Heute stand der letzte Tag der Sommertour2026 an und hätte ein Vias Zugbegleiter nicht hinter Erbach seine Pflicht getan wäre ich trotz TGV Nutzung (!) von Lyon bis nach Hause komplett ohne Fahrscheinkontrolle unterwegs gewesen.
Aber erstmal der Reihe nach.
Der TGV nach Strasbourg fährt kurz nach 10 Uhr und so geht's vom Ibis Hotel (im 90er Stile aber wenigstens mit funktionierender Klimaanlage) durch die Shoppingmeile zum Bahngebäuden Lyon Part Dieu.
Was etwas bemerkenswert/eigenartig ist ist dass es keinerlei Zugangskontrolle zum Bahnsteig geht. Normalerweise wird bei TGV Fahrten immer beim Zugang zum Bahnsteig die Fahrkarte bzw. die Reservierung geprüft. Hier fand nichts in der Art statt.
Es kommt aus Marseille eine Doppeltraktion mit führenden einstöckigen "Lacroix" TGV nach Strasbourg (weiter nach Paris) und Doppelstock TGV nach Frankfurt. Die Sitzplätze befinden sich oben im Frankfurter Teil.
Vorbei am am imposanten Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhof Lyon-Brotteaux geht's über die Rhone Richtung Schnellfahrstrecke.
Bei Mâcon wurd die Schnellfahrstrecke wieder verlassen und über Chalon-sur-Saone geht es nach Dijon, wo aber nicht gehalten sondern der Personenbahnhif über die Verbindungsbahn nach Dôle zu Schnellfahrstrecke Sud-Est umfahren wird. Die im Betriebswerk von Dijon stehende Schneeschleuder wird derzeit eher nicht zum Einsatz kommen.
Mit Zwischenhalt in Besancon France-Comté.
Auf der Schnellfahrstrecke ist das französische Zusicherungssystem TVM als auch ETCS, beides mit reiner Führerstandssignalisierung, ausgerüstet. Die Schilder mit dem Dreieck gelten für TVM, mit Pfeil für ETCS. Wobei die TVM Blockteilung kürzer ist.
Kurz hinter Belfort-Montbéliard endet die Schnellfahrstrecke und über die Altstrecke, unter andrem über das Viadukt von Dannemarie, geht's weiter nach Mulhouse.
Nach einem Halt in Mulhouse und der Schleife durch den Rangierbahnhof geht's Richtung Norden in Richtung Strasbourg, dabei gerät auch der TramTrain aus Thann ins Bild.
In Strasbourg werden die beiden Zugteile getrennt. Der vordere Teil fährt weiter nach Paris, der hintere wechselt die Fahrtrichtung und fährt über Karlsruhe nach Frankfurt.
Und Überraschung, es regnet in Strasbourg.
Auf Tram in Strasbourg und überfüllte Regioshuttle nach Offenburg habe ich in der schwülwarmen Luft keine Lust, daher wurde erstmal regionale Braukunst gebunkert und dann der TER nach Lauterbourg geentert.
Eigentlich sollte der Zug nach Fahrplan bis Wörth weiterfahren und der im Lack für Deutsch-Französische Verbindungen werbende Triebwagen hat auch eine Zulassung für D und F, aber trotzdem endet die Fahrt im Elsässischen Lauterbourg.
Recht flott und bequem geht's so halt nur bis zum Grenzbahnhof der noch mit Elsässischen mechanischen Signalen ausgestattet ist.
Irgedwann werde ich auch mal die Güterzüge aus Roeschwog zum Industriegebiet bei der ehemaligen Bahnbrücke nach Wintersdorf/Rastatt abfangen.
In Lauterbourg endet der Zug auf Gleis 2.
Auf Gleis 3 wartet eine Doppeltraktion der Coradia Polyvalent, der um 16:38 nach Strasbourg fährt.
Auf Gleis 1 steht ein Talent nach Wörth bereit, der aber erst um 16:45 fährt.
Für den fehlenden Abschnitt nach Wörth fährt daher ein Bus, gänzlich ohne Beschilderung und Fahrgastinfo, um 15:50 ab dem Bahnhofsvorplatz. Wobei bereits um 15:47, nach einmal intensiven Hupens, mit Halt an allen Zwischenstationen nach Wörth gefahren wird. Die Fahrtzeit ist mit 31min doppelt so lang wie mit dem Zug.
Aber die S3 nach Karlsruhe Gleis 103 wird komplett entspannt bei der obligatorischen Sauhitze erreicht und eine V100 grüsst dort im Hauptbahnhof.
Der ICE 2504 via Ffm Flughafen und Köln nach Hamburg hat 6min Verspätung was den Umstieg sehr entspannt machte.
Die S3 nach Osterburken komnt entgegen der Anzeige als Doppeltraktion was die Belegung recht entspannt macht.
Mit im Abteil ist ein "Seltenfahrer" der gerade aus Hamburg kommt generiert sich während der Fahrt durchs grüne Neckartal ein gutes Gespräch.
Eberbach wird pünktlich erreicht und der "Odenwald-Express" als RB82 wartet gar in Doppeltraktion mit funktionierender Klimaanlage.
Somit bricht nun die letzte Etappe an und durch den Odenwald geht's absolut pünktlich und hätte der Zugbegleiter nicht hinter Erbach die Fahrscheine kontrolliert wäre ich heute komplett unkontrolliert geblieben.
Reinheim wird nach ca 9 3/4h absolut pünktlich erreicht, der nach dem Einkauf beim Edeka vin Frankfurt kommende Zug hat 6min Verspätung.
Hier der Fahrplan von heute:
TGV 9583 / TGV 12183
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 10:01 Lyon Part Dieu
An 13:43 Strasbourg
TER 81394
Ab 14:50 Strasbourg
An 15:39 Lauterbourg
TER 81394
Ab 14:50 Strasbourg
An 15:39 Lauterbourg
Bus TER 8139
Ab 15:50 Lauterbourg
An 16:22 Wörth(Rhein)
S3
Nach Karlsruhe Hbf
Ab 16:40 Wörth(Rhein), Gleis 2
An 16:50 Karlsruhe Hbf, Gleis 102 (103)
ICE 2504
Nach Hamburg Hbf
Ab 16:59 (+7) Karlsruhe Hbf, Gleis 3
An 17:22 (+6) Mannheim Hbf, Gleis 3
S1
Nach Osterburken
Ab 17:38 Mannheim Hbf, Gleis 11
An 18:28 Eberbach, Gleis 1
RB82 (25186)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 18:38 Eberbach, Gleis 5
An 19:48 Reinheim(Odenw), Gleis 1