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Samstag, 15. August 2026

Fast unkontrolliert nach Hause

Heute stand der letzte Tag der Sommertour2026 an und hätte ein Vias Zugbegleiter nicht hinter Erbach seine Pflicht getan wäre ich trotz TGV Nutzung (!) von Lyon bis nach Hause komplett ohne Fahrscheinkontrolle unterwegs gewesen.
Aber erstmal der Reihe nach.
Der TGV nach Strasbourg fährt kurz nach 10 Uhr und so geht's vom Ibis Hotel (im 90er Stile aber wenigstens mit funktionierender Klimaanlage) durch die Shoppingmeile zum Bahngebäuden Lyon Part Dieu. 
Was etwas bemerkenswert/eigenartig ist ist dass es keinerlei Zugangskontrolle zum Bahnsteig geht. Normalerweise wird bei TGV Fahrten immer beim Zugang zum Bahnsteig die Fahrkarte bzw. die Reservierung geprüft. Hier fand nichts in der Art statt. 
Es kommt aus Marseille eine Doppeltraktion mit führenden einstöckigen "Lacroix" TGV nach Strasbourg (weiter nach Paris) und Doppelstock TGV nach Frankfurt. Die Sitzplätze befinden sich oben im Frankfurter Teil.
Vorbei am am imposanten Bahnhofsgebäude des ehemaligen Bahnhof Lyon-Brotteaux geht's über die Rhone Richtung Schnellfahrstrecke. 
Bei Mâcon wurd die Schnellfahrstrecke wieder verlassen und über Chalon-sur-Saone geht es nach Dijon, wo aber nicht gehalten sondern der Personenbahnhif über die Verbindungsbahn nach Dôle zu Schnellfahrstrecke Sud-Est umfahren wird. Die im Betriebswerk von Dijon stehende Schneeschleuder wird derzeit eher nicht zum Einsatz kommen.
Kurz darauf geht's auf die Schnellfahrstrecke Richtung Mulhouse. 
Mit Zwischenhalt in Besancon France-Comté.
Auf der Schnellfahrstrecke ist das französische Zusicherungssystem TVM als auch ETCS, beides mit reiner Führerstandssignalisierung, ausgerüstet. Die Schilder mit dem Dreieck gelten für TVM, mit Pfeil für ETCS. Wobei die TVM Blockteilung kürzer ist. 
Kurz hinter Belfort-Montbéliard endet die Schnellfahrstrecke und über die Altstrecke, unter andrem über das Viadukt von Dannemarie, geht's weiter nach Mulhouse. 
Nach einem Halt in Mulhouse und der Schleife durch den Rangierbahnhof geht's Richtung Norden in Richtung Strasbourg, dabei gerät auch der TramTrain aus Thann ins Bild. 
In Strasbourg werden die beiden Zugteile getrennt. Der vordere Teil fährt weiter nach Paris, der hintere wechselt die Fahrtrichtung und fährt über Karlsruhe nach Frankfurt. 
Und Überraschung, es regnet in Strasbourg. 
Auf Tram in Strasbourg und überfüllte Regioshuttle nach Offenburg habe ich in der schwülwarmen Luft keine Lust, daher wurde erstmal regionale Braukunst gebunkert und dann der TER nach Lauterbourg geentert.
Eigentlich sollte der Zug nach Fahrplan bis Wörth weiterfahren und der im Lack für Deutsch-Französische Verbindungen werbende Triebwagen hat auch eine Zulassung für D und F, aber trotzdem endet die Fahrt im Elsässischen Lauterbourg. 
Recht flott und bequem geht's so halt nur bis zum Grenzbahnhof der noch mit Elsässischen mechanischen Signalen ausgestattet ist. 
Irgedwann werde ich auch mal die Güterzüge aus Roeschwog zum Industriegebiet bei der ehemaligen Bahnbrücke nach Wintersdorf/Rastatt abfangen. 
In Lauterbourg endet der Zug auf Gleis 2.
Auf Gleis 3 wartet eine Doppeltraktion der Coradia Polyvalent, der um 16:38 nach Strasbourg fährt. 
Auf Gleis 1 steht ein Talent nach Wörth bereit, der aber erst um 16:45 fährt.
Für den fehlenden Abschnitt nach Wörth fährt daher ein Bus, gänzlich ohne Beschilderung und Fahrgastinfo, um 15:50 ab dem Bahnhofsvorplatz. Wobei bereits um 15:47, nach einmal intensiven Hupens, mit Halt an allen Zwischenstationen nach Wörth gefahren wird. Die Fahrtzeit ist mit 31min doppelt so lang wie mit dem Zug.
Aber die S3 nach Karlsruhe Gleis 103 wird komplett entspannt bei der obligatorischen Sauhitze erreicht und eine V100 grüsst dort im Hauptbahnhof. 
Der ICE 2504 via Ffm Flughafen und Köln nach Hamburg hat 6min Verspätung was den Umstieg sehr entspannt machte.
Die S3 nach Osterburken komnt entgegen der Anzeige als Doppeltraktion was die Belegung recht entspannt macht. 
Mit im Abteil ist ein "Seltenfahrer" der gerade aus Hamburg kommt generiert sich während der Fahrt durchs grüne Neckartal ein gutes Gespräch. 
Eberbach wird pünktlich erreicht und der "Odenwald-Express" als RB82 wartet gar in Doppeltraktion mit funktionierender Klimaanlage. 
Somit bricht nun die letzte Etappe an und durch den Odenwald geht's absolut pünktlich und hätte der Zugbegleiter nicht hinter Erbach die Fahrscheine kontrolliert wäre ich heute komplett unkontrolliert geblieben.
Reinheim wird nach ca 9 3/4h absolut pünktlich erreicht, der nach dem Einkauf beim Edeka vin Frankfurt kommende Zug hat 6min Verspätung. 
Hier der Fahrplan von heute:

TGV 9583 / TGV 12183
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 10:01 Lyon Part Dieu
An 13:43 Strasbourg

TER 81394
Ab 14:50 Strasbourg
An 15:39 Lauterbourg

TER 81394
Ab 14:50 Strasbourg
An 15:39 Lauterbourg

Bus TER 8139
Ab 15:50 Lauterbourg
An 16:22 Wörth(Rhein)

S3
Nach Karlsruhe Hbf
Ab 16:40 Wörth(Rhein), Gleis 2
An 16:50 Karlsruhe Hbf, Gleis 102 (103)

ICE 2504
Nach Hamburg Hbf
Ab 16:59 (+7) Karlsruhe Hbf, Gleis 3
An 17:22 (+6) Mannheim Hbf, Gleis 3

S1
Nach Osterburken
Ab 17:38 Mannheim Hbf, Gleis 11
An 18:28 Eberbach, Gleis 1

RB82 (25186)
Nach Frankfurt(Main)Hbf
Ab 18:38 Eberbach, Gleis 5
An 19:48 Reinheim(Odenw), Gleis 1

Jetzt muss ich erstmal wieder etwas Arbeiten gehen. Bevor es Ende September per Rad nach Emden und rüber nach Borkum geht.

Freitag, 14. August 2026

Pariser Seilbahn und Lyoner Tram

Heute ging es bereits um viertel vor 9 mit dem TER nach Paris-Austerlitz, der nur in Les Aubrais, also dem "Kassel-Wilhemshöhe" von Orleans, einen Halt hat und dann in 1h direkt nach durchfährt. Daher ist der Zug auch ein Express Express, steht das E in TER bereits für Express von Train Express Regional. Denn eigentlich ist es eher sowas wie ein IR oder IRE.
Die Ausstattung der zwei Alstom Omneo Regio 2N Premium des "Remi TER Express" ust dchon etwas besser wie in den die letzten Tage gefahrenen Omneo 2N. Diese hier besitzen sogar eine echte 1. Klasse die zwar auch nur 2+2 Bestuhlung aufweist aber sehr angenehm ist. 
Wer sich in das einzelne Abteil hinter dem Führerstand mit einem horizontalen Schiessscharten Fenster quetscht ist selber schuld.
Im Bahnhifsvorfeld von Les Aubrais steht ein Z26700 von CAF der wie bereits die 160km/h fahrenden Alstom Coradia Liner mit 200km/h die klassischen Züge mit Corailwagen ersetzen soll.
Nach der Fusion von Bombardier mit Alstom wurde das Werk im elsässischen Reichshoffen von CAF übernommen und die Z26700 nun dort hergestellt wo früher die meisten TGV ihren Geburtsort hatten. Derzeit finden die ersten Testfahrten mit den Z26700 statt, im Regelverkehr sollen sie ab 2017 in Einsatz stehen.
Kurz danach taucht rechterhand das Adäquat zum Transrapid auf. Die wesentlich ältere Versuchsstrecke des Aerotrain welche über 18km relativ parallel zur Bahn und ohne nennenswerte Neigungswechsel verläuft. 
Dann kommt laaaaaaaange plattes Land was schnell mit 160km/h durcheilt wird und nach gut einer 3/4h komnen die Randbezirke von Paris ins Bind.
Paris Austerlitz wird pünktlich erreicht. 
Wie im Pariser Metro Netz üblich mit vielen Treppen und teils langen Wegen gehts von Paris Austerlitz zunächst mit der M5 zur Station Bastille wo in die automatische Metro M1 umgestiegen wurde. In Reuilly-Diderot wurde in die konventionelle M8 nach Créteil-Ponte du Lac umgestiegen. In diese kann man zwar auch an der Bastille umsteigen, aber das ist eher was für einen Wandertag. 
Hurra, heute fährt die Stadtlinie C1.
Und so geht's hinter der direkt neben der Endstation der M8 gelegenenen nördlichen Endstation der Seilbahn Ponte du Lac steil nach oben bevor der Güterbahnhof über und dann rekativ niedrig eine Hochspannungstrasse unterquert wird um die erste Zwischenstationen Limeil-Brévannes zu erreichen wo die Strecke leicht nach Osten verschenkt wird und die Gondeln remisiert werden können.
Danach folgt ein kurzer Abschnitt zur Station Valenton wo wieder etwas nach Osten abgeschwenkt wird und dann wird die abseits der Bebauung im Wald liegende Station Le Végétale erreicht.
Hier mach die Linie nun einen 90° knick nach Südwest zur Endstation Villa Nova.
In der 10er Gondel von CWA, was bei Doppelmayer Anlagen der übliche Hersteller ist, ist es stinke warm. Die Griffe zum Ausklappen der vordern und hinteren Klappfenster haben irgedwelche Grobmotoriker abgebrochen bzw. beschädigt. Es gelingt mir trotzdem die Fenster auszuklappen was ein wenig Luft bringt, nur hab ich mit dabei den Daumen angeritzt. Aber Pflaster ist ja stets dabei.
Es geht nochmal hoch hinaus während die Pariser Feuerwehrschule überquert wird und in der Ferne der Eiffelturm grüsst bevor die recht unspektakuläre Endstation im Vorort erreicht wird. 
Noch schnell ein paar Dokufotos und es geht wieder zurück. 
In allen Station ist Personal vorhanden das für "betreutes Einsteigen" sorgt. Die erste Gondel die bereits steht ist mit Flatterband versperrt. Eigentlich klar das man da nicht einsteigt, aber das Personal klärt nochmal auf  ;-)
Wieder grüsst in der Ferner der Eiffelturm. 
Und schon bald ist nach 22min Fahrtzeit ab Villa Nova wieder Créteil Ponte du Lac erreicht. 
Mit der M8 und M1 geht es zum Gare de Lyon wo noch von der Regionalverkehrs Halle 1 zur Fernzug Halle 2 gewandert werden darf. 
Zwischenzeitlich wurde auch noch die Reservation gratis umgebucht (wie fast geahnt ist es bei der TGV Doppeltraktion der erste Wagen an der Spitze, der sich als Wagen 11 tarnt) und so ging es bereits um 12:52 mit dem TGV nach Lyon Part Dieu statt wie zuvor angedacht 1h später.
Die Fahrt ist recht unspektakulär, die Klimaanlage kämpft mit der Aussentemperatur aber es ist noch sehr gut erträglich. Es hilft mal kurz aufs Klo zu gehen, denn die kleine Butze ist gerdezu ein Brutkasten.
Dass es draußen heiss ist zeigt auch die Fahrleitung wo die Spanngewichte bereits auf dem Boden aufsitzen.
Lyon Part Dieu wird mit geringer Verspätung erreicht. 
Danach gehts erstmal "über" das Einkaufszentrum zum Hotel und dann zur Haltestelle La Duoa-Gaston Berger im Universitätsviertel um die neue T6 zu erkunden. 
Die Station liegt aber nicht unmittelbar an der gleichnamigen Sration der T1 sondern mehrere hundert Meter südlich um die Ecke. Ein  eigener Haltestellenname wäre ganz sinnvoll gewesen. 
In der Anstellung steht die nächste Tram in einer sehr speziellen Vollbeklebubung. Für sehbeschädigte ein Graus, da die Türen kaum erkennbar sind.
Unterwegs dann diverse Fotostops mit normal und weniger exzessiv lackierten Fahrzeugen.
Nach weiteren Fotos ging es mit der T6 zur Umsteigestation Mermoz-Pinel um dort mit der automatischen Metro Linie D nach Vieux Lyon ins Altstadtviertel am Saônne Ufer zum Abendessen zu fahren.
Ein Salat Lyonaise, Anduliette und Wein im "Le Comptoir du Bœuf". Was will man mehr. Ausser vielleicht 5 bis 10°C weniger auf dem Thermometer. 
Danach ging es durch die schöne Altstadt zum Bahnhof Lyon-Saint-Paul um mit dem Bustram TB11, also einem O-Bus des Schweizer Herstellers Hess welcher teilweise wie hier "hinter dem Bahnhof" längere Strecken per Akku überwindet, bis in die Querstrasse beim Hotel fährt. 
Morgen endet nun auch die Sommertour2026, es geht nach Hause. Auf welchen Strecken ist noch nicht 100% sicher.