Mittwoch, 5. August 2026

Sommertour 2026 - Es geht nach Simbach am Inn

Bevor es nach Frankreich geht ist erstmal ein Abstecher ins Bayrisch - Oberösterreichische Grenzgebiet zu den Entlastungs IC über die Dieselstrecken zwischen Wels, Mühldorf und München angesagt.

Beim Blick auf den Anzeiger am Reinheimer Bahnsteig muss ich feststellen dass selbst in der Urlaubszeit bei Vias "alles beim alten" ist.
Im Herbst 2025 hatte die neue Geschäftsführung noch vollmundig dem DADINA Fahrgastbeirat verkündet dass ab Dezember alles wieder im Plan laufen würde. Pustekuchen. 
Selbst der normalerweise gut bis sehr gut ausgelastete 6:13 nach Darmstadt fällt immernoch aus. Schlamperladen...

Aber "meine" RB82 nach Frankfurt Hbf um 5:31 fährt wenigstens. 

Mit dem "Fake IC" will ich aber nicht nach Bielefake fahren  ;-)

Die SFS Abschlepp 218er von DB Fernverkehr wurden mitlerweile durch Dual Vectron (Diesel und 15kV) ersetzt.
Trotz der immer weiter umsichgreifenden "Vertriebzugung" im Nah- und Fernverkehr ist das alte Dreibein aus der V60 Familie, noch mit Railion Lackierung als es den Hauptgüterbahnhof noch gab und das dortige Bw die Rangierloks für den Hbf stellte, immernoch für Rangierfahrten unentbehrlich. 

Mit einer geringen Verspätung kommt dann um 6:52 der ICE 523 herein. 
Mit +3 gehts dann um kurz nach 7 Uhr raus Richtung Hanau und Würzburg.
Das Mettbrötchen das vrim Bäcker Eifler im Hbf erstanden wurde wird hinter Würzburg vertilgt und Nürnberg wird fast pünktlich erreicht. 
Aber eben nur erreicht. Wegen einer Weichenstörung (oder was es immer auch wirklich war, www.strecken.info schwieg sich aus) ging es erst mit +25 weiter und die Verspätung baute sich bis München Hbf auf +32 auf.
Damit war der Anschluss in München definitiv weg. Zumal der im Holzkirchner Flügelnahnhof abfuhr, was ohnehin eine kleine Wanderung erfordert. 
Im Gleis 11 sowie im Holzkichener Bahnhof kamen auch gerade Züge sn so dass der Bahnsteig am Gleis 11 überquoll. Daher wich ich auf die Strasse aus und erwischte dabei auch noch eine Tram.
Gut eine halbe Stunde war nun zu warten auf die nächste Verbindung. Die wartende Westbahn wäre keine Alternative, fährt diese fich in Grafing Bf durch uvd hätte extra bezahlt werden müssen da weder in der DB Freifahrt noch D-Ticket enthalten.
Die RB aus Kufstein welche im 2h Takt mit dem RE nach Salzburg abwechselnd Grafing Bf befient kam zwar etwas verspätet rein, fuhr aber fast pünktlich raus. Anders wie vor 3 Wochen mein ICE nach Graz. 

Es war selbst heute morgen bei der Abfahrt in Reinheim noch um 24°C und Schwülwarm und hatte ich bisher recht gut funktionierende Klimaanlagen in der Vias, dem ICE und der BRB RB genossen so war dieser Luxus nun vorbei. 

Ein wesentliches Rückgrat an Fahrzeugen bei der Südostbayernbahn ist immernoch der 628er. Wenngleich mir Holger K. von seinen aktuellen Touren durch Tschechien berichtet dass die dort übernommen 628 zumeist mit Klimaanlagen nachgerüstet wurden stellt sich hier die Frage nicht. Diese wurden mit neuen Sitzen und Monitoren zur Fahrgastinfo versehen aber mehr nicht.


Ich war fast a davor den Tf zu fragen welcher Aufguss denn heute in der Sauna zur Anwendung kommt.
Aber es war eh der übliche... Schweiss von Leuten die meinen ein 48h Deo hält wirklich so lange...

Über die Dörfer geht's mit diversen Langsamfahrstellen nach Wasserburg Inn Bf.
Die Reaktivierung zum Stadtbahnhof scheiterte mehrfach. Insbesondere an der Firma Meggle die sich beiderseits der Bahntrasse ausgebreitet hat. Aber die Gleise inkl. Bü Signale bestehen noch.
Hier ist Umsteigen angesagt, in die nächste "Mobilsauna" nach Mühldorf. Unter 40km/h bringen die winzigen Klappfenster kaum Erfrischung.
An der Innbrücke bei Jettenbach muss ich zum Glück nicht aussteigen und zur anderen Seite laufen. Diese wäre fast der Sargnagel der Strecke geworden. 
Das Foto ist aber von der vorherigen Innbrücke zwischen Gars und Soyen.

An sich ist die Landschaft hier eher unspektakulär und alsbald wird mit Mühldorf der Betriebsmittelpunkt der Südostbayernbahn erreicht. 
Einmal durch die Unterführung und... Hurra es ist ein Desiro Br 642 der mich nach Simbach bringt. Die Ernüchterung kommt nach dem Einstieg, die Klimaanlage des Desiro ist offenbar mit Temperaturen um 30°C überfordert. Aber es ist immernoch angenehmer wie im 628er.
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Montag, 3. August 2026

Sommerradtour 2026 - Ein Rückblick

Die 19 Tage,  inkl. Anreise, sind nun vorbei. Zeut etwas zurückzublicken.
Insgesamt hatte ich mit dem Wetter richtig Glück. Ausser dem im Tunnel abgewarteten Gewitterschauer in der Pontebba sowie dem kurzen Schauer vor Brixen regnete es maximal mal Nachts oder wie in Sauris erst nachdem ich im Hotel war.
Auch von der Somnerhitze blieb ich, bis auf die letzten beiden Etappen, weitestgehend verschont. 
Die Etappen waren gut zu händeln. Ein wenig Sorge hatte ich schon, denn mit dem neuen Rad hatte ich noch wenig Erfahrung. 
Aber der grosse 800Ah Akku reichte für fast alle Etappen aus. Auf der Sauris Etappe wurde er nur gebraucht da ich nochmal nach Sauris di Sotto runter zum Einkaufen und zurück fuhr.
Schade war mein Planungsfehler im Slowenischen Drautal dass am Sonntag Sonntag dort nichts fuhr. Ein Grund wieder hinzufahren, wie auch zum Flascherlzug nach Stainz am Vortag. 
Der Arlberg hat mich etwas überrascht. Ich hielt ihn für flacher. Aber trotzdem habe ich mit der Fahrtrichtung nach Feldkirch wohl den besseren Anstieg gewählt. Für eine spätere Planung in den Bregenzerwald werde ich vermutlich lieber vom Allgäu aus (via Lechtal aus Reuthe) anfahren.
Bei den Übernachtungen hat nur Bozen enttäuscht, aber gleichzeitig habe ich mit den "Drei Birken" in Wolfsgruben eine super Alternative gefunden.
Alle anderen Übernachtungen waren wie erwartet oder besser.
Gerade der Zufallsplan nach Oberbozen stellte sichbim Nachgang als eines der Highlights der Tour heraus.
Aber auch sonst gab es eigentlich keine langweilige Etappen.
Das 20. Basel Tattoo war ein weiteres Highlight. 
Hätte ich nicht am Wochenende den Arbeitseinsatz im Ried gehabt wäre die Rückfahrt ab Basel etwas interessanter gestaltet worden und insbesondere die 120km Etappe vermieden worden. 
Fazit. Schön wars mit über 1600km auf dem Rad und knapp 15.000 Höhenmeter aufwärts, sieben Länder und vier Sprachen.
Das Centurion Backfire 2000 EQ lief super und ohne Defekte. Technische Hilfeleistung konnte aber mehrmals anderen Radlern (Luft, Werkzeug) geleistet werden.
Und auch mit das wichtigste, fast alle Etappen waren maximal mit kleinen Umwegen fahrbar. Wobei es schon einige Strassen- / Wegesperrungen wegen Bauarbeiten gab.
Jetzt folgt noch eine kleine Bahntour bevor Ende September die Herbstradtour 2026 bach Borkum beginnt. 
Danach mach ich mir Gedanken zur 2027er Sommerradtour.