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Freitag, 14. August 2026

Pariser Seilbahn und Lyoner Tram

Heute ging es bereits um viertel vor 9 mit dem TER nach Paris-Austerlitz, der nur in Les Aubrais, also dem "Kassel-Wilhemshöhe" von Orleans, einen Halt hat und dann in 1h direkt nach durchfährt. Daher ist der Zug auch ein Express Express, steht das E in TER bereits für Express von Train Express Regional. Denn eigentlich ist es eher sowas wie ein IR oder IRE.
Die Ausstattung der zwei Alstom Omneo Regio 2N Premium des "Remi TER Express" ust dchon etwas besser wie in den die letzten Tage gefahrenen Omneo 2N. Diese hier besitzen sogar eine echte 1. Klasse die zwar auch nur 2+2 Bestuhlung aufweist aber sehr angenehm ist. 
Wer sich in das einzelne Abteil hinter dem Führerstand mit einem horizontalen Schiessscharten Fenster quetscht ist selber schuld.
Im Bahnhifsvorfeld von Les Aubrais steht ein Z26700 von CAF der wie bereits die 160km/h fahrenden Alstom Coradia Liner mit 200km/h die klassischen Züge mit Corailwagen ersetzen soll.
Nach der Fusion von Bombardier mit Alstom wurde das Werk im elsässischen Reichshoffen von CAF übernommen und die Z26700 nun dort hergestellt wo früher die meisten TGV ihren Geburtsort hatten. Derzeit finden die ersten Testfahrten mit den Z26700 statt, im Regelverkehr sollen sie ab 2017 in Einsatz stehen.
Kurz danach taucht rechterhand das Adäquat zum Transrapid auf. Die wesentlich ältere Versuchsstrecke des Aerotrain welche über 18km relativ parallel zur Bahn und ohne nennenswerte Neigungswechsel verläuft. 
Dann kommt laaaaaaaange plattes Land was schnell mit 160km/h durcheilt wird und nach gut einer 3/4h komnen die Randbezirke von Paris ins Bind.
Paris Austerlitz wird pünktlich erreicht. 
Wie im Pariser Metro Netz üblich mit vielen Treppen und teils langen Wegen gehts von Paris Austerlitz zunächst mit der M5 zur Station Bastille wo in die automatische Metro M1 umgestiegen wurde. In Reuilly-Diderot wurde in die konventionelle M8 nach Créteil-Ponte du Lac umgestiegen. In diese kann man zwar auch an der Bastille umsteigen, aber das ist eher was für einen Wandertag. 
Hurra, heute fährt die Stadtlinie C1.
Und so geht's hinter der direkt neben der Endstation der M8 gelegenenen nördlichen Endstation der Seilbahn Ponte du Lac steil nach oben bevor der Güterbahnhof über und dann rekativ niedrig eine Hochspannungstrasse unterquert wird um die erste Zwischenstationen Limeil-Brévannes zu erreichen wo die Strecke leicht nach Osten verschenkt wird und die Gondeln remisiert werden können.
Danach folgt ein kurzer Abschnitt zur Station Valenton wo wieder etwas nach Osten abgeschwenkt wird und dann wird die abseits der Bebauung im Wald liegende Station Le Végétale erreicht.
Hier mach die Linie nun einen 90° knick nach Südwest zur Endstation Villa Nova.
In der 10er Gondel von CWA, was bei Doppelmayer Anlagen der übliche Hersteller ist, ist es stinke warm. Die Griffe zum Ausklappen der vordern und hinteren Klappfenster haben irgedwelche Grobmotoriker abgebrochen bzw. beschädigt. Es gelingt mir trotzdem die Fenster auszuklappen was ein wenig Luft bringt, nur hab ich mit dabei den Daumen angeritzt. Aber Pflaster ist ja stets dabei.
Es geht nochmal hoch hinaus während die Pariser Feuerwehrschule überquert wird und in der Ferne der Eiffelturm grüsst bevor die recht unspektakuläre Endstation im Vorort erreicht wird. 
Noch schnell ein paar Dokufotos und es geht wieder zurück. 
In allen Station ist Personal vorhanden das für "betreutes Einsteigen" sorgt. Die erste Gondel die bereits steht ist mit Flatterband versperrt. Eigentlich klar das man da nicht einsteigt, aber das Personal klärt nochmal auf  ;-)
Wieder grüsst in der Ferner der Eiffelturm. 
Und schon bald ist nach 22min Fahrtzeit ab Villa Nova wieder Créteil Ponte du Lac erreicht. 
Mit der M8 und M1 geht es zum Gare de Lyon wo noch von der Regionalverkehrs Halle 1 zur Fernzug Halle 2 gewandert werden darf. 
Zwischenzeitlich wurde auch noch die Reservation gratis umgebucht (wie fast geahnt ist es bei der TGV Doppeltraktion der erste Wagen an der Spitze, der sich als Wagen 11 tarnt) und so ging es bereits um 12:52 mit dem TGV nach Lyon Part Dieu statt wie zuvor angedacht 1h später.
Die Fahrt ist recht unspektakulär, die Klimaanlage kämpft mit der Aussentemperatur aber es ist noch sehr gut erträglich. Es hilft mal kurz aufs Klo zu gehen, denn die kleine Butze ist gerdezu ein Brutkasten.
Dass es draußen heiss ist zeigt auch die Fahrleitung wo die Spanngewichte bereits auf dem Boden aufsitzen.
Lyon Part Dieu wird mit geringer Verspätung erreicht. 
Danach gehts erstmal "über" das Einkaufszentrum zum Hotel und dann zur Haltestelle La Duoa-Gaston Berger im Universitätsviertel um die neue T6 zu erkunden. 
Die Station liegt aber nicht unmittelbar an der gleichnamigen Sration der T1 sondern mehrere hundert Meter südlich um die Ecke. Ein  eigener Haltestellenname wäre ganz sinnvoll gewesen. 
In der Anstellung steht die nächste Tram in einer sehr speziellen Vollbeklebubung. Für sehbeschädigte ein Graus, da die Türen kaum erkennbar sind.
Unterwegs dann diverse Fotostops mit normal und weniger exzessiv lackierten Fahrzeugen.
Nach weiteren Fotos ging es mit der T6 zur Umsteigestation Mermoz-Pinel um dort mit der automatischen Metro Linie D nach Vieux Lyon ins Altstadtviertel am Saônne Ufer zum Abendessen zu fahren.
Ein Salat Lyonaise, Anduliette und Wein im "Le Comptoir du Bœuf". Was will man mehr. Ausser vielleicht 5 bis 10°C weniger auf dem Thermometer. 
Danach ging es durch die schöne Altstadt zum Bahnhof Lyon-Saint-Paul um mit dem Bustram TB11, also einem O-Bus des Schweizer Herstellers Hess welcher teilweise wie hier "hinter dem Bahnhof" längere Strecken per Akku überwindet, bis in die Querstrasse beim Hotel fährt. 
Morgen endet nun auch die Sommertour2026, es geht nach Hause. Auf welchen Strecken ist noch nicht 100% sicher. 

Donnerstag, 13. August 2026

Sommerliche kleine Bahn von Pithiviers

Nach einer mangels vernünftig funktionierender Klimaanlage schlechten Nachtruhe gibt es von Tours erstmal nach Orleans um dort den Koffer im Hotel (mit funktionierender Klimaanlage) abzuwerfen. 
Bei Bullenhitze wurde eine Runde durch die Innenstadt gemacht bevor im leicht abgefuckt daherkommenden Busbahnhof der Überlandlinien auf den Bus um 12:30 nach Pithiviers zu warten. 
Auf der Bahnstrecke nach Pithiviers wurde der Personenverkehr schon seit November 1969 eingestellt und im Güterverkehr scheint auch nichts mehr zu verkehren. Die Strecke wächst zu und teils fehlen an Bahnübergängen schon die Schrankenbäume.
Der Bus braucht eine Stunde, mit dem Zug eären locker Fahrtzeiten unter 1/2h drin.
Wobei der Bus teils sehr eigenartige Schleifen und Stichstrecken fährt. Aber immerhin fährt hier mehrfach am Tag ein Bus. 
Danch gehts unter Ausnutzung von jedem verfügbaren Schatten zum am Ortsrand liegenden Bahnhof. 
Der LKW hat auch am Getreidesilo und der Zuckerfabrik den Job der Bahn übernommen. 
Das kleine Feldbahnmuseum am Bahnhof betreibt noch einen Rest von 3 Kilometern eines einst 31 km umfassendes Feldbahnnetz auf 600mm rund um Pithiviers der einstigen Tramway de Pithiviers à Toury (TPT) das die diversen Zuckerfabriken der Region bediente.
Aber auch Fahrzeuge in anderen Spurweite finden sich im Depot.
Den original Personentriebwagen der Strecke AT1 von 1922, mit offen im Führerstand liegenden Motor stelle ich mir akustische interessant vor, weilt in der Halle, darf aber auch ab und an auf die Strecke. 
Die Fahrzeuge sind sauber präsentiert. Die per Handbetrieb angetriebene Lore mit Holzklotzbremse wäre mal was zu fahren, aber nicht beim aktuellen Wetter knapp unter 40°C.
Auf einer Karte ist das einstig umfangreiche Feldbahnnetz der TPT dargestellt. 
Um 14:30 geht es mit der "Lok des Tages", einer Gmeinder von 1944 die 3km an der Strasse entlang und freudig hupend und pfeifend zur heutigen Endhaltestelle Bellébat.
Bellébat wartet mit keinen Highligts auf. Hier befindet sich eine Kehrschleife die auch als kleiner Kreis für Rundfahrten genutzt werden kann und ein Abstellgleis auf dem der Verkaufswagen für Getränke und Eis steht der entsprechend der Schienenköpfe an Fahrtagen immer erst hierher gebracht wird. Angesichts des etwas besonderen Volk auf dem bebachbarten Campingareal vielleicht auch nötig.
Laut dem Emblem an der Lok hat diese in ihren langen Leben bereits 300.000km gesammelt. 
Ein Getränk später geht's nach einiger Zeit zurück nach Pithiviers.
Nach der Ankunft zurück im Museum muss die Lok zunächst durchs Tor bis kurz vor die LKW Brückenwaage des Getreidesilos fahren um auf die andere Seite des Zuges umzusetzen.
Mit der Höhe der Bahnbrücke von 4,3m scheinen bereits diverse LKW ihr Problem gehabt zu haben. 
Der Hitze angepasst gehts hinaus aus dem Ort für einen Fotostandort an der Strecke.
Beim Ortseingang kreuzt ein totes Anschlussgleis der SNCF die Feldbahn. Dieses endet auf der anderen Strassenseite in einem heute als Solarpark genutzten ehm. Werksgelände.
Ein Fotostandort wird im Schatten der Brücke der Umgehungsstraße D928 gefunden bevor der 16:30 Zug nach Bellébat hupend vorbei kommt.
Danach geht es zurück is Ort zum Bus der Linie 20A um 16:30 zurück nach Orleans. 
Getränkenachschub im Carrefour holen und dann wird ein Ort zum Essen gesucht der in einer Seitenstraße des Place de Martroi gefunden wird.
Das Restaurant Le Brin de Zinc ist übrigens eine scherzhafte Heilmittelstation für Rhum-Atologie, Anis-Thésie und Vino-Thérapie.
Na dann mal auch die Bier-Ologie mit einem Mango-Bier aus Saverne testen. :-D
Aber auch das Essen wsr 1a. Egal ob der Camembert oder der üppig mit Fleisch garnierte Salat. Zum Abschluss ein Eisberg mit Minzschnaps.
Die Nacht kommt langsam vorbei auf dem Weg zum Hotel. 
Morgen geht's am vorletzten Tag der Sommertour2026 nach Paris, zum 2. Versuch mit der Seilbahn, sowie danach weiter nach Lyon.