Nach einer mangels vernünftig funktionierender Klimaanlage schlechten Nachtruhe gibt es von Tours erstmal nach Orleans um dort den Koffer im Hotel (mit funktionierender Klimaanlage) abzuwerfen.
Bei Bullenhitze wurde eine Runde durch die Innenstadt gemacht bevor im leicht abgefuckt daherkommenden Busbahnhof der Überlandlinien auf den Bus um 12:30 nach Pithiviers zu warten.
Auf der Bahnstrecke nach Pithiviers wurde der Personenverkehr schon seit November 1969 eingestellt und im Güterverkehr scheint auch nichts mehr zu verkehren. Die Strecke wächst zu und teils fehlen an Bahnübergängen schon die Schrankenbäume.
Der Bus braucht eine Stunde, mit dem Zug eären locker Fahrtzeiten unter 1/2h drin.
Wobei der Bus teils sehr eigenartige Schleifen und Stichstrecken fährt. Aber immerhin fährt hier mehrfach am Tag ein Bus.
Der LKW hat auch am Getreidesilo und der Zuckerfabrik den Job der Bahn übernommen.
Das kleine Feldbahnmuseum am Bahnhof betreibt noch einen Rest von 3 Kilometern eines einst 31 km umfassendes Feldbahnnetz auf 600mm rund um Pithiviers der einstigen Tramway de Pithiviers à Toury (TPT) das die diversen Zuckerfabriken der Region bediente.
Aber auch Fahrzeuge in anderen Spurweite finden sich im Depot.
Den original Personentriebwagen der Strecke AT1 von 1922, mit offen im Führerstand liegenden Motor stelle ich mir akustische interessant vor, weilt in der Halle, darf aber auch ab und an auf die Strecke.
Die Fahrzeuge sind sauber präsentiert. Die per Handbetrieb angetriebene Lore mit Holzklotzbremse wäre mal was zu fahren, aber nicht beim aktuellen Wetter knapp unter 40°C.
Auf einer Karte ist das einstig umfangreiche Feldbahnnetz der TPT dargestellt.
Um 14:30 geht es mit der "Lok des Tages", einer Gmeinder von 1944 die 3km an der Strasse entlang und freudig hupend und pfeifend zur heutigen Endhaltestelle Bellébat.
Bellébat wartet mit keinen Highligts auf. Hier befindet sich eine Kehrschleife die auch als kleiner Kreis für Rundfahrten genutzt werden kann und ein Abstellgleis auf dem der Verkaufswagen für Getränke und Eis steht der entsprechend der Schienenköpfe an Fahrtagen immer erst hierher gebracht wird. Angesichts des etwas besonderen Volk auf dem bebachbarten Campingareal vielleicht auch nötig.
Laut dem Emblem an der Lok hat diese in ihren langen Leben bereits 300.000km gesammelt.
Ein Getränk später geht's nach einiger Zeit zurück nach Pithiviers.
Nach Niedaltdorf im Saarland sind es vom hier gelegen Bouzonville aber noch etliche Kilometer
Nach der Ankunft zurück im Museum muss die Lok zunächst durchs Tor bis kurz vor die LKW Brückenwaage des Getreidesilos fahren um auf die andere Seite des Zuges umzusetzen.
Mit der Höhe der Bahnbrücke von 4,3m scheinen bereits diverse LKW ihr Problem gehabt zu haben.
Der Hitze angepasst gehts hinaus aus dem Ort für einen Fotostandort an der Strecke.
Beim Ortseingang kreuzt ein totes Anschlussgleis der SNCF die Feldbahn. Dieses endet auf der anderen Strassenseite in einem heute als Solarpark genutzten ehm. Werksgelände.
Ein Fotostandort wird im Schatten der Brücke der Umgehungsstraße D928 gefunden bevor der 16:30 Zug nach Bellébat hupend vorbei kommt.
Danach geht es zurück is Ort zum Bus der Linie 20A um 16:30 zurück nach Orleans.
Getränkenachschub im Carrefour holen und dann wird ein Ort zum Essen gesucht der in einer Seitenstraße des Place de Martroi gefunden wird.
Das Restaurant Le Brin de Zinc ist übrigens eine scherzhafte Heilmittelstation für Rhum-Atologie, Anis-Thésie und Vino-Thérapie.
Na dann mal auch die Bier-Ologie mit einem Mango-Bier aus Saverne testen. :-D
Aber auch das Essen wsr 1a. Egal ob der Camembert oder der üppig mit Fleisch garnierte Salat. Zum Abschluss ein Eisberg mit Minzschnaps.
Morgen geht's am vorletzten Tag der Sommertour2026 nach Paris, zum 2. Versuch mit der Seilbahn, sowie danach weiter nach Lyon.
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