleuchtung, der Tunnel ist dann aber der mit Abstand am besten ausgeleuchtete auf der Gesamtstrecke.
Der Wasserpegel am See ist sehr niedrig. Auch hier mangelt es wohl an Niederschlag. 
Die Staumauer ist 136m hoch und es ist schwierig diese als Ganzes zu erfassen.
Auf der anderen Seite der Staumauer kommt die andere nicht gewählte Strasse über den Monte Pura Pass ebenfalls direkt an der Staumauer aus einem Tunnel.
So, lange genug in die Sonne geblinzelt, weiter geht's zum Endspurt nach Sauris. 
Moderat steigt es am See entlang an und dann gehts teils mit Jahren hinauf nach Sauris di Sotto (zu deutsch "Unter Sauris").
Zwischen den unteren und oberen Häusern der kleinen Gemeinde geht's auch recht steil hinauf.
Da im Hotel der CheckIn erst ab 15 Uhr (es wird später werden) mögluch ist lege ich im Kursaal eine Rast ein. Irgedwie bin ich dieses Jahr recht früh an den Zielen, vielleicht rollt das Rad besser? Dürfte heute auch an der fehlenden "ach noch ein Zug abwarten" Option liegen. 
Der Wespe gefällt der Puderzucker vom Apfelstrudel, wobei sie nie richtig im Teller aufsetzt sondern regelrecht im Schwebemodus bleibt. ;-)
Die Beschneiinfsanlage dürfte heute nicht funktionieren genauso wie der Skilift. Na dann heute nicht mit dem Skifahren anfangen. 
Gut gestärkt gehts aus Sauris di Sotto raus und nach nachgezählt acht Kehren ist der Ortsteil Sauris di Sopra  erreicht. Neben italienisch wird hier auch eine Art Deutsch gesprochen. Darin nennt sich das Ort dann Zahre.
Durch das aus hübsch renovierten alten Häusern bestehenden Ort gehts zum Hotel Neider, dem heutigen Übernachtungsort.
Hui, geradezu frostige 24 °C zeigt der Thermometer am Nachbarhaus an.
Mit dem CheckIn um kurz nach 15 Uhr wird es nichts. Der Eingang ist zu und die Klingel bimmelt eohl irgendwo im Nirwana. 
Aber irgedwann ist Leben im Gebäude erkennbar und ohne Klingel klappt es mit Winken am Fenster der Gaststube.
Das Zimmer ist großzügig aber recht knapp mit Steckdosen ausgestattet. Was aber auch das einzige Manko ist.
Hier in "Ober Zahern", korrekt im Dialekt "Ouberzahre" wird sogar Bier gebraut. Im Kursaal hatte ich es nur "gepanscht" als Radler genossen. Es scheint aber zu taugen. Leider macht das Geschäft erst übermorgen wieder auf. Daher rolle ich an der Kirche vorbei über recht steile Wegeabschnitte, zumindest bis ich wieder die Strasse erreiche, nach Sauris di Sotto zum dortigen Dorfladen.
Bei der Ankunft hatte der 800er Akku noch 13% Restkapaziät. Da ich mit mit 18% in Sauris di Sotto weggefahren bin schnalle ich den kleinen Zusatzakku an. Mit nun ca. 34% sollte die Besorgungsfahrt kein Problem sein.
Derweil zieht es sich langsam zu, aber das Hotel und die wertvolle Fracht der vier Biersorten wird rechtzeitig vor dem Gewitter erreicht. Das Fahrrad parkt heute draussen und bekomnt simit erstmals eine Vollwäsche.
Das Bier soll gekühlt gelagert werden laut Brauerei da unfiltriert usw. 
Na dann gehn die interessanten 0,33er Flaschen nicht in die Mitbringsel Rubrik sondern beim Tagesbericht schreiben in die Verkostung. 
Also nicht wundern wenn der Text immer verschwommener wird. 
Kurz nach 17 Uhr zieht das Gewitter ins Tal rein. Ein Blitz kann sogar via Videoaufnahne und Standbild abgelichtet werden. Es schüttet wie aus kübeln.
Dann noch Duschen und zum Abendessen was sehr schmackhaft war, besonders die geschmorten Schweinebäckchen waren ein Traum.
Hier mal etwas Statistik von Komoot (oben links) und der Bosch FlowApp (rechts). Heute leistete mal der Motor 51% der Leistung. Sonst bin ich es der den Haupanteil strampelt.
Das kurze aber heftige Gewitter war eindrucksvoll, aber nur ein kleines Gebiet im Vergleich zu dem was zeitgleich rund um Bologna los war.
Achja, die vier Sorten waren richtig gut. Keine Crafbierplörre die nach einem schlechten Weizenbier schmeckt sondern individuell und klar. So das rauchige Dunkle, das Interesssnte Rose und das für ein Pils etwas zu milde seiende Bier. Aber in der Gesamtheit sehr okay. Nur das Hanfbier hätte ich mir sparen können. "Befor I get high" :-D
Morgen gehts dann rüber bis vor Cortina d'Ampezzo in den zentralen Dolomiten.