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Montag, 12. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Zugfahrt mit Hindernis und letzte Etappe

Alles hat ein Ende und so steht heute die Heimfahrt an.

Es ist noch dunkel als der Wecker klingelt, also dann erstmal zum Frühstücken. 
Während ich danach noch fertig packe läuft auf 3sat feinstes Alpenpanorama. Seufz...
In Emden ist es eher schmuddelig bedeckt, aber bis ich an der Otto-Ampel vorbei zum Bahnhof radel wurd der Himmel stetig blauer.
Der in Emden beginbende IC2009 nach Köln Hbf steht schon bereit und so kann ganz bequem und in aller Ruhe das Rad eingehängt und per Spanngummis gegen allzu heftiges Schaukeln gesichert werden. Den vollwertigen Sitz im Obergeschoss ziehe ich dann doch dem Klappsitz beim Rad vor.
Pünktlich geht's um 8:34 Uhr geht's los und in 3:41h sollte Köln Hbf erreicht werden. Sollte!
Aber zunächst rollt es sich ganz pünktlich durchs Emsland und so manchen Fotostandort wie vor Meppen oder hinter Lingen erkenne ich aus dem Zug wieder. 
Aber vor Rheine dann die Meldung dass der Zug wegen einer technischen Störung an der Strecke, www.strecken.info schreibt von einer LKW Bergung vor Münster (ein LKW ist in den Graben zwischen Strasse und Bahn gerutscht und lag am Fahrleitungsmast). Der Zug würde umgeleitet.
Die Umleitung geht über Osnabrück und mit einer Fahrt durch die Verbindungskurve (Stahlwerks-/Schinkelkurve) von der Strecke Rheine - Löhne zur Strecke Bremen - Münster - Ruhrgebiet. Dabei wird der als Turmbahnhof gestaltete Osnabrücker Hbf zunächst oben nach Osten und da unten in südlicher Richtung durchfahren. Lief es bis hinter Osnabrück noch recht flott Steckerteil es vor Rheine was dann mit +35min erreicht wurde.
Bis Recklinghausen lief es wieder recht gut, aber ab dem letzten Halt vor Köln in Gelsenkirchen lief es nurnoch stocken und zögerlich. Gefühlt fuhr der Zug nurnoch Fahrwege auf Hp2 und 40 bis 60 selbst auf der Strecke.
Zudem wurde keine der schnelleren Strecken über Essen und Duisburg genutzt sondern die Güterstrecken und so kam ich auch mal am Rbf Oberhausen-Osterfeld vorbei. 
Und so wurde bei strahlend blauen Himmel mal mehr mal weniger schnell durchs Ruhrgebiet und über die seit meiner Etappe in Bigge-Olsberg recht an Wasser zugenommen Ruhr gerumpelt.
Vor Duisburg wird wieder auf die Güterstrecke vorbei am ehemals bdeutenden Güterbahnhof und Betriebswerk Duisburg-Wedau und vorbei am Schwellen- sowie Schienenlager der Bahnbau Gruppe sowie Voestalpine Richtung Köln.
Beim Schrotthändler Bender in Opladen stehen mehrere Integral der Jenbacher Werke, die zunächst bei den BOB auf den Verbindungen von München nach Lenggries, Tegernsee und Bayrischzell und zuletzt bei der Regiobahn von Düsseldorf über Mettman nach Wuppertal im Einsatz standen, zur Verschrottung bereit.
Und mit 65 Minuten Verspätung, gut dass ich mit 75 Minuten Umsteigezeit eingeplant hatte, wird dann Köln Hauptbahnhof auf Gleis 7 erreicht. Auf Gleis 6 nebenan steht ebenfalls ein IC2 nach Stuttgart, der aktuell mit +20 ab 13:13 Uhr angekündigt ist.
Die automatische Ansage hat keine Pause permanent Gleisänderungen und Verspätungen anzusagen und ich warte nur darauf dass der auch mit +20min angekündigte ICE123 von Amsterdam nach Frankfurt kurzfristig auf einen anderen Bahnsteig verlegt wird was sehr sportlich werden würde. 
Aber dann kommt der ICE123 zum Glück weiterhin auf Gleis 7 rein.
By the way, als der ICE um 13:55 mit +22 Abfuhr stand der IC durchs Rheintal immernoch an Gleis 6.
In knapp unter 1h wird über den Westerwald und den Main gedüst und der Fernbahnhof des Frankfurter Flughafens erreicht.
Da ich keine Lust auf umsteigen in eine evtl. überfüllte Vias RB82 im Hauptbahnhof habe (die im übrigen laut Auskunft mit einer halben Stunde Verspätung unterwegs ist) und das Wetter keine Wünsche übrig lässt steige ich am Flughafen aus.
Aus dem Bahnhof heraus zum Busbahnhof bzw. Terminal 1 Vorfahrt zu kommen ist nicht so einfach wie gedacht, insbesondere der Lift hinunter zum Busbahnhof versteckt sich etwas und dann muss erstmal ein Weg zum Radweg beim Terminal 2 gefunden werden. Der Flughafen ist definitiv auf Anreise per PKW oder Zug ausgelegt  ;-)
Aber ich finde doch hinaus und am Terminal 2 vorbei geht's entlang der neuen Sky-Line, die im Gegensatz zum letzten Besuch nach den Dampfzugfahrten nach Königstein auch fuhr zum Fotospot auf der Brücke über die A5 wo auf der südlichen Bahn landen Flieger geradezu hautnah vorbeikommen.
Vor lauter Dröhnen des Strassenverkehrs sind die Flugzeuge kaum zu hören, erst wenige hundert Meter weiter im Wald nach Zeppelinheim sind diese wieder deutlich zu vernehmen.
Die Brücke ohne Rampe über die B49 enttäuscht bei einem regionalen Themenradweg.
Danach noch ein kurzes Stück auf der Strasse nach Neu Isenburg bevor es nördluch des Langener Waldsee schnurstracks durch den langsam herbstlich werdenden Wald nach Langen geht. Bei der S-Bahn Haltestelle Langen-Flugsicherung geht's über die Bahn und durch die Altstadt von Langen zur Brücke über die A661.
Wieder etwas auf und ab geht's nun durch den Wald, schön wieder richtigen Wald um sich zu haben und länger hinabzurollen, um westlich Messel die Bahn zu unterqueren und an der Grube Prinz von Hessen vorbei Richtung Gundernhausen zu fahren.
Gundernhausen ist erreicht nurnoch wenige Male etwas auf und ab und das heimatliche Reinheim ist kurz vor 18 Uhr erreicht. 
In den 16 Tagen der Herbstradtour 2026 kamen somit 1.069km und im Vergleich zur Sommerradtour "nur" 5.110 Höhenmeter aufwärts zusamnen und natürlich viele Eindrücke.