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Sonntag, 26. Juli 2026

Die Sommerradtour 2026 geht in die Endphase

Der Großteil der Sommerradtour ist geschafft und nach dem Basel Tattoo geht es nun relativ direkt in vier Etappen nach Hause.
Das Hotel war heute Nacht ausgebucht aber beim Frühstück hat es heute keinen Massenauflauf wie gestern.
Das Wetter ist eher suppig bis dunstig und die ausgelatschten Treter landen in der Tonne. 
Wie üblich nach 9 Uhr geht es durchs Industriegebiet von Weil Richtung des Stauwehr des Altrhein bei Märkt.
Dabei komme ich auch ohne Einzukehren am Gasthaus am Bootssteg vorbei. 
Vorbei auch am Bunker vor dem Wehr ist dann die Grenztüre an Wehr offen, nur das Schild daneben zeigt mit offen und geschlossen "Schrödingers Grenzübergang" an ;-)
Und so geht's rüber nach Frankreich. 
Der Text auf der Strasse der einfach nur darauf hinweisen will dass Dienstfahrzeuge der EDF als Kraftwerksbetreiber Vorrang haben sind auf französisch irgendwie verständlicher ...
Über die Schleuse und Kraftwerk von Kembs wird der alte Canal de Huningue erreicht der eine parallele Verbindung zum Rhein zwischen Huningue und Kembs herstellte. Das Ende in Huningue liegt nicht weit von der Dreiländerbrücke entfernt. 
Heutzutage ist der Kanal für den Schiffsverkehr viel zu klein und ungenutzt.
Und so rollt es sich entspannt am sltfn Kanal nach Kembs. Ab dessen altem Hafen wird der Kanal auch wieder für Sport- und Hausboote genutzt, aber bitte nur mit maximal 6 km/h.
Kurz darauf wurd bei Niffer die Écluse Kembs-Niffer erreicht. Die hier bestehende Schleusenanlage stellt die Verknüpfung von Rhein, dem nach Mulhouse führenden Rhein-Rhone-Kanal und dem Canal de Huningue her.
Das Verwaltungs und Kontrollgebäude von 1995 sieht schon sehr "spacig" aus.
Der einst von hier bis Strasbourg führende Rhein-Rhone-Kanal ist ab Niffer aufgegeben und besteht erst weiter nördlich wieder. 
So geht es nun zumeist auf Feldwegen aber auch auf Landstraßen bzw. deren begleitende Radwege durchs platte Land. Da es recht dunstig ist kann man auch nur selten die Vogesen oder den Schwarzwald erkennen. 
Zur Herausforderung werden bisweilen die Bewässerungsanlagen die teils recht ungeniert Regenschauer über den Wegen erzeugen. 
In Bantzenheim wird die Bahnstrecke zwischen dem Badischen Mülheim und dem Elsässer Mulhouse passiert. 
Interessant finde ich die an französischen Bahnübergängen stets vorhandenen Sprechstellen mit Infos wie man den Bü umgehen kann, aber auch mit welchem Wortlaut man allfällige Störungen melden soll. 
Die Strasse vom Bahnhof nach Bantzenheim ist gesperrt worauf auch in Elsässer Dialekt hingewiesen wird.
Obwohl die Bahnstrecke elektrifiziert ist findet der im 2h Stolpertakt Nahverkehr zwischen Mulhouse und Müllheim weiterhin mit Dieseltriebwagen statt. 
Nach dem Zug nach Mülheim und zurück nach Mulhouse geht es rüber nach Bantzenheim. 
Im Bahnhof von Bantzenheim zweigt einerseits ein umfangreicher Gleisanschluss als auch die ehemalige Strecke nach Vogelsheim (gegenüber von Breisach) ab. 
Bis Fessenheim wird diese noch als Anschluss zum Wasserkraftwerk und dem AKW (selten) genutzt.
Ab Fessenhein verläuft der Radweg großteils schnurgerade auf der alten Bahntrasse. 
Bei Heiteren ist die Bahntrasse in den Feldern aufgegangen und es ist ein Schlenker durchs Ort nötig um hinter dem Ort bis hinter Agolsheim dieser wieder zu folgen.
Über die Rheinbrücken über den Rheinseitenkanal und den Rhein geht's rüber nach Breisach. 
Über den Wiederaufbau der Bahnstrecke zwischen Breisach und Volgelsheim / Neuf-Brisach um die Verbindung zwischen Freiburg und Colmar wiederherzustellen. Aber die Mühlen mahlen hierzu sehr langsam. Auf französischer Seite dient die Strecke nurnoch dem Güterverkehr welcher ab Neuf-Brisach in ein weitverzweigtes Industriegleisnetz übergeht welches auch von einer Museumsbahn genutzt wird. 
Durch Breisach geht's erstmal wieder runter Richtung Rhein.
Warum der Schlenker durchs Ort. Eis, was sonst ;-) Schon auf anderen Touren kehrte ich hier gerne ein.
Gut gestärkt geht's nun in den Endspurt. 
Ich bin immerwieder begeistert wie sich die kleine und noch vor 10 Jahen im "Stolpertakt" und mit Nebenbahncharme bediente SWEG Strecke mit der Elektrifizierung zu einer vollwertigen Nahverkehrslinie mit sauberem Stundentakt von 5 bis 24 Uhr und barrierefreien Zugang gewandelt hat. Auch die schon öfter stilllegungungsgefähdete Strecke von Freiburg nach Breisach wurde saniert und elektrifiziert. Somit kann man rund um den Königsstuhl bequem und elektrisch Bahnfahren. 
Kurz darauf wurde das Hotel Kreuz Post am Ortsrand erreicht.
Zimmerbezug und Duschen dann gehts zur inkludierten Halbpension. Die Küche ist wirklich gut.
Zimmer übrigens mit Bahnsicht.
Hier die obligatorische Aufzeichnung der Tour bei Komoot.
Morgen geht's weiter nach Kork bei Kehl.
Vsl. ab Markolsheim am ab dort wieder bestehenden Rhein-Rhone-Kanal entlang nach Strasbourg.