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Donnerstag, 1. Oktober 2026

Herbstradtour2026 - Im Regen nach Münster und weiter

Die Wettervorhersage hatte Recht behalten und es domieren am Morgen Wolken mit vereinzelten Regen.
Beim Frühstück konnte festgestellt werden dass das Rad noch da und komplett ist. Ein wenig Sorge hatte ich schon ob der Klientel rund um den Bahnhof. 
Nach dem Frühstück gehts erstmal ins Reisezentrum. Dort bestätigt sich was ich vermutete. Die Zugbindung auf der Heimfahrt wurde aufgehoben da der ICE123 in Köln ein paar wenige Minuten später (!!!) abfährt was aber auch auf den Anschluss in Frankfurt keinen Einfluss hat. Die Reservierungen sind noch da und auch keine andere Fahrzeuge. Typischer Automatik/KI Murks...
Das Rad wird bepackt und in einer Regenpause gehts kurz nach 9 Uhr los. Die Innenstadt von Hamm ist wahrlich "hübsch", da fällt selbst ein alter Flakturm nichtmer auf.
Nach dem Überqueren des Datteln-Hamm-Kanals geht's durch renaturierte Industrieareale und Wohngebiete zum Bahnhof des Hammer Stadtteils Bockum-Hövel. 
Ich versuche vor dem Regen so viel wie möglich Strecke zu machen. Aber der zur im Hammer Süden gelegenen ehemaligen Zeche Radbold mitlerweile verfüllte Schacht 6 zwischen Bockum-Hövel und Mersch bietet sich trotz der Wolkensuppe als Fotomotiv an.
Nach dem aus zwei Talent 3 gebildeten RE7 von National Express von Rheine nach Krefeld kommt ein Charterzug Richtung Münster vorbei. Der Flirt im Titelbild ist die RB89 der Eurobahn von Paderborn nach Münster. 
Mal mehr mal weniger parallel zur Bahnstrecke geht's weiter Richtung Münster. 
Während der Fahrt durch Drensteinfurt wird das hinter Mersch einsetzende und noch ohne Jacke zu ertragende ganz leichte Nieseln zum ausgewachsenen Regen. Also Zeit für die Jacke und zum Verpacken der Satteltaschen. 
Vor Münster kurz vor dem Dortmund-Ems-Kanal lässt der Regen etwas nach und zwei Eurobahn Flirt können von der Strassenbrücke aus eingefangen werden.
Dann runter zum Kanal und an diesem entlang weiter nach Münster. 
Beim Stadthafen, dessen Aral derzeit in ein Wohn- und Büroareal umgewandelt wird wechsel ich über den Kanal und radel Richtung Altstadt. 
In der Altstadt tummelt sich außergewöhnlich viel Polizei, später bekomme ich mit dass sich hier in kürze diverse Politprominenz tummeln wird.
Der Kontrast von Hamm zu Münster könnte nicht krasser sein. Auch verstehe ich nun warum Münster die Radfahrstadt genannt wird. Wahnsinn was hier an Rädern untwergs ist und überall parken Räder.
Jetzt gehts aber, bevor wider Regen einsetzt, aus Münster wieder raus. 
Der Radweg folgt ab dem Stadtteil Kinderhaus nun fast durchgehend dem ehemaligen Max-Clemens-Kanal der teils kaum noch als solcher erkennbar ist.
Auf der Brücke über die A1 parkt wieder Polizei, der Grund kommt kurz darauf in Form einer Fahrzeugkolonne schwarzer schwerer Limousinen vorbei für die die Autobahn auch gesperrt wurde. In andren Ländern reist man per Bahn an, aber da macht man auch weniger Mist wie z. B. Tankrabatt aber das D-Ticket verteuern.
Egal, nicht über Berliner und besonders Sauerländer Kompetenzallergiker aufregen, weiter geht's am Kanal bzw der parallelen Strasse entlang, wobei der Radweg der die Strasse begleitet bisweilen sehr rudimentär ausgelegt ist.
Erst kurz vor Höhe von Greven hat er wieder einen von der Strasse abgesetzten echten Fahrstreifen.
Aber ab und zu folgt der Radweg auch nur einem nicht asphaltierten Feldweg. 
Auf Höhe vin Enstetten ist der alte Kanal etwas brsser erkennbar, die weisse Markierung an den im alten Kanalbett wachsenden Bäumen solken den Wasserstand des Kanals zu seiner Betriebszeit darstellen.
Währenddessen werden die Schleifgeräusche an der Vorderradbremse immer stärker. 
Da es aber langsam aufhört zu regnen, dabei hatte die Wettervorhersage am Nachmittag Starkregen vorhergesagt, mach ich eine kleine Pause um die Vorderradbremse zu verarzten.
Das Laufgeräuch war zwar vergleichbar zu heruntergefahren Bremsbelägen aber die sibd noch zu gut 50% dick.
Das Problem ist eher dass sich die Bremsscheibe und Backen mit "Schlamm" vollgesetzt hatten.
Also alles abgeputzt und zur Sicherheit nich neue Beläge eingesetzt und Ruhe war.
Kurz vor Neuenkirchen wird in St. Arnold die ehemalige Strecke von Duisburg über Rheine nach Quakenbrück. St. Arnold liegt vier Kilometer südlich von Neuenkirchen und war bei der Eröffnung 1892 zunächst als Neuenkirchen Land benannt. Neuenkirchen erhielt erst 1905 mit der ehm. Strecke Ochtrup - Rheine, deren Trasse ich dann morgen nutzen werde, einen ortsnahen Bahnhof.
Am Bahnhof sind diverse Bahnelemente ausgestellt und es sieht so aus als hätte auf dem ehm. Gleis 2 auch mal ein Wagen gestanden.
Auf dem Bahnradweg gehts ein kurzes Stück nach Osten bevor nach Norden zum finalen Antritt nach Neuenkirchen abgezweigt wird.
Kleine Einkehr beim Bäcker in Ortsmitte bei der Kirche St. Anna bevor es weiter zum Hotel geht.
Einchecken, nasse Klamotten auswechseln und etwas entspannen bevor es zum Abendessen geht.