Um kurz nach halb 10 fuhr der TGV mit Zwischenhalten nur in Avignon TGV und Aix-en-Provence TGV in 3:19 nach Marseille St. Charles.
Da der TGV pünktlich ankam und der TER über Niolon Verspätung hatte wurde umdisponiert und statt vorzeitig im Hotel einzuchecken ging es zunächst über die Hafenbahn von Marseille und dann weiter entlang der Côte Bleu nach Miramas. Bis Niolon war der Zug, durch Strandbesucher, sehr gut besetzt inkl. Stehplätze.
Aber die Küste ist auch schön.
Eine nette Bucht reiht sich an die Nächste. Kein Wunder dass die Badegäste hier her wollen und der Zug leert sich mit jeder Station merklich.
Hinter La Couronne schwenkt die Bahnstrecke nach Norden und die Strände weichen Industriegebieten und Häfen.
Mit gut einer halben Stunde Verspätung wird Miramas erreicht.
Der Zug wendet recht flott und kehrt mit +20 nach Marseille.
Gegenüber der Hauptstrecke ist die Küstenlinie aber wesentlich langsamer (1,5h zu 3/4h) und trotz Wartezeit und 15min Verdpätung kommt der TER als Avignon noch vor dem Küsten TER in Marseille an.
Während der Wartezeit kommt noch ein Güterzug und ein TER Leerpark Richtung Avignon durch.
Der aus Corailwagen gebildete TER nach Marseille ist nicht gerade in gepflegtem Zustand und statt Klimaanlage funktioniert gerade mal die Lüftung und das scheinbar im ganzen Zug.
"Su vide" gegart wird wieder Marseille erreicht und im Novotel schräg gegenüber eingeckeckt.
Mit nun erfolgter Marscherleichterung geht es erstmal zum nächsten Backofen, andere nennen es Metro und mit dieser zur Haltestelle Joliette um dort auf die etwas besser klimatisierte Tram T2 zu wechseln. Nach Umstieg in Arenc-Euroméditerranéeauf die T3 geht's mit eimem im Design an die Seefahrttradition inspizierten Flexity Outlook (ex. Bombardier) durch das in der Umwandlung befindlichen ehemalige Hafen- und Industriegebiet zu deren Endhaltestelle Geze.
Mit der Nachfolgeserie die dann mit CAF Urbos bestellt wurde und hinsichtlich Design an die Flexity angeleht aber wesentlich detaiärmer sind, geht es dann den ganzen Laufweg verlängerten Linie T3 bis zur anderen Endhaltestelle La Gaye im Süden von Marseille, wo dann zwischen Le Gaye und Parc Sévigné ein paar Fotos gemacht werden konnten. In der Endhaltestelle standen die beiden Typen Flexity (links) und Urbos (rechts) nebeneinander.
Mit der T3 ging es zurück zur Hst. Cours Saint-Louis beim alten Hafen und dann zu Fuss in die "Fressgasse" beim Dauphine zum Abendessen.
Fischsuppe, Oktopustentakel und ein umgedrehter Apfelkuchen. Alles sehr lecker.
Nach dem Essen gehts zur Hochwasseroptimierten Station Vieux-Port, man muss erst drei Stufen hoch gehen bevor es hinunter zur Metro geht und zur Linie M1 und mit dieser zum Bf. Saint Charles und von dort vua der sehr langen Rolltreppe zurück Hotel.
Die Metrostation im Bahnhof ist eigentlich recht modern gestaltet. Die Fahrzeuge und die meisten Stationen generieren aber eher eine Zeitreise in die späten 80er Jahre des vorherigen Jahrhunderts.
Der heutige Zugfahrplan:
TGV 6107
Ab 09:38 Paris Gare de Lyon
An 12:57 Marseille-St-Charles
TER 87973
Ab 12:54 (+25) Marseille-St-Charles
An 14:25 (+30) Miramas
TER 17703
Ab 15:33 (+15) Miramas
An 16:08 (+15) Marseille-St-Charles
Morgen gehts mit 4h TER Direktfahrt, hoffentlich mit funktionierender Klimaanlage und Sitzplatz, nach Montpellier.