Gut und lange durchgeschlafen (daher gestern erstmal nur ein Bilderbericht) wird erstmal gemütlich gefrühstückt, besonders der regionale Käse und der 1a Kaffee gefällt, und um kurz vor halb zehn geht's dann wieder vom Nollen herunter.
Heute morgen ist es etwas dunstig, keine so schöne Fernsicht wie gestern.
Aber jetzt geht es erst mal zurück nach Wil, erst stramm herunter vom Hügel und dann, wie noch so oft auf der heutigen Etappe, wieder hinauf.
Hinter der Altstadt von Wil, die etwas oberhalb des Bahnhofs liegt, in einer kleinen Parkanlage steht seit 1973 gut geschützt die G3/3 Nr. 2 "Wyl", welche 1887 von SLM im Winterthur gebaut wurde und bis 1946 auf der Frauenfeld-Wil-Bahn, also 25 Jahre nach der Elektrifizierung, im Einsatz war.
Am andren Ende von Wil wird dann ein aktueller Zug der FW-Bahn neben der A7 abgefangen und dann noch bei Horben ein ReABD500 ICN auf dem Weg nach Wil.
Hmmm? Mögen sich Zürcher und Thurgauer sich nicht? Oder warum finden sich exakt am Grenzstein "C.Z." und "C.T." eine Sperrstelle mit "Toblerone Betonsteinen" und Sprengschächten? ;-)
Hier hat es auch eine interessante Brückenkonstruktion. Steigt das Wasser, drehen sich die Bretter mit der Strömung weg und sorgen dafür dass such kein Schwemmgut dran verfängt.
Vor Rikon werden dann die sich in Rikon kreuzenden "S-Bahnen" abgewartet.
Die Töss ist derweil mit relativ wenig Wasser unterwegs.
An den Bauernhof kann ich mich noch gut erinnern, bot er mir auf der Tour 2023 Unterstand während eines kurzen aber heftigen Gewitters.
Regen ist heute nicht in Sicht und so geht es aus dem Tal heraus nach Winterthur wo gleich mal die O-Busse abgelichtet werden.
Quer durch die Stadt und meist gut ausgebauten Radwegen wird der Bahnhof erreucht und das dahinter liegende ehemalige Areal der Schweizerische Lokomotiv- und Maschinenfabrik (SLM).
Das ganze Areal wurde nach der Abwicklung der SLM komplett neu entwickelt und neben Freizeiteinruchtungen, Cafés, Bars usw. gibt es immernoch Metallverarbeitende Betriebe auf dem Gelände. Nur keines nutzt mehr die teils als Dreischienengleis ausgelegten Anschlussgleise.
Wagen der alten Uetlibergbahn haben hier ihre neue Bleibe als Gastronomie "Les Waggons" gefunden.
Durch die hinter dem alten SLM Areal liegenden Arbeitersiedlungen geht's nun wieder weiter im Tösstal.
Bei Pfungen wird wieder eine Kreuzung abgewartet. Langsam wird die diesjährige Querung der Schweiz zur "Tour de GTW".
Und wieder geht's aus dem Tal raus und hoch. Hmm, gibt es für Post(bus)Strassen nicht eigenes Verkehrszeichen?
Und da es so schön war hierher hoch zu strampeln (laut Statistik gat heute der Motor 51% gebracht) geht es nun wieder runter ans Wasser zur Mündung der Töss in den Rhein.
So erwische ich heute auf der Gesanttour zum ersten mal einen Güterzug vor die Linse.
Ich entschließe mich doch zur Stassenbrücke herunter zu fahren um ein Fernfoto der Bahnbrücke zu macheb, azch wenn die Sonne am Nachmittag dafür ungünstig steht.
Auf der "Talseite" der Strassenbrücke hat es keinen Bürgersteig aber Buchten. Da hinzukommem erfordert aber Geduld, die Strasse ist sehr gut befahren.
Als ich es dann endlich geschafft hatte kam auch gerade eine IC2 Garnitur von Stuttgart nach Zürich vorbei.
Also wieder zurück und hochstrampeln denn der Radweg verläuft bis zum kurz vor Zweidlen gelegen Kraftwerk Eglisau-Glattfelden auch hier leider nicht unten im Tal.
Noch ein Abstecher zum neben dem Kraftwerk gelegenen Viaduk über die Glatt welches von einem GTW Richtung Eglisau überquert wird.
Eigentlich müsste das Viadukt im Wasser stehen, denn der Damm auf dem unter anderem das Kraftwerk steht schneidet den natürlichen Zufluss der Glatt zum Rhein ab und würde diese aufstauen. Durch einen Stollen wurd das Wasser aber auf die Untwerwasser Seite des Kraftwerks abgeleitet.
Das Anschlussgleis des Kraftwerks wurde auch schon ewig nicht mehr genutzt.
Das interessante dabei ist dass es in der Oberen Maschinenhalle endet und um die Generatoren zur quer über den Rhein liegenden Maschinenhalle zu bringen wurden diese dort umgeladen und per Schrägaufzug der nich ungefähr erkennbar ist die ca. 10 Meter weiter herabgelassen.
Auf der Brücke wird dann die Schweiz verlassen und nach Deutschland eingereist.
Das Kraftwerk ist schon ein imposantes Bauwerk und verfügt sogar über eine kleine Schleuse, die aber gerade mal für ca. 10m lange Schiffe taugt.
Es geht wiedereinmal hinauf bach Hohrntengen, dann wieder hinunter zum Kraftwerk Reckingen um dann wieder nach Dangstetten etwas hinauf zu fahren.
Danach geht's nochmal richtig bergauf, der kleine Rücken zwischen Rhein und Wutachtal wird via Bechtersbohl überwunden und hinunter hat es sogar Kehrschleifen ;-)
Ich bin mal gespannt wie lange die Bremsbeläge noch durchhalten. Hinten kanns nichtmehr lange dauern schätze ich.
Und dann ist der Adler zur Übernachtung erreicht.
Heute ist Ruhetag. Daher Zugang per PIN und jedes Zimmer hat ein beschriftetes Glas mit der Zimmerkarte.
Zum Essen gehe ich daher eun paar Häuser weiter zum Feldeck wo man auch sehr gut essen kann, bevor es zurück ind Hotel geht. Die Sonne macht nun auch gleich Feierabend.
Morgen geht's nach Basel oder korrekter Weise Weil am Rhein.
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