Sonntag, 27. September 2026

Herbstradtour 2026 - Erste Etappe

Erstmal wurde zu Hause gemütlich gefrühstückt und um 10 Uhr ging es dann los zur ersten Etappe der Herbstradtour 2026 nach Emden und Borkum.
Über Groß Zimmern und Dieburg gibg es nach Norden (wobei ich erst in 14 Tagen auch wirklich nach Norden komme). Ober Roden wird "links" liegen gelassen und am Bahnübergang zwischen Ober Roden und Rollwald rollt mir eine Dreifachtraktion 430er vor die Linse. Der mittlere der Drei ist der im neuen RMV Design (und renovierte) daher komnende 430 108.
Noch etwas warten am Bü bevor es weiter nach Norden geht. Oberleitungsstörung hat den Fahrplan und Umläufe etwas durcheinander gewirbelt.
Wider Erwarten hat Heusenstamm eine recht hübsche Altstadt. 
Nächstes Ziel ist dann Offenbach.
Auf der Oberen Grenzstrasse wird das ehemalige Industriestammgleis Offenbachs erreicht, der letzte von einst 18 Anschlüsse auf den 4km wurde ab 1994 nicht mehr bedient. Heute ist die Trasse als Radweg nutzbar. An der Kreuzung mit der Oberen Grenzstrasse erinnern ein paar wild zusammengewüfelte Bahnelemente an das ehemalige Industriestammgleis.
Ein kleines Stück existiert noch und ermöglicht Zwei-Wege-Baggern das Eingleisen.
Über den Offenbacher Güterbahnhof geht nun hinüber Richtung Rumpenheim. 
Das Überqueren der B43/Mühlheimer Str. dürfte ohne Nutzung der Ampel sn Werktagen eher chancenlos sein.
Aber am Sonntag gehts und alsbald wird Rumpenheim mit der dortigen Mainfähre erreicht.
Die Fähre war von 1940 bis 1971 elektrisch betrieben. Heute verkehrt sie als eigenwirtschaftliche Gierfähre mit Dieselmotor.

Heute pendelt sie permanent und ist jedesmal voll belegt mit Radfahrern und insbesondere Autofahrern. Letzere sind teils mit den Anweisungen des Fährpersonals wo sie auf den zwei Spuren der Fähre hinfahren sollen extrem überfordert. 
90ct für eine Überfahrt mit Rad werden auf der Fähre fällig, wobei die Fahrtzeit so angepasst wird damit erst angelegt wird wenn jeder bezahlt hat.
Auf dem Nordufer wird erstmal die Rivella Flasche angebrochen bevor es weiter Richtung Maintal und Niederdorfelden geht.
Dort wird erstmal der leicht verspätete Zug aus Glauburg-Stockheim nach Bad Vilbel abgewartet.
Danach gehts über die Nidda und auf dem gut genutzte Niddaradweg nach Nieder Wöllstadt wobei vor Nieder Wöllstadt auch noch ein paar Züge auf der Main-Weser-Bahn abgefangen werden.
Durch Bruchenbrücken gehts rüber an die Strecke von Friedberg nach Hanau auf der bei Assenheim noch die RB nach Hanau und Friedberg angefangen werden.
In der Ferne grüsst Frankfurt und der Taunus.
Über Ossenheim gehts weiter und an der Usa (nicht USA, auch wenn die Amis lange in Friedberg stationiert waren) entlang an Friedberg vorbei nach Bad Nauheim. 
Nördlich von Friedberg werden die drei Bahnbrücken unterquert. Fotostandort ist das zweigleisig ausgelegte, aber nur eingleisig genutzte Viadukt der Strecke nach Beienheim, gefolgt von der neuen Brücke der Main-Weser-Bahn und dahinter deren nun ungenutzte Vorgänger. 
In Bad Nauheim wird am Gradierwerk an der Ampel dem einst berühmtesten hiesigen US-Soldaten mit einem eigenen Ampelmännchen im Elvis Stil gehuldigt. Leider nicht vernünftig fotografierbar.
Am Gradierwerk vorbei gehts an diversen Rehakliniken zum im Jugendstil errichteten "Spudelhof" der seit 2020 aufwändig saniert wird.
Nach einer Runde um den Sprudelhof wird Ducky's Hotel und Restaurant als heutiges Etappenziel erreicht.
Das Zimmer ist etwas in die Jahre gekommen aber in Ordnung und die Matratze überzeugt. 
Auch die zugehörige Gastronomie überzeugt und als Übernachtungsgast gibt es 10% Rabatt.
Aus dem heimischen Kühlschrank hatte ich etwas tranporttaugliches an "Blogschreibbier" mitgenommen. Mal sehen ob es der Franzose oder der Schweizer wird.
Zum Abschluss wie gewohnt der Link zu Etappe 1 bei Komoot. Zum Schluss wurden es, wie schon fast üblich, mit 86km ein paar Kilometer mehr wie die geplanten 78km. Aber mit 410m aufwärts war das Ganze relativ entspannt, wenngleich ab Nachmittag mit um die 28°C recht warm.

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